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Ab dem Wochenende 3./4. Februar stehen die Züge der Preßnitztalbahn wieder unter Dampf.

Foto: Lothar Müller

Für Neuen Bahnhof sollen 2018 Weichen gestellt werden

Die Interessengemeinschaft Preßnitztalbahn hat für die nächsten Jahre große Pläne. Damit will sie mehr Gäste nach Jöhstadt holen. Bei Bedarf sollen sie sogar an Ort und Stelle schlafen können - abseits des Gleisbetts.

Von Thomas Wittig
erschienen am 09.01.2018

Jöhstadt. Am Neujahrstag sind sie vorerst das letzte Mal durch das Tal der Preßnitz gedampft. Jetzt können die Stahlrösser der Museumsbahn bis zum Beginn der Winterferien erst einmal durchschnaufen. Der 550 Mitglieder zählenden Interessengemeinschaft (IG) Preßnitztalbahn ist das nicht vergönnt. Sie startet sozusagen mit Volldampf in das nächste Jahrzehnt. Diese zeitliche Vorgabe macht Vereinsvorsitzender Mario Böhme für die Umsetzung des großen Vorhabens unter dem Arbeitstitel "Neuer Bahnhof".

"Unser Ziel ist es, das gesamte Areal rund um den Bahnhof als Endpunkt der Bahn nicht nur aufzuwerten, sondern nach aktuellen Kriterien und Maßgaben touristisch auszubauen", sagt Böhme. Dazu gibt es verschiedene Ideen. Eine heißt Integration eines Museums im Bahnhofsgebäude. Damit sollen vor allem die Besucher angesprochen werden, die wochentags vorbeischauen, wo kein Fahrbetrieb stattfindet. Dazu ergänzend ist für die kleinen Gäste ein bahntypischer Spielplatz geplant. Ganz wichtig sei ferner eine kleine Gaststätte beziehungsweise ein Imbiss. "Gerade Kinder möchten nach der Ankunft hier gern etwas essen und trinken", sagt Böhme. Die Betreibung sieht er dabei durchaus in externer Hand. Zum Großprojekt Neuer Bahnhof gehörten aber auch die Schaffung von weiteren Parkplätzen sowie von Caravanstellplätzen mit den entsprechenden Medienanschlüssen. "Immer mehr Besucher kommen mit Wohnmobilen an und wissen dann nicht, wo sie sich damit hinstellen sollen. Schaffen wir für sie entsprechende Angebote, ist die Chance größer, dass sie länger hier verweilen", kalkuliert Böhme.

Für die Umsetzung all dieser Vorhaben gibt er ein Zeitfenster von fünf bis zehn Jahren vor. Ein genaueres Konzept dafür soll in den nächsten Monaten erstellt werden. Dafür ist die Bildung einer Arbeitsgruppe geplant. Am Jahresende sollen dann konkrete Aussagen zu den einzelnen Vorhaben möglich sein. "Mit einer gewissen Hartnäckigkeit schafft man es durchaus, die Region in den Fokus zu rücken. Und wenn die Leute erst einmal hier sind, sind sie in der Regel alle begeistert, gerade von unserer Landschaft. Wir müssen einfach lernen, selbstbewusster zu kommunizieren, was wir haben", sagt Böhme.

Das ist dem Verein im vergangenen Jahr sehr gut gelungen. Durch die zahlreichen Veranstaltungen anlässlich der Jubiläen "125 Jahre Preßnitztalbahn" und "25 Jahre Museumsbahn" konnten etwa zehn Prozent mehr Fahrgäste im Vergleich zu den Vorjahren begrüßt werden. "Zudem haben weitere Besucher den Weg nach Jöhstadt gefunden, die nicht mit der Bahn gefahren sind, aber etwa an der Wanderung entlang der 1912 geplanten Trasse Jöhstadt-Weipert teilgenommen haben. Sie alle sind Multiplikatoren, die hoffentlich Mundpropaganda für uns betreiben. So etwas ist unbezahlbar", sagt Böhme. Und weil im Jubiläumsjahr viele der Veranstaltungen - die sich bis runter nach Niederschmiedeberg und Wolkenstein erstreckt haben- überaus gut angenommen worden sind, sollen einige wiederholt werden.

Zunächst aber wirft erst einmal ein ganz anderer Höhepunkt seine Schatten voraus. Märklin - eines der bekanntesten Unternehmen der europäischen Modelleisenbahnbranche - begeht zu Pfingsten bei der Preßnitztalbahn die offizielle Veranstaltung zu 50 Jahre Lehmann-Garten-Bahn oder kurz LGB. "Dass sich Märklin ausgerechnet für Jöhstadt entschieden hat, ist schon etwas ganz Besonderes", betont Böhme. Zum Verschnaufen bleibt also wirklich keine Zeit.

 
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