Vierte Sex-Attacke in Limbach: Polizei weitet Ermittlungen aus

Die Serie setzt sich fort: Erneut hat eine Frau einen Übergriff angezeigt. Der aktuelle Fall unterscheidet sich von den bisherigen in zweifacher Hinsicht.

Limbach-Oberfrohna.

Zum wiederholten Mal hat die Polizei gestern über eine Sex-Attacke auf eine Frau in Limbach-Oberfrohna informiert. Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Samstag gegen 12.45 Uhr in einem Mehrfamilienhaus an der Straße Am Hohen Hain. Nach Angaben von Polizeisprecherin Anett Münster wurde eine Frau im Treppenhaus von einem Mann von hinten an den Schultern gepackt. "Der Unbekannte hat sich an das Opfer gelehnt und sich an ihr gerieben", sagte Münster. Als sich die Frau wehrte, ließ der Täter von ihr ab. Der Frau gelang es noch, einen Schlüsselbund nach dem Mann zu werfen, bevor dieser flüchtete. Es handelt sich um den vierten Fall von sexueller Nötigung binnen sechs Wochen.

Der jüngste Vorfall ist der erste, der sich in einem Gebäude und zudem in einem anderen Teil der Stadt zugetragen hat. Bisher hatten der oder die Täter stets unter freiem Himmel in der Nähe des Naturschutzgebietes Limbacher Teiche zugeschlagen. Nach Münsters Angaben hat die Polizei nach dem erneuten Vorfall die Ermittlungen intensiviert. Die Beamten hätten das Gebiet rund um den Hohen Hain durchkämmt und zahlreiche Nachbarn befragt. "Die Kollegen haben jeden Grashalm umgedreht. Aber leider konnte kein Tatverdächtiger ermittelt werden." Die umfangreichen Befragungen gab die Sprecherin zugleich als Begründung an, warum die Polizei den Fall erst gestern öffentlich machte. Man habe auf einen schnellen Fahndungserfolg gehofft und die Ermittlungen rund um den Tatort zunächst abwarten und nicht gefährden wollen.

Nun sucht die Polizei Zeugen. Das Opfer hat den Täter wie folgt beschrieben: etwa 18 Jahre alt, etwa 1,70 Meter groß, südländisches Aussehen. Der Mann soll ein dunkelblaues Basecap, ein hellblaues T-Shirt und eine halblange, graue Hose getragen haben. Zudem könnte der Unbekannte in Folge des Schlüsselbund-Wurfes Verletzungen im Gesicht aufweisen.

Wie Münster erklärte, prüft die Polizei Zusammenhänge zu den bisherigen drei Vorfällen. Die dritte Tat hatte sich ebenfalls am Samstag ereignet, nur etwa 15 Minuten vor dem Übergriff Am Hohen Hain. Gegen 12.30 Uhr wurde eine Frau auf dem Naturlehrpfad an den Limbacher Teichen von einem unbekannten Mann umarmt. Als die Frau sich wehrte, flüchtete der Täter mit einem Fahrrad. Die Täterbeschreibungen stimmen zum Teil überein, zum Teil aber auch nicht. Der Mann auf dem Lehrpfad soll etwa 25 Jahre alt sein und eine sportliche Gestalt besitzen. Bekleidet war er mit einem roten T-Shirt und einer grauen Jogginghose. Er trug ein dunkles Basecap und eine Sonnenbrille.

Die ersten beiden Taten hatten sich am 21. Juni und am 6. Juli auf dem Wanderweg zwischen dem Saunabad am Großen Teich und dem Marktsteig ereignet. Polizeisprecherin Münster kündigte an, dass die Polizei die Ermittlungen in den nächsten Tagen intensiv fortführen und an den Tatorten verstärkt Präsens zeigen wird.

Hinweise von Zeugen nimmt die Kriminalpolizei in Zwickau unter der Telefonnummer 0375 4284480 entgegen.

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11Kommentare
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  • 1
    0
    ommi22
    07.08.2016

    Auch Farbspray's können zu Verletzungen der Augen und Lungen führen. Nichtsdestotrotz wäre es mir egal womit ich mich gegen Soetwas wehren würde , Hauptsache das Leben und die Gesundheit des Angegriffenen bleibt unversehrt.

  • 5
    0
    pepida
    05.08.2016

    sarcastic: Frauen sollten sich nicht Pfefferspray zulegen, sondern zu Farbspray greifen. Auch ein wasserfester Edding passt in jede Handtasche. Entsprechende Markierungen im Gesicht des Täters würden zumindest im Nachgang die Fahndung erleichtern... Spitze Idee! Die Armlänge müßte dann auf Eddinglänge und Farbspray-weite reduziert werden. Auf jeden Fall ist das eine super Idee und nachahmenswert! Auch noch völlig gewaltfrei!

  • 1
    4
    aussaugerges
    04.08.2016

    Die grünen Daumen müssen doch bis ins Kanzleramt kommen?

  • 15
    5
    BlackSheep
    03.08.2016

    @ZwenausZwota, verstehe ich Sie richtig, wenn man Regierung Merkel kritisiert ist man automatisch eine Rechter?

  • 17
    6
    Ostwestsachse
    03.08.2016

    @ZwenAusZwota Sie dürfen sich gern weiter die Augen und Ohren zuhalten. Ändern wird das leider nichts an der Tatsache, dass wegen der Merkelpolitik und den meiner Meinung nach durchgeknallten Befürwortern, unser Land und leider damit auch Limbach-Oberfrohna vor die Hunde geht. Derartige Vorfälle gibt es deutschlandweit in hoher Anzahl, seit Merkel die Pforten aufgerissen hat.

  • 6
    26
    ZwenAusZwota
    03.08.2016

    gibt es einen Beweis, dass es sich um Flüchtlinge handelt?! Was ist denn beispielsweise mit den Nachkommen der rumänischen Gastarbeiter aus DDR-Zeiten? Sehen die nicht auch südländisch aus? Wer hier sofort alles auf die Regierung Merkel und ... schiebt, ohne die Beweise der polizeilichen Ermittlungen abzuwarten, der muss sich nicht wundern, wenn er in die rechte Ecke geschoben wird! Hinweis für die pesorgten Teutschen: in Deutschland gilt für ALLE: A-L-L-E, die Unschuldsvermutung (und nicht nur für aufrechte Teutsche!)

  • 15
    6
    voigtsberger
    03.08.2016

    Was nützt uns da für die Zukunft unseres Landes, Asylgesetze die nur halbherzig durchgesetzt werden und wie viel sind denn dieses Jahr schon bei uns angekommen, wo nach Meldungen bis Juli schon 500 000 übers Mittelmeer kamen und Griechenland auch schon 150 000 weiter geschickt hat, doch wo hin sagt keiner, da die anderen EU-Staaten keine mehr aufnehmen wollen und da auch keiner hin will, weil die Sozialsysteme der Staaten den Einwanderern verschlossen bleiben, aber "wir schaffen das" und wie dies aussieht, sehen und hören wir in den täglichen Meldungen. Nur das eine wundert mich, von den sexuellen Straftaten in Chemnitz, Plauen, Freiberg, Zwickau usw., hört man z. Bsp. im MDR und den anderen Sendern nichts oder nur eine Meldung als Randnotiz, so sollte Berichterstattung nicht aussehen, denn bei den Kritikern wird auch jedes "Haar in der Suppe" gesucht, um diese in die rechte Ecke zu schieben. Aber eins ist sicher, wir haben schon verloren, bei den Respekt gegenüber unserer Bürger und Ordnungshütern, weil mit Gesetzen für unsere Gesellschaft mit all den Normen und Werten, den meisten illegalen Einwanderern nicht beizukommen ist und einige Asylhelfer und Befürworter stärken den Neubürgern in Rechtsfragen auch noch den Rücken!

  • 23
    3
    Jägermeisterin
    03.08.2016

    sarcastic, ihr Nickname ist Programm. Farbspray ist cool. Edding auch, aber denken sie an die Armlänge...die Armlänge! ;-)

  • 27
    0
    gelöschter Nutzer
    03.08.2016

    Frauen sollten sich nicht Pfefferspray zulegen, sondern zu Farbspray greifen. Auch ein wasserfester Edding passt in jede Handtasche. Entsprechende Markierungen im Gesicht des Täters würden zumindest im Nachgang die Fahndung erleichtern...

  • 20
    10
    Ostwestsachse
    03.08.2016

    Ja hat denn irgendjemand gedacht, dass das ausgerechnet an Limbach verbeigehen sollte? Gehofft vielleicht, aber hoffen und harren macht manchen zum Narren. Dafür werden wir eben zum Polizeistaat...was soll's. Wir hatten ein schönes, lebenswertes und sicheres Land, durch die Politik von Merkels Truppe und ihrer Auftraggeber mit dem dicken Portemonnaie bekommen wir jetzt das, was wir nie wollten, ausgenommen natürlich die "Mainstreamleute" inklusive der "Mainstreammedien".

  • 20
    4
    Soundnichtanders
    03.08.2016

    Ob das alles auf den Bierdeckeln der Frau Köpping steht? Sind das Vorurteile oder tagtägliche Straftaten an deutschen Frauen?



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