Stadt: Linke Selbstjustiz in Limbach-Oberfrohna

In der Kommune liefern sich Rechte und Linke seit langem Auseinandersetzungen - Bislang haben Appelle und Initiativen nicht viel erreicht

4Kommentare
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    gelöschter Nutzer
    14.06.2011

    Die Falschmeldung zum angeblichen Sprengstofffund stammt von der Polizei. Siehe http://www.polizei.sachsen.de/pd_ce/medieninformationen.htm. Sie ist bis zu diesem Moment dort nicht korrigiert worden. Das ist schlimm.
    Zum Handwerkszeug von Journalisten gehört die Maxime, man möge auch die andere Seite hören. Das hat die "Freie Presse" versäumt und stattdessen unkritisch die Darstellung der Polizei übernommen. Das ist schlimm, aber es leider der Normalzustand.
    Ein Präventionsbeauftragter wiederum kann durchaus Schuldzuschreibungen vornehmen. Das ist seine Aufgabe, wenn er an den bestehenden Zuständen etwas ändern will. Spricht er dagegen Beschuldigungen aus, die (bisher) noch nicht einmal die Polizei geäußert hat wie gegenüber dem namentlich nicht genannten Stadtrat der LINKEN, dann sollte er gute Indizien für diese Behauptung haben. Anderenfalls wäre das nicht nur schlimm, sondern unverantwortlich.
    Eine Kleine Anfrage zum Klärung der Vorgänge ist heute im Landtag gestellt worden. Dienstaufsichtsbeschwerden gegen Herrn Oberschelp und den verantwortlichen Pressesprecher der Polizei werden morgen folgen.
    Ich wünsche mir, dass Herr Oberschelp wenigstens den Mut hat, sich öffentlich für seine Diffamierungen zu entschuldigen.

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    gelöschter Nutzer
    14.06.2011

    es wäre schon, wenn es der freien presse gelingen würde einen etwas neutraleren ton zu treffen.
    vielleicht ja sogar etwas recherchearbeit?

    die linke pressemitteilung ist hier:
    http://mthielicke.blogsport.de/2011/06/13/pressemitteilung-zu-vorfaellen-am-pfingstwochenende/

    wäre interessant zu wissen, ob die polizei insbesondere die angaben bestätigen kann, dass beamte von den bewohnern ans haus gerufen wurden.

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    Limbacherin
    14.06.2011

    anon hat vollkommen Recht- die Aktivitäten der Stadtverwaltung sind auch für mich purer Aktionismus. Herr Oberschelp sagt, er möchte "die Jugendlichen erreichen". Er hatte ihnen angeboten, sie sollten ihn anrufen, wenn sie Probleme mit Rechten hätten, leider war er am Wochenende nicht erreichbar. Wie will er sie erreichen, wenn er selbst nicht erreichbar ist? Oder hatte er Angst, in Selbstjustiz verwickelt zu werden? Es ist für mich schwer vorstellbar, dass die "Linken" warten -und sei es bis nachts um 3.00Uhr- bis die "Rechten" am Haus völlig unschuldig vorbeilaufen, um dann Selbstjustiz zu üben. Wer die Lage in Limbach-Oberfrohna kennt, sollte zumindest darüber nachdenken, ob nicht auch Notwehr in Betracht kommt. Außerdem steht die Frage im Raum: Woher hatte die Freie Presse die Fehlinformation bezüglich des Sprengstoffs? Die "Substanzen" waren lediglich Sand. Warum wartet man nicht die Ergebnisse der Untersuchungen ab, sondern verbreitet bewußt diese Falschmeldung? Und wieso wird diese Meldung nicht berichtigt und offiziell ein Fehler eingestanden? Zumindest lese ich ab sofort die Berichte der Freien Presse zu den Ereignissen in Limbach-Oberfrohna sehr kritisch.
    MfG

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    gelöschter Nutzer
    14.06.2011

    Zu aller erst möchte ich anmerken, dass ich die allseits hochgepriesenen Aktivitäten der Stadt im Kampf gegen den Extremismus als bloße Augenwischerei empfinde - ein jämmerlicher Versuch das stark beschädigte Image Limbach-Oberfrohnas zu kitten. Überzeugend und authentisch wäre dieses Engagement vielleicht vor 2-3 Jahren gewesen, als Jugendliche und Eltern erstmals an die Stadt heran traten und um Hilfe baten (jedoch wiederholt abgewiesen wurden).
    Desweiteren bereitet mir die ständige Gleichsetzung linker Aktivisten und rechter Extremisten Unbehagen. Fakt ist, dass die praktizierte Gewalt auf Limbachs Straßen seit Jahren vornehmlich von rechter Seite ausgeht und solange die Opfer dazu geschwiegen haben, hat sich niemand, außer der Betroffenen, daran gestört. Dass seit der Publikmachung dieser Gewalttaten jedoch stetig versucht wird, die Schuld den Opfern zuzuschieben oder die Vorfälle gar als Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen unterschiedlicher politischer Lager abzutun, finde ich in höchsten Maße erschreckend und lässt an Vernunft und Realitätsbezug einiger Beteiligter (vor allem Stadt und Presse) zweifeln.
    Zwar kann und soll Selbstjustiz keine Lösung sein, sehr wohl aber Notwehr. Ich kann nur zu gut verstehen, dass jemand, der seit Jahren auf verlorenem Posten kämpft und nicht einmal auf die Hilfe der Polizei hoffen kann, selbst wenn er körperlich bedroht wird, irgendwann resigniert und nur noch versucht sein eigenes Leben zu schützen.
    Sehr geehrte Frau Prase, sehr geehrter Herr Mathea, was sie hier bieten, gefällt vielleicht ihrem Redakteur, hat mit seriösem Journalismus, wie ich ihn verstehe, jedoch nichts mehr zu tun, sondern ist bloß noch perfide Meinungsmache und bewegt sich lediglich auf 'BILD'-Niveau. Eine objektivere Form der Berichterstattung würde ich in Zukunft sehr begrüßen.

    MfG



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