DSDS-Sternchen singt nur noch für den eigenen Superstar

Aktuell verfolgen wieder Millionen TV-Zuschauer, wie Kandidaten bei "Deutschland sucht den Superstar" um die Gunst von Poptitan Dieter Bohlen buhlen. Lisa Wohlgemuth schaffte es 2013 bis ins Finale. Heute ist für sie eine Musikkarriere undenkbar. Aus gutem Grund.

Neundorf.

Sie ist noch immer die quirlige, frech-fröhliche junge Dame, die sich vor drei Jahren mit ihrem erzgebirgischen Temperament in die Herzen von Millionen TV-Zuschauern gesungen hat. Trotzdem hat sich seit Lisa Wohlgemuths erfolgreicher Teilnahme an der bekanntesten Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" viel in ihrem Leben verändert. Sie selbst sagt: "Früher war ich eher ein Naivchen. Ich bin deutlich reifer geworden." Das liegt einerseits an drei abwechslungsreichen Jahren - ohne Stillstand und voller Höhen und Tiefen. Aber vor allem an dem neuen Dreh- und Angelpunkt in ihrem Leben.

Im Oktober des vergangenen Jahres erblickte Töchterchen Majlena das Licht der Welt. Ein einschneidendes Erlebnis. "Früher wollte ich um jeden Preis erfolgreich sein. Doch man vereinsamt in der Musikbranche. Man hat niemanden, mit dem man den Erfolg teilen kann. Heute weiß ich: Geld allein ist nicht alles. Die Menschen, die mir am Herzen liegen, sind das Wichtigste", sagt die 23-Jährige. Deshalb zog sie schon während der Schwangerschaft aus Dresden zurück zu ihrer Familie nach Neundorf, wo sie gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem Großvater in einem Haus wohnt.

Lisa Wohlgemuth ist quasi zurückgekehrt, zurück von einer abenteuerlichen Reise. Nach ihrem zweiten Platz bei der zehnten Staffel von DSDS veröffentlichte die Popsängerin zwei Singles, stieg mit ihrem Debütsong "Heartbreaker" sogar auf Platz 8 der deutschen und österreichischen Charts ein. Sie eilte von Auftritt zu Auftritt, ging auf Tour, spielte sogar im Theater-Musical.

Doch sie litt unter dem Druck. Die Leidenschaft zur Musik ging verloren. Deshalb entschied sich die Neundorferin, etwas Neues auszuprobieren. Ein Angebot von Hitradio RTL im Sommer 2014 kam wie gerufen. Sie wechselte zum Hörfunk, drehte spannende Reportagen. Unter anderem mit Schauspieler Matthias Schweighöfer - ihrer "heimlichen Liebe". Zudem schrieb sie ein Buch: "Dusch dich zum Superstar", ein lustiger Ratgeber, der wasserfest zum Baden geeignet ist. "Es war ein gutes Jahr." Zumal ihr die beste Botschaft noch bevorstand. Sie erfuhr von ihrer Schwangerschaft.

"Das ändert einfach alles." Seit der Geburt steht nur noch Majlena im Rampenlicht. Und Lisa Wohlgemuth geht in ihrer neuen Rolle voll auf: "Ich bin trotz Schlafmangels nie schlecht gelaunt. Ich kann sein, wer ich bin. Das erfüllt mich mehr als irgendwelche Auftritte."

Statt vor großem Publikum singt die 23-Jährige nur noch für ihren eigenen Superstar. "Dadurch habe ich zwar wieder Lust auf Musik bekommen. In die Musikbranche zurückkehren will ich aber auf keinen Fall. Schon eher könnte ich mir vorstellen, eine Kinder-CD aufzunehmen." Auch eine Autobiografie zu schreiben, gehört zu Lisa Wohlgemuths Zukunftsträumen. "Zu erzählen gebe es jedenfalls genug. Es ist schon krass, was man alles so erlebt hat." Gerade jetzt, wenn DSDS im Fernsehen läuft, werden Erinnerungen neu entfacht.

Doch jetzt genießt sie erst einmal die Zeit mit ihrem kleinen Wonneproppen, bevor es nach der Mutterzeit zurück auf Sendung im Radio geht. Bei welchem Sender bleibt vorerst ihr Geheimnis. Keinen Hehl macht die Neundorferin hingegen daraus, dass sie mit dem Vater ihres Kindes nicht mehr zusammenlebt. Aber er kommt regelmäßig zu Besuch, kümmert sich um Majlena. Auch ohne ihn genießt Lisa Wohlgemuth ihr neues Leben.

Weiterer Nachwuchs ist übrigens nicht ausgeschlossen. Doch dazu fehlt ihr noch der passende Mann. "Verzweifelt suchen werde ich deshalb aber nicht. Ich habe alles, was nötig ist, um glücklich zu sein."

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2Kommentare
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  • 1
    1
    torschro
    11.02.2016

    "Heute ist für sie eine Musikkarriere undenkbar. Aus gutem Grund"
    richtig...dieses groteske Gestammel als Musik zu verkaufen, kann nun mal nicht auf Dauer funktionieren...müssen sich die Sachsen eigentlich generell lächerlicher machen als sie eh schon sind?

  • 2
    0
    Pixelghost
    11.02.2016

    U2, Bee Gees, Rolling Stones, Elton John, Phil Collins, Bryan Adams, Bruce Springsteen und Leute ähnlichen Kalibers - das sind Superstars.

    Das was hier am Nasenring durch die TrashTv-Landschaft geschleift wird sind Hupfdohlen - eigentlich sogar eine Beleidigung für diesen Vogel.



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