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35 Fahrer in 18 Fahrzeugen sammelten am Samstag wertvolle Erfahrungen auf dem Sachsenring. Mit dabei waren auch Vertreter der Feuerwehr aus Oberlichtenau.

Foto: Andreas Kretschel

Stresstest für Mensch und Maschine auf dem Sachsenring

Feuerwehrleute haben ein Sicherheitstraining absolviert. Dabei standen nicht nur Vollbremsungen auf dem Programm.

Von Markus Pfeifer
erschienen am 16.04.2018

Hohenstein-E/Oberlichtenau. Einen "Großeinsatz" der Feuerwehren hat es am Samstag auf dem Sachsenring gegeben. Dabei wurde aber nicht gelöscht, sondern trainiert. Im Rahmen eines Projekts des Energieversorgers Eins konnten 18Feuerwehren ein spezielles Training absolvieren, das für mehr Sicherheit sorgen soll. Auch Brandlöscher der Feuerwehr Oberlichtenau machten sich damit vertraut, wie ihre Fahrzeuge in Extremsituationen reagieren. Nach einem theoretischen Teil standen Kurvenfahrten und anschließend Vollbremsungen auf dem Programm.

Bei einer der drei Gruppen führte Sven Förster das Kommando. Der Oberlungwitzer, der hauptberuflich Polizist ist, arbeitet im Fahrsicherheitszentrum Sachsenring als Instruktor mit und hat zudem reichlich Erfahrung in Sachen Feuerwehr. In Oberlungwitz war er 13 Jahre lang Wehrleiter. "Entscheidend ist ja, dass die Feuerwehrleute sicher am Einsatzort ankommen", betont er.

Zu viel Tempo auf dem Weg zum Gerätehaus oder mit dem Löschfahrzeug auf der Fahrt zum Einsatz bringt laut Förster nicht viel. Denn das Risiko stehe in keinem Verhältnis zum Zeitgewinn auf den meist kurzen Strecken. Bei den Vollbremsungen auf der bewässerten Strecke machte er klare Ansagen. "Jetzt mal wirklich gnadenlos drauf", forderte er per Funkgerät zur Bremsung auf.

"Man kann die Grenzen des Fahrzeuges kennenlernen", sagte Marko Günther nach dem Trainingstag. Er ist seit über 20 Jahren Maschinist bei der Feuerwehr in Waldenburg und nahm zusammen mit seinem Kameraden Jan Lippmann an der Schulung teil. Noch herausfordernder als die Vollbremsungen war für ihn die Bergabfahrt mit Brems- und Ausweichmanövern bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten. "Da sieht man ganz deutlich, was fünf oder zehn Stundenkilometer mehr ausmachen können", stellte Günther fest.

Während die Waldenburger mit einem reichlich 20 Jahre alten Fahrzeug teilnahmen, fuhr Mario Wappler von der Freiwilligen Feuerwehr Reinsdorf in einem Gerätewagen Gefahrgut, Baujahr 2014. Mit dem sind die Reinsdorfer im Katastrophenschutz auch überörtlich im Einsatz. Wappler ist Berufskraftfahrer und verfügt damit über deutlich mehr Erfahrung im Umgang mit dem 14 Tonnen schweren Fahrzeug als viele andere der ehrenamtlichen Retter. "Die Grenzen muss man trotzdem kennen, weil man dazu neigen könnte, zu viel zu riskieren", betont er. Ernste Probleme bei der Fahrt zu Einsätzen gab es noch nicht. Wichtig sei dabei aber neben dem sicheren Umgang mit dem eigenen Fahrzeug auch das Mitdenken für andere Verkehrsteilnehmer. Denn nicht immer verhalten die sich richtig, wenn eine Feuerwehr mit Martinshorn naht.

Laut Instruktor Sven Förster gibt es in Deutschland jährlich rund 250Unfälle mit Verletzten während Einsatzfahrten der Feuerwehr. Deshalb sei es so wichtig, die Fahrer intensiv zu schulen. Obwohl beim Sicherheitstraining die Grenzen ausgetestet werden, läuft normalerweise alles reibungslos. Nur an einen Zwischenfall kann sich Förster erinnern: Vor einigen Jahren sei ein Feuerwehrfahrzeug wegen eines Fahrfehlers umgekippt.

 
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