Stadion-Pachtvertrag: Rathaus will dem CFC kündigen

Wegen der Insolvenz des Chemnitzer FC sollen die Regularien für die Nutzung der Arena geändert werden. Zwar kann der Regionalliga-Verein auch künftig dort Spiele bestreiten - aber nicht nur er.

Nach den Plänen der Rathausspitze soll der erst vor zwei Jahren geschlossene Pachtvertrag zwischen der Stadt und dem Chemnitzer FC für das Stadion am Sonnenberg noch im Juni beendet werden. Wie aus Unterlagen für den Stadtrat hervorgeht, könnte der Kontrakt mit dem künftigen Regionalligisten bereits bis Ende des Monats gekündigt werden. Die Stadtverordneten werden in ihrer Sitzung am 20. Juni über die Pläne entscheiden.

Neuer Pächter der Arena soll demnach die kommunale Immobilientochter GGG werden. Ziel sei es, heißt es in dem Papier, das Stadion auch künftig vor allem für Fußballspiele zu nutzen. Der Unterschied wird dabei sein, dass auch andere städtische Vereine die Arena für ihre jeweiligen Partien mieten können - und zwar zu den selben Bedingungen, wie sie dem Chemnitzer FC angeboten werden. Der Viertligist soll das Stadion künftig pro Heimspiel gegen eine Spieltagsmiete nutzen können. Nach "Freie Presse"-Informationen soll deren Höhe zwischen 4000 und 6000 Euro liegen. Das bedeutet: Sollte der CFC in dem Stadion künftig sein Heimspiel samstags in der Regionalliga bestreiten, könnte der BSC Rapid theoretisch am Sonntag darauf mit seiner Landesliga-Partie folgen - vorausgesetzt, der Verein hätte Interesse daran.

Für den Chemnitzer FC reduzierte sich damit deutlich die Last der finanziellen Aufwendungen. Als Pächter des Stadions muss der Verein bisher 180.000 Euro jährlich an die Stadt überweisen; hinzu kommen die Betriebskosten für den Unterhalt der Arena - geschätzt 500.000 Euro pro Jahr. Künftig läge die Summe daher bei 17 Heimspielen in der Regionalliga bei nur noch knapp 70.000 bis reichlich 100.000 Euro. Die Kosten für die Betreibung entfielen komplett.

Sollte es so kommen wie geplant, müsste der CFC aber auch auf die Vermarktungsrechte am Stadion und somit auch auf sämtliche Einnahmen daraus verzichten - diese Rechte gingen an die GGG. Fraglich ist damit auch, ob die Anlage an der Gellertstraße eine weitere Saison Community4you-Arena heißen wird; und ebenso fraglich ist, ob das CFC-Wappen am Hauptgebäude des Stadions dann nicht auch wieder demontiert werden müsste. Ungeklärt sind derzeit auch Details wie Logennutzung außerhalb der Spieltage sowie die Nutzung von Fanshop sowie von Büroräumen.

Neben dem Fußball soll das Stadion künftig noch mehr auch für andere Veranstaltungen genutzt werden. Laut Stadtverwaltung geht es dabei um Tagungen, Lesungen, Kongresse, Firmenveranstaltungen, Feiern, Galas, Konzerte und Hochzeiten. Für Dezember 2019 ist demnach - wie beim Zweitligisten Union Berlin - ein Weihnachtssingen im Stadion vorgesehen. Diese Aktivitäten soll auch weiter die städtische Veranstaltungsgesellschaft C3 organisieren; mit den Einnahmen sollen vor allem die Kosten für den Stadionunterhalt eingespielt werden.

Für die Kommune birgt all das nicht unerhebliche Risiken. Der künftige Pächter GGG soll demnach nur noch 30.000 Euro Pacht pro Jahr zahlen - für die Stadt ein Verlust von 150.000 Euro jährlich zum bisherigen Pachtvertrag. Und auch die GGG muss sich nach Schätzungen der Rathausspitze auf ein jährliches Defizit von 250.000 bis 300.000 Euro einstellen - wegen der Betriebskosten für das Stadion, die womöglich nicht vollständig aus den Einnahmen zu decken sind. Dazu heißt es in der Stadtratsvorlage: "Mit Blick auf die wirtschaftliche Lage der GGG erscheint dies jedoch wirtschaftlich vertretbar."

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27Kommentare
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  • 1
    2
    HHCL
    07.06.2018

    @Hotte: Was soll die dauernde Frage, ob ich schon im Stadion war? das ist für den Sachverhalt völlig unerheblich. Ich habe auch schon mehrfach geschrieben, dass ich meine Steuern gern für Fußball ausgebe, obwohl mich der nur begrenzt interessiert, vorausgesetzt(!) mit dem Geld wird verantwortungsvoll umgegangen. Keiner der Beteiligten hat das getan und das kritisiere ich.

    Zu meinem Mietbeispiel: Sie haben unten geschrieben, dass der CFC ja weiterhin Miete zahlt und daher alles in Ordnung sei. Was sie dabei nicht erwähnt haben, dass er deutlich weniger Zahlen wird, wenn er das Stadion überhaupt weiterhin nutzt. Mein Vermieter möchte von mir die vereinbarte Summe X überwiesen haben und nicht eine viel niedrigere Summe Y. Er wird auch damit nicht zufrieden sein, obwohl ich weiterhin Miete zahle. Nun verstanden?

    Warum soll ich mir Gedanken machen, warum "keiner" ins Stadion kommt. Das ist die Aufgabe des CFC und seiner Fans. Fangt endlich mal an euren Job zu machen und hört auf die Bevölkerung der Stadt Chemnitz als eure Gelddruckmaschine anzusehen die auch gleich noch alle anderen Probleme lösen soll. Wer ein Proficlub sein will, muss in der Lage sein sich um seinen Kram zu kümmern. Dazu gehört auch Zuschauerinteresse zu wecken.

  • 2
    2
    698236
    06.06.2018

    Wer wem gekündigt hat, bleibt kein Geheimnis. Der Insolvenzverwalter wird schon wissen, wann er den Mietvertrag hätte kündigen können. Der Herrscher der Verträge ist der Insolvenzverwalter und nicht die Oberbürgermeisterin. Hier geht es um politische Schadensbegrenzung der Oberbürgermeisterin! Den Schaden haben die GGG-Mieter! Oder? Wo bleibt die Kommunalaufsicht, Staatsanwaltschaft und Sächsischer Rechnungshof? Die können direkt ZWickau und Aue auch unter die Lupe nehmen! Kommunale Selbstverwaltung duch die Oberbürgermeister etc ist verkommen auf das Niveau der Gutsherrenart. Ich bestimme, ich entscheide, der Steuerzahler zahlt die Zeche. Da darf man nicht überrascht sein, dass Politikverdrossenheit zunimmt! Was für folgen das hat, kann an den Zuwachs an Gewaltbereitschaft, Anarchismus und Populismus gemessen werden.

  • 5
    1
    cn3boj00
    06.06.2018

    @hotte: ich kann ihren Frust nachvollziehen. Ich hätte mich auch gefreut, wenn der CFC in der 3 geblieben wär oder gar den Aufstieg geschafft hätte. Dessenungeachtet sehe ich weder einen Grund, zu einem Fußballspiel zu gehen und mir die Auswüchse der "Fans" anzutun noch sehe ich ein dass der Steuerzahler für Fehlentwicklungen im Profifussball herhalten soll. Wenn inzwischen massiv Kommunen ihre Drittligavereine (teils auch schon 2. Liga) unterstützen müssen, ist doch am System Fußbll was faul. Dann stimmt die Einnahmenverteilung über den DFB nicht mehr. Die einen verdienen sich dumm und dämlich, und die nderen mogeln sich immer wieder an der Insolvenz vorbei. Das sind Formel1-artige Missbildungen im Profisport. Dann gibt es eben eine Profiliga zu viel, wenn an die Vereine ständig höhere Auflagen erteilt werden als diese stemmen können. Ich brauche das nicht! Ich gehe auch nicht hin wenns nix kostet. Wenn der Verein nur 5000 Zuschauer generieren kann kann man das doch nicht den Bürgern anlasten! Es sind ja noch weit mehr Kosten, die wir tragen müssen, z.B. die Sicherheitseinsätze.
    Nein, gehen Sie zum DFB und beschweren sich dort, nicht bei mir.

  • 2
    1
    hotte
    06.06.2018

    Wir zwei werden nie auf einen Nenner und deshalb bringt es nichts mit weiteren Argumenten zu kommen. Es ist zudem deutlich, dass auf Grund der verschiedenen Interessenlage wir mit unterschiedlichen Menschen zusammen kommen. So hat mich noch niemand auf unsere Theater oder die Kunstsammlung angesprochen, aber allein schon durch Ballack, Kluge oder auch Fährmann wird nach dem CFC gefragt. Ihre Idee mit der Miete muss ich eben so nicht verstehen wie die Aussage, dass ich Ihnen sagen soll warum keiner ins Stadion kommt. Zwei Fragen seien mir zum Ende gestatten, waren Sie jemals im Stadion? Und sind Sie überhaupt mit irgendwas in der Stadt zufrieden?

  • 3
    3
    HHCL
    06.06.2018

    "Welche Millionen hat der Personenwechsel gekostet?
    Welches weitere Millionen Geschenk gibt es noch? Dem CFC wird und soll gar nichts geschenkt werden. Es wird weiterhin eine Miete gezahlt und was mal passiert, wenn der CFC wieder aufsteigt, steht auch in den Sternen."

    Der Personalwechsel hat keine Millionen gekostet, aber nachdem Millionenzuschüsse bewilligt worden waren, hat man nicht daran gearbeitet den Verein mit diesem Geld wieder auf Kurs zu bringen sondern sich in Gezänk verstrickt und das Personalkarussell gedreht. Leuten, die sich so aufführen sollte man keine sechsstelligen Beträge überlassen.

    Zur Miete: Das werde ich der GGG auch mal vorschlagen, dass ich demnächst meine Miete drastisch senken werde. Das ist ja wohl in Ordnung ihrer Meinung nach, ich zahle dann ja immer noch Miete. darf ich mich da auf sie berufen? Natürlich wird dem CFC hier ein riesiger finanzieller Klotz vom Bein genommen und dem Steuerzahler auf's Auge gedrückt.

    "Mit dem Beschluss zum Bauen hat der Stadtrat ein klares Signal gegeben, dass es weiterhin Profifussball in Chemnitz geben soll. Genau aus diesem Grund kann der Stadtrat nur zustimmen, denn wer A sagt muss auch B oder auch mal C sagen."

    Also wenn ich mir das Kasperletheater der letzten Monate so ansehe, fällt es mir schwer da von Profifußball zu sprechen. Das war alles mögliche, aber in keiner Weise professionell. Profifußball kann man nicht verordnen; dazu braucht man die richtigen Protagonisten und die sehe ich in Chemnitz weder auf dem Platz noch in der Chefetage des Vereins. Irgend wann ist auch einfach mal das Geld alle um C zu sagen; wir sind jetzt wohl auch schon längst bei D angekommen. Das kann kein Automatismus sein, dass hier eine Steuermillionen nach der anderen in das Stadion und den CFC gesteckt wird und es keinerlei Gegenleistung gibt. Als Werbeträger für die Stadt taugt der Verein jedenfalls nicht; im Gegensatz zur Kunstsammlung und zum Theater.

  • 2
    2
    HHCL
    06.06.2018

    "Dann sagen Sie mir bitte warum "Keiner" ins Stadion kommt?"
    Warum sollte ich denn? Sie sind doch Fan des CFC.

  • 4
    2
    acals
    06.06.2018

    Also Deutschland lacht auch so ueber diese Posse in Chemnitz.

    Und selbst ein leerstehendes Stadion hat dann immer noch lehrhaften Charakter - ein Schilda reicht.

  • 2
    4
    hotte
    06.06.2018

    "Wie kommen Sie darauf, dass es keine Besucherzahlen zu den Museeen gäbe? Diese werden jedes Jahr veröffentlicht; die für das Theater ebenso. Und wenn wir gerade beim Theater sind, dessen Budgetüberschreitung Sie ja hier kritisieren: Im Gegensatz zum CFC zog man dort deutliche Konsequenzen und sagte umgehend eine Open-Air-Veranstaltung ab. Was hat der CFC gemacht nach dem erste Millionenzuschuss?"

    Das ist mein Fehler natürlich werden diese veröffentlicht, aber berauschend sind diese nicht, welchen ein derartigen Zuschuss rechtfertig. Der Aderlass letzten Sommer ist ja bekannt und es wurde offen damit umgegangen, dass der Spieleretat auf Grund der finanziellen Lage sinkt.

    Bei Ihrer Kritik an Verein und Stadt kommt mir Kritik am Verband sehr kurz. Das Stadion in dieser Dimension wurde gebaut um den gesteigerten Anforderungen nachzukommen. Die Ihnen ja bekannt sind. Des Weiteren sagt die Beschlussvorlage nur, dass man Defiziten rechnen muss, aber wenn die GGG und C3 das Stadion gut vermarktetm, kann natürlich auch Plus oder ein schwarze Null erreicht werden.

    Dann sagen Sie mir bitte warum "Keiner" ins Stadion kommt? Natürlich die Leistung war dieses Jahr nicht ansprechend, aber es wird doch niemand daran gehindert zu kommen. Bin gespannt, welche Punkte Sie aufführen können nicht zu gehen.

    Welche Millionen hat der Personenwechsel gekostet?
    Welches weitere Millionen Geschenk gibt es noch? Dem CFC wird und soll gar nichts geschenkt werden. Es wird weiterhin eine Miete gezahlt und was mal passiert, wenn der CFC wieder aufsteigt, steht auch in den Sternen.

    Mit dem Beschluss zum Bauen hat der Stadtrat ein klares Signal gegeben, dass es weiterhin Profifussball in Chemnitz geben soll. Genau aus diesem Grund kann der Stadtrat nur zustimmen, denn wer A sagt muss auch B oder auch mal C sagen. Ein leerstehendes Stadion ist eine Bankrotterklärung und ganz Deutschland würde über die Stadt lachen.

  • 2
    3
    HHCL
    06.06.2018

    Wie kommen Sie eigentlich darauf, dass Budgetüberschreitungen beim Theater und Museum nicht interessierten. Auch da gab es deutliche Kritik. Es geht in diesem Artikel außerdem um den CFC, das Stadion und die GGG. Hier ist also der Platz für eine Meinung zu diesem Thema und nicht für Fingerzeige auf andere Baustellen.

    Wie kommen Sie darauf, dass es keine Besucherzahlen zu den Museeen gäbe? Diese werden jedes Jahr veröffentlicht; die für das Theater ebenso. Und wenn wir gerade beim Theater sind, dessen Budgetüberschreitung Sie ja hier kritisieren: Im Gegensatz zum CFC zog man dort deutliche Konsequenzen und sagte umgehend eine Open-Air-Veranstaltung ab. Was hat der CFC gemacht nach dem erste Millionenzuschuss?

    Sie weisen hier zu Recht darauf hin, dass Drittligafußball bzw. die Regionalligen kein Millionengeschäft sind. Richtig, aber dann kann man nicht ein Stadion hinstellen, dass nur funktioniert, wenn diese Millionen zur Verfügung stehen. Aus der Vergangenheit hätte man durchaus ablesen können, dass der CFC einen Platz in einer der Bundeligen nicht sicher hat. Dementsprechend hätte man planen müssen. Die Kritik trifft aber nicht nur den CFC sondern auch und vor allem die Stadt. Dass durch die geplante Entscheidung Fehler behoben würden, halte ich für Augenwischerei. Jährliche Verluste bei der GGG und weitere Verluste in der Stadtkasse lösen überhaupt nichts.

    "Eventuell sollte der Ein oder Andere einfach mal das Stadion zu besuchen um sehen, wie schön es geworden und nicht alles schlecht ist. Wo sind die 50.000 Besucher, welche zur Eröffnung dabei und begeistert waren?"

    Da muss sich der Verein eben mal strecken und die Leute, die nicht kommen, besser ansprechen. Beleidigtes Gejammer, dass ja keiner käme, ist völlig daneben. Man müsste sich als Verein und Vereinsanhänger vielmehr fragen, warum "keiner" kommt. Es sind nicht immer die anderen Schuld.

    "Aber so hat der MeckerChemnitzer wieder was über was er sich aufregen kann und alles ist gut. Alles nach dem Motto: "Natürlich brauchen wir das, ABER nicht mit meinem Geld und schon gar nicht vor meiner Tür.""
    Ich bin gerne bereit auch für den CFC meine Steuern zu bezahlen. Wozu ich aber nicht bereit bin, ist, dass die Gelder derart verschlampt werden. Einen verantwortungsvollen Umgang kann ich nicht erkennen; weder bei der Stadt noch beim CFC. Das Personalkarussell nach der letzten Rettung war reinstes Kasperletheater und hat Millionen gekostet. Das hat auch nichts mit Mecker-Chemnitzern zu tun, wenn man nicht jede Verschwendung mit Gleichmut abnickt. Wenn ich zeitgleich lese, dass viele Vereinsheime vor sich hingammeln und gleichzeitig zur Kenntnis nehme, dass die nächste Millionen an den CFC geht (verdeckt als Subvention) dann will ich das nicht kommentarlos hinnehmen.

    Es wäre auch schön, wenn Sie Leuten mit anderer Meinung nicht dauernd ein Informationsdefizit unterstellen würden; die liegen nämlich nicht vor.

  • 5
    3
    Blackadder
    06.06.2018

    "Die Ressonanz der Chemnitzer Bürger an Museen kann man ja nicht nachvollziehen, wenn es keine offizielen Zuscherzahlen gibt. "

    Das ist Blödsinn, weil das nur die Kunstsammlungen betraf und auch die haben jetzt einen neuen Chef. Zumal man das nicht vergleichen kann, Fußball ist ein Freizeitvergnügen, Museen haben einen Bildungsauftrag.

  • 3
    7
    hotte
    06.06.2018

    @cn3boj00: Das sich Theater und Museen nicht selbststänig finanzieren können, versteht sich von selbst. Aber trotzdem muss auch dort das Budget der letzten Haushaltsplanung eingehalten werden. Und nun wurde auch außerplanmäßig Geld zur Verfügung gestellt, aber das muss ja sein. Dass es auch da, wie beim CFC, Fehlplanung gab interessiert nicht. Ich möchte auch nicht das Eine gegen das Andere ausspielen nur es sollte schon Gewichtung spielen, wo auch Geld verbrannt wird. Die Ressonanz der Chemnitzer Bürger an Museen kann man ja nicht nachvollziehen, wenn es keine offizielen Zuscherzahlen gibt.
    Natürlich gebe ich Ihnen Recht, dass der Fussball ein Milliardengeschäft ist, aber wenn Sie sich informieren würden nicht auf der Ebene die der CFC oder andere Drittligisten spielen. Vielen anderen Mannschaften in der 3. Liga geht es ähnlich nur, dass es da eine Stadt gibt die schon frühzeitig helfen will. Und da geht es los, dass ein gedeckelter Betriebskostezuschuss pro Spieljahr gezahlt wird. So wird in Dresden ein ligaabhängiger Millionenzuschuss bezahlt. In Halle bis zu 876 t?, in Zwickau 600 t? um nur einige Beispiele zu nennen. Das zeigt nur das kein Verein außer die großen Bundesligavereine die Stadien selbst tragen kann. Auch das alte und das neue Stadion ist eine Sportstätte der Chemnitz, welche nach mehr als 80 Jahren eine Sanierung nötig hatte. Der Neubau war aber nötig um auf die Jahre gesehen den immer wachsenden Anforderungen des DFB gerecht zu werden. Aber auch dafür müsste man sich informieren. Es darf auch nicht vergessen, dass der CFC immer noch Mitgliedstäkster Verein der Stadt Chemnitz und trotz der Saison immer noch Aushängeschild der Stadt ist. Man wird das Gefühl nicht los das Fans als auch das Stadion für alles in der Stadt verantwortlich gemacht werden, wo es nur geht.
    Wir wollen uns doch nichts vormachen der Stadtrat muss dem zustimmen, weil es die letzte Möglichkeit ist die beidseitigen Fehler von damals zu beheben. Eventuell sollte der Ein oder Andere einfach mal das Stadion zu besuchen um sehen, wie schön es geworden und nicht alles schlecht ist. Wo sind die 50.000 Besucher, welche zur Eröffnung dabei und begeistert waren? Aber es war ja kostenlos da kann schon mal gucken gehen. Ja nichts bezahlen wollen, aber alles haben wollen.
    Aber so hat der MeckerChemnitzer wieder was über was er sich aufregen kann und alles ist gut. Alles nach dem Motto: "Natürlich brauchen wir das, ABER nicht mit meinem Geld und schon gar nicht vor meiner Tür."

  • 8
    5
    cn3boj00
    05.06.2018

    @osgar & hotte: der Vergleich mit den Theatern ist völlig unsinnig. Theater und Museen sind kommunale Einrichtungen, die sich erwartungsgemäß nicht selber finanzieren können.
    Ein Profifußballclub dagegen sollte das schon. Aber vielleicht sollte Chemnitz den CFC in einen städtischen Eigenbetrieb verwandeln?
    Das hat auch nichts mit Hatern zu tun, wenn man kein Verständnis dafür hat, wenn in einem Sport, in dem Milliarden generiert werden, Gehälter wie bei Banken gezahlt werden, Funktionäre abkassieren, auch noch Geschenk der öffentlichen Hand gemacht werden.
    Am Ende soll die Stadt das Stadion einfach in kommunales Eigentum überführen, dann muss sie wenigstens nur die wirklichen Verluste ausgleichen und nicht auch noch für Dritte zahlen. Eine Investruine bleibt es so und so. Mit dem Geld hätte man alle Vereinssportstätten der Stadt sanieren können, stattdessen gibt es dafür mal wieder Prioritätenlisten. Und keiner ist verantwortlich. Und mit Verlaub, Herr Schinkitz mag ein guter Läufer sein, aber mehr auch nicht.

  • 4
    4
    Steuerzahler
    05.06.2018

    Unverschämt, wie hier die GGG missbraucht und wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt wird. Am Ende bezahlen die Mieter die Zeche! Es wird langsam Zeit, dass bei diesem Umgang der Stadt und ihrer GGG die Strafverfolgungsbehörden aufwecken.

  • 1
    5
    698236
    05.06.2018

    Das ist nicht eine verdeckte Subvention, sonder eine verdeckte Gewinnausschüttung der Stadt C. Da müsste eigentlich die EU mal bei der Stadt C vorbeischauen. Aber die Zwickau nicht vergessen! Aue ist auch noch mitdabei, wenn es nicht um marktgerechte Pachtzinsen geht.
    Da muss man sich fragen, ob dies eine Spielwiese der "Würdenträger" der Landräte, Oberbürgermeister etc. geworden ist, sich auf Kosten des Steuerzahlers und insbesondere in Chemnitz auf Kosten des GGG-Mieters zu profilieren.

  • 6
    3
    ZwischenDenZeilen
    05.06.2018

    GGG und Stadt sind leider in vielerlei Hinsicht deckungsgleich (Wer sitzt im Aufsichtsrat? Wer profitiert überproportional von der Innenstadt-Entwicklung? ... Etc.)
    Als GGG-Mieter zahlen Sie sozusagen auch mit ihrer Miete in die Stadtkasse ein bzw unterstützen unfreiwillig die Lokalpolitik.

  • 6
    7
    osgar
    05.06.2018

    @58... machen Sie sich mal keine Sorgen um meine Mathekenntnisse. Auf jeden Fall sind meine Lesekenntnisse besser als Ihre. Und verstehendes Lesen ist auch nicht Ihr Ding. Mir ging es einzig und allein um die Pacht. Alles was noch dazu gehört spielte keine Rolle. Aber vielleicht nur mal so am Rande zur Erinnerung, ursprünglich war angedacht, dass die GGG das Stadion baut und nicht die Stadt. Rest ist bekannt.
    Und was die Hater betrifft, es geht mir halt gehörig auf den Zeiger, dass Hinz und Kunz sich über den CFC die Mäuler zerreißen und die anderen Baustellen dieser Art geflissentlichst übersehen. Wo sind denn die Beiträge. zu den ständigen Defiziten der städtischen Theater. Von den Museen möchte ich gar nicht reden. Mal sehen was da ohne Frau Mössinger noch so alles passiert.

  • 2
    6
    587977
    05.06.2018

    @osgar: Haben Sie in der Schule den Matheunterricht geschwänzt? Vereinsbrille abnehmen und die Zahlen anschauen:

    - 25 Mio. wurden verbaut, weil es politischer Wille war und der CFC damit zukunftsfähig (Traum auch von 2. Liga) aufgestellt werden sollte
    - 500k Unterhalt - Strom, Reparaturen, Security etc. - kennt jeder Hausbesitzer und jeder Mieter zum Teil (Stichwort Nebenkosten)
    - 180k Pacht: Lächerlicher Betrag in Anbetracht der Baukosten (< 1% der Bausumme) - Wie will man davon tilgen?

    Alternativ hätte man doch selber bauen können!

    Die GGG ist kein Dritter wie der CFC und bekommt deshalb bessere Konditionen, hat aber nun ein Fußballstadion, welches sie eigentlich nicht braucht....

    Gewinner ist auch jetzt der CFC der einen viel günstigeren Vertrag bekommt (versteckte Subvention).

    Wenn Sie jetzt sagen: damit hätte man die Insolvenz verhindern können (wenn man vorher die Pacht gesenkt hätte), dann haben Sie einfach weder Ahnung von wirtschaftlichen/politischen Gegebenheiten noch von den Eingangs einfachen mathematischen Übungen.

  • 6
    6
    HHCL
    05.06.2018

    Es geht hier um den unglaublichen Umgang mit Steuergeldern. Das Problem sehe ich auch weniger beim CFC, sondern beim Stadtrat, der das sonst klamme Geld für den CFC mit beiden Händen herausreicht und nun massive Mietverluste einfach so hinnimmt und noch dazu die GGG schädigt.

    Was die Führung des CFC veranstaltet, ist mir im Grunde egal. Das Steuergelder aber Leuten in scheinbar grenzenloser Höhe zur Verfügung gestellt werden, die offensichtlich damit nicht umgehen können, erlaube ich mir als Steuerzahler zu kritisieren. Ebenso, dass die Erbauer des Stadions offenbar nie sauber berechnet haben, wie man dieses ohne Verluste bespielen kann. Hier auch noch zu behaupten der CFC sei betrogen worden, ist die absolute Frechheit gegenüber den Steuerzahlern; diese und nur diese werden hier dauernd verarscht. Ohne Zuschüsse der Stadt wäre der CFC noch viel früher pleite gewesen. Der Stadt jetzt auch noch einen unfairen Umgang mit dem CFC zu unterstellen ist unglaublich dummdreist.

    Inwiefern ein Erscheinen von Hatern zum Weihnachtssingen dieses Problem lösen soll, ist mir unklar. Hier geht es um Fakten und nicht um Folklore.

  • 5
    8
    hotte
    05.06.2018

    @HHCL: Wo war Ihr Aufschrei als der Stadtrat in seiner letzten Sitzung 1,35 Mio.? außerplanmäßig dem Theater gab um die Insolvenz zu umgehen?
    Jetzt wird das Stadion allen zur Verfügung gestellt, was schon beim Bau gefordert wurde und das ist jetzt falsch. Natürlich ist der Betrag hoch und ja es wird sich herauskristallisieren, dass der CFC allein Nutzer wird, aber alle Vereine haben die gleiche Möglichkeit. Mit dem Vorgehen ein Minus einzuplanen wird nur deutlich das es unmöglich für den CFC war das Stadion mit einer schwarzen Null zu betreiben. Genau aus diesem Grund gibt es in anderen Städten auch Betriebkostenzuschüsse für die Stadien, aber das ist ja dem Chemnitzer Bürger nicht zu vermitteln. Somit hätten man vielleicht die ganze Situation umgehen können, aber lieber wurde der Verein in ein Insolvenz getrieben. Ich hoffe die Stadträte tragen das Konzept mit. Nur so kann es in Zukunft wieder nach oben gehen und auch die Stadionmiete wieder steigen. Dann ist auch @HHCL wieder glücklich, weil die GGG nicht untergeht und der Chemnitzer Wohnungsmarkt nicht zusammen bricht.

  • 5
    4
    acals
    05.06.2018

    Gemach: Das Ganze muss erst noch durch den Stadtrat.

    Bei den letzten Entscheidungen dort hat die Linke in wohlbekannter Linientreue zu 100 % immer fuer den CFC gestimmt.

    Es gaebe da die Option den kommunalen Essenszuschuss fuer KiTa Kinder wieder einzufuehren und die Pauschalgebuehren fuer KiTa / Hort abzusenken (in Hartmannsdorf zahlt man fuer den Durchlauf eines Kindes in der Summe ueber 2000 Euro weniger) ... aber nur Sozialromantiker glauben das solche Forderungen von einer linken Partei kommen.

    Es wird aber diesmal anders sein, denn nach Karl Marx gilt in Unterdrueckersystemen:

    "Verluste werden sozialisiert, Gewinne privatisiert."

    Eventuell erinnert man sich ja auch bei der Chemnitzer Linken wer geistiger Urheber dieser proletarischen Bewegung war - und wofuer bzw. wogegen Karl Marx diese initiiert hat.

  • 7
    8
    osgar
    05.06.2018

    Schon interessant was da die Stadt macht.
    180000 Pacht waren es für den CFC, jegliche Minderung ausgeschlossen. Jetzt sind es für die GGG noch 30000 mit der Aussucht auf ein weiteres Zuschussgeschäft.
    Für mich heißt das zwangsläufig auch, dass die Stadt den CFC in dieser Frage bisher über den Tisch gezogen hat.
    Ich hoffe übrigens auch, dass die hier bekennenden CFC-Hater dann wenigstens mal zum Weihnachtssingen ins Stadion gehen. Ich krieg mich vor Lachen kaum wieder ein.

  • 4
    7
    HHCL
    05.06.2018

    Vielleicht sollten so langsam auch die GGG-Mieter mal auf die Barrikaden gehen. Wenn die GGG wegen dieser Spielchen strauchelt, könnte es für zig tausende Chemnitzer Mieter sehr ungemütlich werden, und alles nur, weil man in der Stadtverwaltung glaubt einen mittelmäßigen und schlecht geführten Verein dauernd retten zu müssen. Man schon ein jährliches Defizit von bis zu 300.000 Euro(!). Wenn die gleichen Leute ausgerechnet haben, dass die GGG das aushält, die auch die Stadionfinanzierung berechnet haben, wird es bald zappenduster auf dem Chemnitzer Wohnungsmarkt.

  • 1
    5
    Zeitungss
    05.06.2018

    Als Außenstehender nehme ich wohlwollend zur Kenntnis, in der Chemnitzer Ecke tut sich was. Meinen Glückwunsch dazu.

  • 11
    2
    Deluxe
    05.06.2018

    Wir sicher interessant, wieviele Vereine von der Größe einer SG Handwerk o.ä. mit 6000,-? pro Spieltag dieses Stadion mieten werden...
    Die Rechnung geht nicht auf...

  • 13
    7
    HHCL
    05.06.2018

    "Der Unterschied wird dabei sein, dass auch andere städtische Vereine die Arena für ihre jeweiligen Partien mieten können - und zwar zu den selben Bedingungen, wie sie dem Chemnitzer FC angeboten werden."

    Und welcher Verein kann sich das leisten? Letzten Endes wird doch der CFC trotzdem der Hauptnutzer sein, wenn nicht sogar der Alleinnutzer bleiben. Das ganze klingt mir wie ein erneutes Millionengeschenk an den CFC, nur diesmal getarnt; bei der letzten Schenkung war wohl die Empörung bereits zu hoch. Die Stadt macht einen Verlust von 150.000 Euro. Kann das mal jemand umrechnen in Straßen, Schwimmbäder, Spielplätze, Kulturzuschüsse und Zuschüsse für andere Sportvereine? Was hier läuft ist einfach nur noch unglaublich und sämtliche Verantwortliche sitzen auch alle noch bequem auf ihren Sesseln.

  • 9
    3
    Blackadder
    05.06.2018

    "Woher die Events kommen sollen bleibt auch ein Rätsel,"

    Zumal der Rasen außerhalb von Fußballspielen nach wie vor nicht betreten werden darf. Oder hat sich daran was geändert? Ich denke nicht.

  • 11
    3
    587977
    05.06.2018

    Guten Morgen Zusammen,

    die Entscheidung begrüße ich. Im Nachgang ist man natürlich immer schlauer, nur dass das Ding ein Millionengrab werden würde, dass konnte auch ein Blinder sehen.

    25 Mio. Kosten, bei einer Pacht von 180 TEUR?! Ich denke, das kann man selbst ausrechnen, dass das nicht aufgehen kann.
    Wenn man jetzt noch jedes Jahr die Kosten sieht, die nicht erwirtschaftet werden können, Wahnsinn/ohne Worte.
    Woher die Events kommen sollen bleibt auch ein Rätsel, die C3 hat doch schon zu tun die Messe, die Stadthalle etc. regelmäßig voll zu bekommen und U2, Helene Fischer oder die Böhsen Onkelz kommen nicht in so ein kleines Stadion. Für Rentner-Veranstaltungen (Volksmusik) ist es mEn zu unbequem - wer soll da auf dem Rasen stehen?

    Die Idee mit dem Weihnachtssingen finde ich sehr platt - bei Union ist sie von den Fans gekommen und seit Jahren Tradition und nicht als zusätzliches Event von "oben" konzipiert.



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