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Die neuen Blitzer an der Autobahnauffahrt Zwickau-West

Foto: A. Wohland

Autobahnabfahrt Schneeberg: Neuer Blitzer blitzt wie verrückt

Vier Super-Blitzer stehen erst seit kurzem an dem Kontenpunkt der A 72. Doch seither haben die Anlagen schon hunderte Tempoverstöße registriert. Ein Verkehrsexperte hofft, dass sich das schnell herumspricht.

Von Uta Pasler
erschienen am 02.12.2017

Zwickau/Schneeberg. Die Investition scheint sich zumindest finanziell gelohnt zu haben: Die vier neuen Super-Blitzer an der Kreuzung zur Autobahnauffahrt Zwickau-West und Schneeberg, die sowohl Rotlicht- als auch Tempoverstöße erkennen können, blitzen wie verrückt. Dem Landratsamt Zwickau zufolge wurden die Tempoblitzfunktion am 15. November, der Rotlichtblitzer am 21. November scharf geschaltet. Die ersten Ergebnisse: Innerhalb von nur 14 Tagen wurden 1500 Tempoverstöße und binnen einer Woche 120 Rotlichtverstöße registriert.

"Wir waren selbst erschrocken, als wir die Zahlen sahen", sagte jetzt Landratsamtssprecherin Ines Bettge. "Normal ist das nicht." So viele Verstöße gibt es an keinem Blitzer des Kreises, versicherte sie. Damit fuhren quasi täglich 17 Menschen bei Rot über die Kreuzung. Laut Bußgeldkatalog müssen die Ertappten mit wenigstens 90 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen. Zudem passierten folglich 107 Menschen die Kreuzung tagtäglich schneller als die Polizei erlaubt.

Eine detaillierte Auswertung der Blitzergebnisse liegt im Kreisordnungsamt noch nicht vor. Für das Ordnungsamt sind die Zahlen aber Beweis genug, wie notwendig dort Kontrolle ist. "Mit Sicherheit gab es in der Vergangenheit viele Unfälle wegen überhöhter Geschwindigkeit", schlussfolgerte Bettge. Die Kreuzung nahe Hirschfeld ist seit Jahren ein Unfallschwerpunkt. Allein in den Jahren 2012 bis 2016 krachte es dort 28 Mal. Es gab insgesamt 14 Verletzte und Sachschaden in Höhe von mehr als einer Million Euro. Das Landratsamt unternahm Einiges, um den Unfallschwerpunkt zu entschärfen, änderte Ampelphasen, brachte gelbe Vorblinker an, stellte Tempo-50-Schilder auf. Nichts fruchtete. Es krachte einfach weiter.

Daher beschloss der Kreistag, dort gut 300.000 Euro in die Hand zu nehmen - für eine stationäre Geschwindigkeits- und Rotlichtüberwachungsanlage am Knoten der beiden Staatsstraßen. Jens Möse, Vorsitzender der Verkehrswacht im Zwickauer Land, reagierte überrascht angesichts der vielen Blitzerfotos: "Dann sind diese vier Säulen aber auch völlig zurecht dort installiert worden. Bleibt zu hoffen, dass es sich schnell rumspricht." Es sei richtig gewesen, dass der Landkreis so viel Geld in die Hand genommen habe - für Verkehrsüberwachung und -erziehung.

Das Zwickauer Landratsamt hatte bei der Anschaffung dieser Laser-High-Tech-Anlage mit zunächst rund 240.000 Euro an Einnahmen jährlich gerechnet. Das könnte nun deutlich mehr werden. (mit nkd)

 
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