Stadträte wollen Viadukt beleuchten lassen

Fraktionen rechnen mit Sanierung der Bahnüberführung über Annaberger Straße

Altchemnitz.

Das Viadukt über der Annaberger Straße, dessen Abriss fast schon als besiegelt galt, soll jetzt mit einem Beleuchtungs- und Gestaltungskonzept in Szene gesetzt werden, fordern Stadträte der Fraktionen von SPD, Linken und Grünen. Ein entsprechender Beschlussantrag soll von Bauausschuss und Stadtrat entschieden werden.

Insbesondere soll die genietete Stahl-Fachwerk-Konstruktion in den Abendstunden beleuchtet werden, um auf die "architektonische Meisterleistung" hinzuweisen, wie es im Beschlussantrag heißt. Außerdem wird vorgeschlagen, Informationstafeln über die Geschichte des historischen Bahnbogens aufzustellen. Auch das Umfeld soll aufgewertet werden, um eine touristische Nutzung zu ermöglichen.

Voraussetzung wäre, dass eine Entscheidung für den Erhalt des Viadukts fällt, wovon die drei Fraktionen derzeit ausgehen. Die Deutsche Bahn wollte die historische Brücke eigentlich abreißen. Ein Neubau sei preiswerter als die Sanierung der alten Überführung, so die Argumentation der Bahn-Verantwortlichen. Nach Bekanntwerden der Pläne hatten sowohl die Stadt als auch Vereine und Anwohner dagegen protestiert. Unterstützung erhielten sie von der Landesdirektion. Sie empfahl im Herbst dem Eisenbahnbundesamt, das die Entscheidung treffen wird, sich für die Sanierung des Denkmals auszusprechen. (dy)

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