Grundschulförderverein stellt sich neu auf

In Bockau will ein rühriges Quartett viel für die Erst- bis Viertklässler im Dorf erreichen. Dazu braucht es Energie - und Mitstreiter. Ideen gibt es einige.

Bockau.

Das Vergangene ruhen lassen und durchstarten zum Wohl der Kinder: Der Grundschulförderverein Bockau hat sich neu formiert und der vierköpfige Vorstand viel vor. "Wir gehen das mit Herz an", so die Vorsitzende Franziska Ludwig, deren Sohn die erste Klasse besucht. "Eine Grundschule direkt im Ort - davon träumen viele Eltern. Wir haben diesen Luxus. Und sollten für alle das Beste daraus machen." Dabei gehe es um die Kinder. Zuletzt waren die Aktivitäten des Fördervereins begrenzt. Das hatte verschiedene Ursachen - und vielleicht war die Luft nach Jahren des Engagements einfach raus. Unter anderem vielleicht, weil die Verantwortungsträger zuletzt selbst keine Kinder mehr an der Schule hatten. "Das ist völlig normal", gesteht Ludwig, die wie ihre Mitstreiter keineswegs nachtreten, sondern einfach nach vorn schauen will. "Uns geht es um die Zukunft", sagt sie und meint mit "uns" Gemeinderat Marco Reinhold sowie die Mütter Yvonne Landgraf und Schulsprecherin Nancy Georgi. Das Quartett verfolgt vor allem ein Ziel: mehr Eltern ins Vereinsboot zu holen. "Es scheuen sich viele, obwohl ich nicht verstehe, warum das so ist", sagt Landgraf.

Der Jahresbeitrag sei mit 6,14Euro machbar für jeden. Dennoch sind von 65 Mitgliedern im Förderverein die wenigsten - nämlich gerade einmal ein Dutzend - Eltern der aktuell 72 Bockauer Grundschüler. "Es sind Gründungsmitglieder oder Großeltern zum Beispiel", so Ludwig. Doch gerade auf die Mütter und Väter wolle man verstärkt setzen. "Es muss keiner Angst haben, mit Aufgaben überschüttet zu werden." Kleine Dinge bewirken schon viel. "Etwa mal einen Kuchen backen." Weitere Ziele seien neue T-Shirts und Hosen für den Sportunterricht, das Verzieren der Fußböden mit Kinderspielen wie Twister zum Pausenvertreib, neue Tischkicker und mit Namen bestickte Schürzen für den Werkunterricht für alle Erstklässler. "Spielsachen wie Fußballtore und Luftroller wollen wir ebenfalls anschaffen." 2019 soll Ende Mai oder Anfang Juni wieder ein großes Familienfest steigen. Schülerlotsen auf der Schneeberger Straße und ein solides Ganztags-Angebot sind weitere Baustellen. "Es fehlen Ehrenamtliche, die etwa in Sachen Fußball oder mit Tanz und kreativen Dingen Kurse füllen", so Ludwig.

Das bestehende Angebot reiche derzeit schon weit - von Holzwürmern über Koch- und Klöppelkurs bis hin zu Wintersport. Insgesamt will sich der Verein moderner vermarkten, zum Beispiel mit Internetseite und Profil in sozialen Netzwerken. "Wir wollen so Förderer gewinnen, ein Wir-Gefühl erzeugen", so Nancy Georgi, der bereits ein erster großer Wurf gelungen ist: Für Ende April ergatterte sie einen Termin mit dem renommierten Projektzirkus Hein, der das Leben der Erst- bis Viertklässler eine Woche lang artistisch auf den Kopf stellen wird.

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