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Michael Reinhold (l.) und Andy Looß reißen im ehemaligen Erblehngericht Altes raus, damit Neues entstehen kann.

Foto: ERZ-Foto/Georg Ulrich Dostmann

Schuften für den Traum: Im Erbgericht entstehen Wohnungen

2015 kaufte Sylvi Walther das denkmalgeschützte Haus in Mildenau. In diesem Jahr soll der Ausbau beginnen. Doch zuvor muss Altes raus.

Von Denise Märkisch
erschienen am 13.02.2018

Mildenau. Bausünden der Vergangenheit gibt es im ehemaligen Mildenauer Erblehngericht viele. Eingezogene Wände, begradigte Fußböden, Kamine und Co - all das lastet auf der historischen und denkmalgeschützten Lehngerichtsdecke im Erdgeschoss. Diese zu erhalten und zu rekonstruieren, das Haus, das zuletzt als Kinderheim diente, wieder mit Leben zu füllen und ein kulturelles Angebot zu schaffen, haben sich Sylvi Walther und Michael Reinhold zur Aufgabe gemacht. Der Raum mit der historischen Decke könnte später für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden. Unter anderem gibt es die Idee, daraus einen Trauraum zu machen. In den beiden Obergeschossen sollen bis zu 15 Wohnungen entstehen. Auf Letzterem liegt derzeit der Fokus.

Die Sanierung und der Ausbau des Erblehngerichtes ist eine Aufgabe, die einen langen Atem benötigt und mindestens genauso viel Muskelkraft. Hunderttausende Euro werden benötigt, allein um Wohnungen für Senioren und Familien entstehen zu lassen. Um Kosten zu sparen, haben die Privatinvestoren daher beschlossen, die Vorbereitungen für den Innenausbau selbst zu übernehmen. Seitdem reißt Michael Reinhold alte Fußbodenbeläge, abgehangene Decken, Aufbauten ... raus. Nur so kann die tatsächliche Bausubstanz des historischen Hauses bewertet werden. Und diese sei gar nicht so schlecht. Die alten Balken seien in einem guten Zustand, und seitdem die Dachrinne instand gesetzt wurde, ist es auch trocken, erzählt Sylvi Walther, die das Haus 2015 kaufte. Auf böse Überraschungen stießen die Investoren bisher jedenfalls noch nicht. Und je mehr nachträgliche Eingebauten verschwinden, desto mehr wird auch die Lehngerichtsdecke entlastet. Michael Reinhold, der seit einigen Monaten von Mitarbeiter Andy Looß unterstützt wird -allein war das Mammutprojekt einfach nicht mehr zu stemmen -, hofft, dass diese Arbeiten im Mai abgeschlossen sein werden.

In Kürze sollen zudem die aktualisierten Planungen des Architekturbüros so weit sein, dass sie bei der Baubehörde eingereicht und die Baugenehmigung erteilt werden kann. Erst dann können Fördermittel Darlehn beantragt werden. Steht die Finanzierung, kann der Innenausbau starten.

Kulturell hat sich das Erblehngericht bereits zu einer festen Größe entwickelt. Vom 30. Juni bis 1. Juli findet beispielsweise zum 4. Mal das Ritterfest statt.

 
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