Tiefbauamt will Überflieger-Zufahrt entschärfen

Laut Rathaus gilt die Überfahrt vom Südring auf die Neefestraße als Unfallschwerpunkt. Mehrere Veränderungen sollen die Probleme dort beseitigen.

Stelzendorf.

Erst vor wenigen Wochen hatte ein Unfall auf dem Südring für Verkehrsbehinderungen gesorgt. Laut Polizei war ein Autofahrer mit seinem Kleinwagen nahe dem Überflieger beim Spurwechsel mit einem anderen Fahrzeug kollidiert. Beide Autos schleuderten über die Fahrbahn, eines prallte gegen einen Lichtmast. Wegen der Unfallaufnahme und der Räumung der Straße blieb der Südring etwa eine Stunde gesperrt.

Derartige Unfälle gibt es immer wieder an der Zufahrt zum Überflieger. Es sind vor allem Kollisionen beim Spurwechsel: Wer vom Südring kommend in Richtung Autobahn 72 will, muss sich mit seinem Fahrzeug links einordnen. Vor allem ortsfremde Autofahrer tun sich damit offenbar schwer, Unfallhäufungen sind die Folge. Von einem Schwerpunkt spricht man im Rathaus immer genau dann, wenn es im Zeitraum von zwölf Monaten mindestens fünf Unfälle gibt, die sich ähnlich sind. Dieses Kriterium erfüllt die Südring-Zufahrt zum Überflieger wie 88 weitere Unfallschwerpunkte in Chemnitz auch.

Mit einem Maßnahmenpaket versucht das Tiefbauamt inzwischen gegenzusteuern. So ist an dem neuralgischen Punkt geplant, die Geschwindigkeit auf 50 Kilometer pro Stunde zu reduzieren: Zwar gilt auf dem Überflieger selbst bereits jetzt Tempo 50, bis zur Auffahrt dürfen Autos derzeit aber noch mit 70Kilometer pro Stunde rollen. Zudem wird die Sperrlinie zwischen den Südring-Fahrspuren verlängert, was spontane Spurwechsel verhindern soll. Und als dritte Maßnahme sollen die Wegweiser geändert werden, um Autofahrer schon früher und auch deutlicher auf die verkehrlichen Gegebenheiten hinzuweisen. Das gesamte Paket soll 5000 Euro kosten und bis Monatsende umgesetzt sein - flankiert von regelmäßigen Geschwindigkeitskontrollen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
 Artikel versenden
Die mit * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.
7Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 1
    4
    Interessierte
    12.10.2017

    Wenn ich hier 4 Daumen nach unten habe , dann waren wohl doch die Politiker dran Schuld ? Man sollte mal aufrufen : A20 Sperrung

  • 5
    1
    cn3boj00
    11.10.2017

    Der ganze Überflieger ist eine einzige Fehlkonstruktion, die Planer gehören aus ihrem Job entfernt. 90% der Fahrzeuge, die den Südring hinab fahren, wollen auf den Überflieger. Und müssen auf eine Spur. Und so ist die linke Spur in der Rush hour ab der Stolli zu, und wer clever ist fährt rechts, möglichst bis nach der Ampel. Es gibt aber keine Reißverschlussstelle. Es geht nur mit Reindrängeln und hoffen auf das mitspielen derer, die sich brav links anstellen. Ob das reindrängeln mit 50 oder 70 erfolgt wird egal sein, eine längere Sperrlinie wird entweder die Unfallstelle verschieben oder man wird sie missachten. Die Verengung von 2 auf eine Spur ginge eigentlich nur mit einer echten Enfädelstelle mit Reißverschluss (den leider viele auch nicht begreifen).

  • 3
    7
    Interessierte
    11.10.2017

    Haben das denn Politiker zu verantworten ? Ich vermute , dort scheinen Menschen geplant und gebaut zu haben , die keine Ahnung hatten oder vielleicht auch gar keinen ( genügenden ) Abschluß für solch eine Arbeit hatten ? So etwas gibt es auch im Westen , also unkompetente Menschen ? In Bad Reichenhall war mal ein Dach einer Halle eingestürzt und derzeit besteht dort bei der ^Heilig Geist-Kirche^ aufgrund von Falschplanung - Einsturzgefahr http://www.sueddeutsche.de/muenchen/starnberg/landkreis-starnberg-diese-kirche-ist-zu-gefaehrlich-zum-beten-1.3703313 In der DDR habe ich so etwas nicht gehört , da gab es nur Asbest ?. Aber im Westen wurde der damals auch verbaut , nur hat man da wohl bis heute nicht so genau hingeschaut ...

  • 8
    6
    fsaenge
    11.10.2017

    Da kann ich nur sagen, selbstgemachtes Leid der seinerzeitig Verantwortlichen im Rathaus, welches jetzt die Bürger ausbaden dürfen. Hätte man seinerzeit die Planungen und Umsetzung des Überfliegers nicht dermaßen verhauen, dann gäbe es das Problem heute nicht. Aber den Altparteinen ging es schon damals nur um "schnell, schnell". Und dann wird es eben Mist.

  • 9
    1
    881924
    11.10.2017

    Sehe ich ähnlich, eine völlig sinnlose Maßnahme und es wird die Unfälle nicht verringern. Vielleicht passieren diese dann weiter oben oder eben mit geringerer Geschwindigkeit. Ich vermute am Ende ensteht an der Stelle nur noch mehr Stau. Liebe Damen und Herren im Rathaus einfach mal Montags 07:30 Uhr an die Stelle stellen und den täglichen Krieg beobachten dann erkennt man auch das grundsätzliche Problem und die Fehlplanung am Überflieger!

  • 10
    1
    Hankman
    11.10.2017

    Geschwindigkeit runter? Na ja, vielleicht nützt das was. Die Sperrlinie wird nicht viel bringen. Grundproblem ist doch, dass man den Überflieger falsch gebaut hat. Er ist zweispurig ausgelegt, und man hätte ihn von vornherein auch zweispurig auf die Neefestraße führen sollen - da gäbe es das angebliche Unfallproblem vermutlich nicht, weil niemand schon auf dem Südring die Spur wechseln müsste.

  • 10
    1
    Pixelghost
    11.10.2017

    Sperrlinien? Reduzierung der Geschwindigkeit? Ich fahre diese Strecke mindestens 2 x die Woche. Man überholt auf der rechten Spur einen 70 km/h fahrenden PKW, damit man auf jeden Fall vor diesem noch nach links in die Spur Richtung Autobahn wechseln kann. Egal ob da auch noch ein Lkw ist oder nicht. Und wenn man in Höhe des 50-Km/h-Schildes auf 50 runterbremst, wird man von hinten fast angeschoben. 70 auf dem Südring? Wenn ich nicht schon krank wäre, ich würde mich in diesen Zustand hineinlachen...



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...