Warum der Landesbischof einen Energiebetrieb besucht

Kirchenvertreter haben sich über den Chemnitzer Versorger Eins informiert. Dort interessierten sie besonders zwei Themen.

Schloßchemnitz.

So viel geistliche Aufmerksamkeit ist auch für ein großes Energieunternehmen ungewöhnlich. Eine von Landesbischof Carsten Rentzing angeführte Abordnung der evangelisch-lutherischen Landeskirche hat am Freitag den Chemnitzer Versorger Eins besucht. Zur Delegation, die in der Firmenzentrale an der Straße der Nationen vom Vorsitzenden der Geschäftsführung, Roland Warner, begrüßt und über den regionalen Energiedienstleister informiert wurde, gehörten auch der neue Chemnitzer Superintendent Frank Manneschmidt, Mitarbeiter der Dresdner Bischofskanzlei, der Kirchlichen Männerarbeit der Landeskirche und des Kirchenbezirkes Chemnitz.

In der neuen Netzleitstelle des Unternehmens erklärte Leiter Wolfram Schneider den Gästen, wie die Chemnitzer Strom-, Trinkwasser-, Gas-, Fernwärme- und Fernkälte- netze überwacht werden und auf Störungen reagiert wird. Rentzing fragte unter anderem nach Schutzvorkehrungen vor Cyber-Angriffen. Dafür werde sehr hoher Aufwand betrieben, antwortete Warner. Seit 2017 beschäftige Eins extra einen Ingenieur, der sich nur um IT-Sicherheit kümmere. Nach einer Diskussionsrunde über die Zukunft der Energiewirtschaft besichtigten die Kirchenvertreter den Batteriespeicher am Dammweg.

"Wir besuchen jedes Jahr ein Unternehmen", erklärte der Landesbischof der "Freien Presse". Dabei hätten diesmal zwei Themen besonders im Fokus gestanden: Zum einen interessiere sich die Kirche immer für die Arbeitswirklichkeit der Menschen. Der Versorger Eins sei zudem ausgewählt worden, um sich über die Energiewende zu informieren. Rentzing und auch Manneschmidt zeigten sich beeindruckt von der "technischen Perfektion bei Eins. So etwas bekommt man ja sonst nicht zu sehen", sagte der Landesbischof.

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