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Foto: Tilo Steiner

Warum der Südring-Weiterbau immer noch auf sich warten lässt

Pläne sollen Ende des Jahres zur Bestätigung eingereicht werden - Wann die Bagger anrücken, bleibt offen

erschienen am 17.05.2017

Seit der Fertigstellung des Südrings bis zur Augustusburger Straße warten viele Autofahrer auf den Weiterbau. Gestern informierte der Projektleiter die Stadträte im Bauausschuss über den aktuellen Stand beim nächsten Abschnitt. "Freie Presse" beantwortet wichtige Fragen dazu.

Wann werden die ersten Autos auf dem Südring zwischen Augustusburger und Frankenberger Straße rollen?

Um diese Frage beantworten zu können, müsste man aus einer Kristallkugel lesen können, sagte Projektleiter Werner Breinig von der Fernstraßen-Planungs- und Baugesellschaft Deges gestern den Stadträten. Die Pläne für den Abschnitt sind weitestgehend fertig, wurden dem Bundesverkehrsministerium zur Ansicht vorgelegt und sollen Ende dieses Jahres zur Bestätigung bei der Landesdirektion eingereicht werden. Doch wie lange das damit beginnende Planfeststellungsverfahren dauert, weiß noch niemand. Denn das richtet sich auch nach dem Ausmaß von Widersprüchen und möglichen Klagen dagegen. Breinig rechnet mit einem Baubeginn nicht vor 2020/21. "Einen früheren Termin zu erwarten, wäre absolut unrealistisch", sagte er. Die Bauzeit schätzte er grob auf drei bis vier Jahre.

Warum dauert das so lange?

Das Vorhaben wurde im Jahr 2003 erstmals in den Bedarfsplan des Bundes aufgenommen, woraufhin die Planungen beginnen konnten. Die Straßenbaubehörde des Freistaates kündigte den Baustart für das Jahr 2015 an, schaffte es aber bis 2013 nicht, die Pläne dafür zur Bestätigung einzureichen. Als die bundeseigene Deges 2013 die weiteren Planungen übernahm, mussten daher viele veraltete Messungen und Gutachten neu in Auftrag gegeben werden. Das hatte eine Verzögerung von etwa vier Jahren zur Folge. Auch der Bau selbst wird aufwendig sein. Von den Gesamt-Kosten von voraussichtlich mehr als 70 Millionen Euro entfallen reichlich 20 Millionen Euro auf mehrere Brücken-Bauten.

Was ist konkret geplant?

Die Strecke soll zwischen Augustusburger Straße und Eubaer Straße weiter vierspurig und zwischen Eubaer Straße und Frankenberger Straße zweispurig mit zusätzlichen wechselseitigen Überholspuren gebaut werden. An der Augustusburger und Eubaer Straße sind Kreuzungen auf gleicher Ebene, an der Dresdner Straße eine Brücke mit Auf- und Abfahrten geplant. Die Beutenbergstraße wird als Brücke über den neuen Südring geführt.

Wo gibt es noch Bedenken?

Anwohner sorgen sich um ihren Lärmschutz. Die Deges will im Bereich der Siedlung an der Walter-Klippel-Straße einen 925 Meter langen und drei bis vier Meter hohen Lärmschutzwall errichten. Ein Haus an der Augustusburger und zwei Häuser an der Frankenberger Straße, die ungeschützt blieben, sollen mit Schallschutzfenstern ausgestattet werden. Damit würden die Grenzwerte eingehalten und mehr sei nicht möglich, so Breinig. (mib)

Informationsveranstaltung für Bürger zum Südring-Weiterbau morgen, 18 Uhr, in der Zeisigwaldschänke , Forststraße 100 .

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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Kommentare
3
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
  • 18.05.2017
    15:30 Uhr

    Zeitungss: Chemnitz ist eben anders, wurde schon in vielen Beiträgen angesprochen, wird in Chemnitz selbst nicht erkannt, aus welchen Gründen auch immer. Wer z. B. UNGEHINDERT Steuergelder für den CFC in den Sand setzen darf, Fortsetzung wird folgen, sollte auch wiedergewählt werden , hat was mit Gewohnheitsrecht zu tun. Gut ist, dass wir ca 60 Km von Chemnitz entfernt sind und somit eine Eingemeindung weitestgehend ausgeschlossen ist. In der heutigen Zeit ist aber auch das nicht sicher, wenn man Kohle braucht.
    Bei der nächsten Wahl könnte einmal durchgekehrt werden, woran ich beim besten Willen wirklich nicht glauben kann. Wir reden (schreiben) zu gegebener Zeit darüber.

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  • 18.05.2017
    00:03 Uhr

    Steuerzahler: @Fsaenge: Genau so ist es! Wenn es um Beseitigung von Fahrspuren und Radwege ginge, würde es wesentlich schneller gehen. Und wer heute sieht, wie viele LKW von der 174 Richtung Autobahn fahren, weiß, dass die abgespeckte Variante kaum ausreichend sein wird. Ja und Chemnitz und das Wahlverhalten? Haben Sie da etwa Hoffnung, dass sich etwas ändert!?

    1 4
     
  • 17.05.2017
    08:43 Uhr

    fsaenge: Bananenrepublik BRD! Die Altparteien sind unfähig. Ob auf Bundes-, Landes- oder kommunaler Ebene. Wie kann es denn sein, dass die Planungen und Umsetzung eines derartigen überschaubaren Projektes eine derart lange Zeit dauert. Wäre die Menschheit schon immer so langsam gewesen, würden wir heute noch mit Faustkeilen durch die Gegend rennen.

    Ich verstehe das echt nicht. Aber die Politiker von CDU, FDP, SPD, GRÜNE und LINKE haben wohl besseres zu tun. Erst eine Reduzierung von vier auf zwei Spuren und dann lässt man sich Zeit, viiiiel Zeit. Manchmal glaube ich, die wollen gar keine Verlängerung des Südrings. Kostet nur Geld und das wird an anderer Stelle gebraucht. Insbesondere zur Umsetzung ihrer höchstpersönlichen Weltanschauung. Da muss eben im für sie unbedeutenden Chemnitz die Infrastruktur warten. Das ist ja auch keine Ausnahme, das ist die Regel, wie der Autobahnanschluss von Chemnitz nach Leipzig zeigt, der ebenfalls mehr als ein Viertel Menschenalter in Anspruch nimmt, oder der noch nicht mal in Aussicht stehende Fernverkehrsanschluss der Bahn.

    Am schlimmsten in diesem Zusammenhang ist allerdings, dass der Chemnitzer Bürger sich trotzdem kurz vor den Wahlen immer wieder von den genannten Verantwortlichen um den Finger wickeln lässt und diese wählt.

    Und ich höre schon wieder die Stimmen: "Die Politiker können nichts dafür, die halten sich nur an Gesetze." Dann frage ich, wer macht denn die Gesetze, wenn nicht die Parlamente, in denen die genannten Verantwortlichen die Mehrheiten haben?

    Naja, letztlich liegt es in der Hand eines jeden Chemnitzers die Politik unter Druck zu setzen und sie bei den nächsten Wahlen abzustrafen.

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