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Der sechsjährige Luca und seine Eltern Mandy und Jens Päckert in der Berline Charité.

Foto: privat

Kindergarten startet Spendenaktion für kleinen Luca

Im Sommer 2017 wurde bei dem Sechsjährigen Burkitt-Leukämie diagnostiziert. Eine Chemotherapie folgte, die gut anzuschlagen schien. Doch nur wenige Tage nach seiner Entlassung musste der Ehrenfriedersdorfer wieder ins Krankenhaus. Die Krankheit war zurück.

Von Denise Märkisch
erschienen am 31.03.2018

Ehrenfriedersdorf. Luca ist sechs Jahre alt. In diesem Jahr soll er mit seinen Freunden aus den Kindergartengruppen der Kita "Sonnenhügel" eingeschult werden. Ein cleverer kleiner Junge, dessen große Leidenschaft Lego ist. Doch im Sommer vergangenen Jahres wurde bei dem kleinen Ehrenfriedersdorfer eine schwere Krankheit diagnostiziert. Die ersten Anzeichen, dass etwas nicht stimmen kann, machten sich im Juli bemerkbar, erzählt seine Kindergarten-Erzieherin Heike Preißler. Luca bekam Ohrenschmerzen, später taten ihm beim Essen Mund und Lippen weh. Auch die Beine und Füße schmerzten, der Sechsjährige schwitzte, bekam Rückenschmerzen, konnte kaum noch aufrecht gehen. Im Krankenhaus vermuteten die Ärzte zunächst, dass sich Luca mit dem Epstein Barr Virus - Erreger des Pfeifferschen Drüsenfiebers - infiziert hat. Doch kurz darauf kam die erschreckende Diagnose: B-Zell Leukämie vom Typ Burkitt. Diese Krebsart gilt als sehr bösartig und schreitet mit rasanter Geschwindigkeit voran.

Schon kurz nach der Diagnose begann daher die Chemotherapie im Chemnitzer Klinikum. "Sie schlug an", so Preißler. Luca ging es besser. Er konnte wieder gut laufen und wurde im November schließlich aus dem Krankenhaus entlassen. Doch nicht einmal eine Woche später war die Krankheit zurück. Von Chemnitz aus wurde Luca an die Berliner Charité verlegt. "Dort wurde den Eltern die Möglichkeit geboten, dass Luca an einer speziellen Studie teilnimmt." Mit Erfolg, die Grunderkrankung konnte so weit zurückgedrängt werden, dass eine Stammzellentransplantation möglich wurde. Seine Eltern Mandy und Jens Päckert kamen als Spender allerdings nicht infrage. Glücklicherweise wurde über die Spenderdatenbank ein geeigneter Kandidat gefunden. Am 7. März, acht Monate nach der Diagnose, erfolgte die Transplantation.

Lucas Eltern sind in Berlin die ganze Zeit an seiner Seite. Sein kleiner Bruder Leo (3), der ebenfalls die Kita "Sonnenhügel" besucht, wird von seinem Opa Jürgen betreut. Ein Kraftakt für die gesamte Familie. Doch es gibt Hoffnung. Luca habe die Stammzellentransplantation gut überstanden. "Er kann wieder sitzen und spielen", berichtet seine Erzieherin, die mit den Eltern in engem Kontakt steht und Luca auch immer wieder Fotos von seiner Kindergartengruppe schickt. Doch die Gefahr einer Infektion sei noch sehr groß, weshalb der Sechsjährige abgeschirmt wird. 60 Tage Quarantäne. Die Hälfte ist fast geschafft und von Tag zu Tag geht es dem kleinen Patienten besser. Doch der Weg ist noch weit.

Genau aus diesem Grund wollen die Kinder und Erzieher der Kita "Sonnenhügel" helfen und am besten gleich die gesamte Stadt mit ins Boot holen. Auch wenn sich derzeit alles um die Gesundheit von Luca dreht und nichts wichtiger ist, Rechnungen müssen trotzdem bezahlt werden. Im Hintergrund läuft der Alltag weiter. Also soll ab sofort Geld gesammelt werden, um die Familie zu unterstützen. Bei Dana Clauß, Leiterin der Kita, laufen die Fäden zusammen. Sie hat schon mit Gewerbetreibenden, Vereinen, der Stadt und vielen mehr gesprochen. Alle haben Unterstützung angeboten. "Wir wollen die Stadt mobilisieren." Auch Thomas Hänel aus Jahnsbach, der eine sehr erfolgreiche private Spendenaktion für krebskranke Kinder ins Leben rief, ist dabei. Dana Clauß und er sind Freunde, da lag es nahe, seine Kontakte und Ideen zu nutzen, erzählt sie. Und der Jahnsbacher war sofort dabei.

Bis zum Kindertag am 1. Juni wird nun gesammelt. Auch die Kinder des "Sonnenhügels" sollen eingebunden werden. Sie basteln unter anderem Namenskettchen, auf denen Luca zu lesen sein wird. Im Gespräch sind außerdem ein Trödelbasar, ein Benefizkonzert und -lauf. Auch Spendendosen werden aufgestellt und ein Konto eingerichtet. Und natürlich hoffen alle, dass Luca bald wieder nach Hause kommt.

Spenden für Luca: Wer spenden möchte, kann sich an Dana Clauß von der Kita "Sonnenhügel", Max-Wenzel-Straße 2-4, Ehrenfriedersdorf wenden. Kontakt: 037431 2714 oder kita-sonnenhuegel@stadt-ehrenfriedersdorf.de.www.freiepresse.de/thomhilft

 
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