Direktkandidat für die Bundestagswahl: Alexander Krauß geht für CDU ins Rennen

Entscheidung fiel schneller als gedacht

Ehrenfriedersdorf. Der erste Direktkandidat für die Bundestagswahl nächstes Jahr im Wahlkreis 164 Erzgebirge 1 steht fest: Die CDU geht mit Alexander Krauß aus Schneeberg ins Rennen. Der 40-jährige Landtagsabgeordnete schaffte die Nominierung überraschend bereits im ersten Wahlgang klar mit 199 der 352 gültigen Stimmen. Abgeschlagen seine drei Kontrahenten: der Grünhainichener Günther Schneider (61) mit 76 Stimmen, der Annaberg-Buchholzer Andreas Engert (43) mit 72 Stimmen und die Zschorlauerin Stefanie Rehm (66) mit 5 Stimmen. CDU-Kreischef Frank Vogel hatte gleich zu Beginn der Nominierungsveranstaltung in Ehrenfriedersdorf klar gestellt: "Die Wahl nächstes Jahr wird kein Selbstläufer." Man brauche einen Kandidaten, der die CDU- Positionen am besten rüberbringt. Und man brauche eine geschlossene CDU.

Wie weggeblasen waren schon bei der Nominierungsveranstaltung Verstimmungen, die durch Dutzende CDU-Beitrittsgesuche kurz vor der Wahl insbesondere aus dem Annaberger Raum ausgelöst worden waren. Engert hatte 26 der Anträge höchstpersönlich in der CDU-Kreisgeschäftsstelle abgegeben. Kurz vor dem Nominierungstermin waren deshalb die Bedenken lauter geworden. Vorstandsmitglied Uta Windisch etwa schloss nicht aus, dass es sich um einen Versuch handeln könnte, das Wahlergebnis bei der Kandidatennominierung zu beeinflussen. Womöglich liefere die Antragsflut Anfechtungsgründe für die Wahl, warnte sie Parteichef Frank Vogel. Entschieden wurde deshalb, die Mehrzahl der Anträge zwar erst nach der Nominierungsveranstaltung, aber immer noch im vorgegebenen Zeitfenster zu behandeln.

Mittlerweile ist alles wieder paletti. Alle Konkurrenten sicherten Krauß ihre volle Unterstützung beim Wahlkampf zu.

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