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Foto oben: Der Chemnitzer Julien Plenz (rechts) mit seinem Lehrmeister, Spitzenkoch Hendrik Otto. Foto unten: Dirk Zöllner, André Herzberg, Michael Richter und Dirk Michaelis (von links) im Turmbrauhaus. Foto unten rechts: Dr. Jörg Willert mit Ann-Kathrin Westendorf.
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Stadtgeflüster : Klopse für Obama, Huhn für die Queen

Wie ein Chemnitzer Promis bekocht, warum Musiker als Heilige auftreten und was eine Trainerin im Schloss Bellevue tat.

erschienen am 13.01.2018

Julien Plenz, 22-jähriger Chemnitzer, hat es nach Berlin verschlagen. Im berühmten Hotel Adlon hat er eine Kochausbildung beim Zwei-Sterne-Gourmet Hendrik Otto absolviert. Nachdem er danach noch ein Jahr in dessen Küche angestellt war, hat er sich jetzt einen neuen Arbeitgeber gesucht. "Ich will so viel Erfahrung in der Spitzenküche wie möglich sammeln", erklärte er gestern am Telefon. Deshalb wechselte er nun ins neu eröffnete Fünf-Sterne-Hotel "Oranje" im Berliner Stadtteil Kreuzberg. Trotzdem bleibt seine Zeit im Adlon unvergesslich. Denn dort bekochte er mit dem Team Mega-Promis wie Queen Elisabeth und Ex-US-Präsident Barack Obama. "Er wollte ein einfaches Gericht mit Zutaten aus der Region essen, also haben wir ihm Königsberger Klopse mit Roter Bete zubereitet", erinnerte sich Julien Plenz. Für die Queen fuhr das Küchenpersonal größeres Besteck auf. "Für sie bestellten wir damals ein Perlhuhn in Frankreich, was unser Küchenchef an ihrem Tisch zerlegte", so der Chemnitzer. Scheint geschmeckt zu haben, denn Ihre Majestät kam anschließend persönlich in die Küche und bedankte sich bei allen, also auch bei Julien Plenz, mit Handschlag für das exquisite Essen. Heidi Klum, Til Schweiger, "Spiderman"-Darsteller Tobey Maguire: Sie alle bekochte der Chemnitzer in den vergangenen Monaten. Dabei wollte er zunächst Leistungssportler werden, trainierte bis zu einer Bauchmuskelverletzung mit Max Heß und Kristin Gierisch am Sportgymnasium. "Das Ende meiner Weitsprungkarriere war traurig, aber auch eine Chance, meiner zweiten Passion, dem Kochen, nachzugehen." Also setzte er alles auf eine Karte, bewarb sich spontan im Adlon und hatte 14 Tage später den Job sicher. "Auch, weil ich als ehemaliger Leistungssportler belastungsfähig und durchsetzungsstark rüberkam." Ob er sich vorstellen könnte, zurück in seine Heimatstadt zu kommen? "Natürlich, ich würde später auch gern ein eigenes Lokal hier eröffnen", überlegte Julien Plenz. "Kein Sterne-Restaurant, aber eins mit ehrlicher Küche und guten Produkten." Bis dahin will er aber noch Hauptstadt-Küchenluft schnuppern und seine Kochkunst in der Welt verfeinern. In Mailand arbeiten, das ist der nächste Traum, den er sich erfüllen möchte.

Brigitte Stiehl (Foto), 28 Jahre lang Leiterin des Sportensembles, wurde nun für ihr Engagement geehrt. Von allerhöchster Stelle: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte sie zu seinem Neujahrsempfang ins Schloss Bellevue eingeladen. Am Montag fuhr sie mit ihrer Nachfolgerin, der jetzigen Ensembleleiterin Claudia Günther, in die Hauptstadt. "Am Vorabend des Empfangs gab es einen Rundgang durch Steinmeiers Amtssitz", so Claudia Günther. Am Dienstagvormittag stand dann das Defilee auf dem Programm. Die gesamte Politprominenz ließ sich da blicken, neben Steinmeier waren auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und SPD-Vorsitzender Martin Schulz dabei. "Steinmeier hat sich sehr für die sportlichen Erfolge der Chemnitzer interessiert", erinnerte sich Brigitte Stiehl gestern. "Und er hat persönliche Grüße an Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig ausgerichtet." Insgesamt 70 ehrenamtlich Aktive aus dem gesamten Bundesgebiet waren zum 2018-er Neujahrsempfang eingeladen.

Michael Richter, Musiker und Eventmanager, hatte am Donnerstagabend drei besondere Gäste ins Turmbrauhaus gelotst. Unter der englisch klingenden Bezeichnung "Highlige" sind derzeit die Musiker Dirk Michaelis, André Herzberg und Dirk Zöllner in den Clubs unterwegs. Seit Jahren schon füllen die Rockstars als Trio immer zum Jahresanfang die Hallen. Michael Richter weiß warum: "Weil da drei extrem unterschiedliche Persönlichkeiten zusammen prallen: der sanfte Barde Dirk Michaelis, der bockige Rocker André Herzberg und der schillernde Traumtänzer Dirk Zöllner." Einen der raren Plätze auf der Gästeliste, hatte sich der Chemnitzer Musiker Eckehard Bauer gesichert. Nach Jahrzehnten in der Konzertbranche, kennt er die Musiker bestens und freute sich, in der Pause und nach dem Auftritt mit ihnen quatschen zu können. "Ich habe vor allem mit dem Gitarristen Tobias Hillig geklönt. Er ist einer der besten Musiker unserer Zeit und wir haben schon ein paar mal miteinander zu tun gehabt", so Eckehard Bauer. Hillig hatte als Bandmitglied die drei "Highligen" begleitet.

Ann-Kathrin Westendorf, Medizinerin aus der Nähe von Lüneburg, hat zum Jahresbeginn den Posten als Leitende Oberärztin der Kardiologie an den Zeisigwaldkliniken Bethanien übernommen. Nun arbeitet sie eng mit dem Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie und Allgemeinen Inneren Medizin, Dr. Jörg Willert, zusammen. Er freute sich am Mittwoch: "Durch den Gewinn von Frau Westendorf kann unser kardiologisches Portfolio, zum Beispiel die Implantation von Herzschrittmachern und Defibrillatoren, weiter bedient und ausgebaut werden." Ann-Kathrin Westendorf war in den vergangenen Jahren am Medizinischen Versorgungszentrum im Küchwald tätig und wird die Zusammenarbeit dorthin auch weiterhin fortführen. "So können wir gemeinsam Herzkatheter und Stentimplantationen weiter entwickeln", erklärte sie. Westendorfs Vorgänger Dr. Jörg Claußnitzer hatte zum 1. Januar 2018 seinen Posten am Zeisigwaldklinikum aufgegeben und die Chefarztposition in einem anderen Krankenhaus angetreten.

Dr. Ralf Porzig (Foto), Geschäftsführer der Sächsischen Krebsgesellschaft, hatte sich schon Ende Mai vergangenen Jahres über einen Teilnahmerekord bei der Veranstaltung "Laufend gegen Krebs" gefreut. Mehr als 300 Freizeitsportler rannten damals auf dem Campus der Chemnitzer Uni insgesamt 6800 Rundenkilometer. Jetzt konnte er die Erlöse der Veranstaltung weiterreichen. Neben zwei anderen sächsischen Krebshilfeeinrichtungen erhielt der Chemnitzer Elternverein krebskranker Kinder genau 4541,81 Euro. Das Geld fließt in Betreuungsprogramme für von der Krankheit betroffene Familien, zum Beispiel um gemeinsame Ausfahrten zu organisieren.

 
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