Josef Stalin sorgt für Ärger in Sosa

Mit der Öffnung der Talsperrenkrone vor einem Jahr wurde eine Tafel zugänglich, um die sich Jahrzehnte keiner geschert hatte. Nun keimt eine Debatte um Mörder, Demagogen und Bilderstürmer auf.

Sosa.

Der Stalin, sagt Joachim Hebenstreit (66), sei einer der größten Massenmörder der Geschichte gewesen. "Der Mann hat mehr Russen umgebracht als im Weltkrieg an der Front gefallen sind." Den einstigen SED-Chef Walter Ulbricht und den DDR-Ministerpräsidenten Otto Grotewohl nennt Hebenstreit Demagogen. Die Namen der drei Männer auf einer Ehrentafel lesen zu müssen, empfinde er als Beleidigung.

Die Tafel ist an einer Felswand neben der Staumauer der Trinkwassertalsperre Sosa festbetoniert. In bestem Propagandadeutsch ist auf ihr ein kurzer Abriss des Baus zu lesen, der als ungeheurer Kraftakt des frisch gegründeten Arbeiter- und Bauernstaates galt. Die Talsperre Sosa war das erste zentrale Jugendobjekt der FDJ. Wann immer später Jugendbrigaden in die Aufbauschlacht der jungen Republik geworfen wurden, erinnerten Ideologen an die erstaunliche Leistung von Sosa.

Am Ende des Tafel-Textes werden Ulbricht, Grotewohl und "der große Stalin" namentlich erwähnt. Die beiden DDR-Staatsmänner, weil sie bei der Grundsteinlegung beziehungsweise bei der Einweihung zugegen waren. Der Sowjetdiktator, weil sein Geburtstag das Zieldatum der Fertigstellung war. "Es ist unverschämt, Leute, die sich dort abgerackert haben, in einem Nebensatz zu erwähnen, solche Hampelmänner aber groß hervorzuheben", findet Hebenstreit. Er hat deshalb an das sächsische Kultusministerium geschrieben, jedoch nur die Antwort erhalten, man sei für Schulen zuständig. "Ja, aber wie erkläre ich diese Tafel einer Schulklasse, die wissen möchte, warum dieser Massenmörder hier geehrt wird?", sagt Hebenstreit. Er stammt aus Zwickau und lebt heute bei Würzburg in Bayern.

Zuständig ist die Landestalsperrenverwaltung (LTV) Sachsen. Vor einem Jahr, als die Öffnung der Mauerkrone für den Besucherverkehr bevorstand, hat man sich dort Gedanken über die Tafel gemacht. Es wurde entschieden, das historische Relikt nicht anzutasten. Stattdessen bekam die verwitterte Gussplatte einen neuen Anstrich. Die Behörde steht zu ihrer Entscheidung. Die Tafel sei ein Stück Geschichte und werde nicht entfernt, sagt LTV-Sprecher Ronny Wecke. "Ohne die damalige Regierung hätte es die Talsperre Sosa vermutlich nicht gegeben."

Joachim Hebenstreit würde die Tafel am liebsten einschmelzen, in den Augen von Sosas Ortsvorsteher Tobias Unger wäre das aber Bilderstürmerei. "Es handelt sich um ein historisches Dokument", sagt er. "Seine Meinung kann sich doch jeder selbst bilden. Zensur hatten wir lange genug." Unger fände eine Zusatz-Plakette gut, die den Kontext erläutert, also zum Beispiel, wann und warum die Tafel dort angebracht wurde. Aber die LTV hält das nicht für erforderlich. Die Geschichte rund um die DDR und die FDJ sollte doch bekannt sein, heißt es von dort.

Fraglich ist, ob der Disput damit ausgestanden ist. "Es gab auch schon andere Kritiken in dieser Richtung", sagt Tobias Unger. "Ich denke, damit werden wir uns wohl demnächst im Stadtrat noch ernsthaft auseinandersetzen müssen."


67 Jahre nach der Einweihung: Dieser Text auf der Bronzetafel ist heute umstritten

"Auf Beschluß des sächsischen Landtages wurde im Mai 1949 der Bau dieser Talsperre begonnen. Trotz größter Wassernot wurde in der kapitalistischen Profitwirtschaft nichts unternommen, um die erzgebirgischen Städte und Dörfer mit Trinkwasser zu versorgen. Erst nach der Zerschlagung des Faschismus, aufgerufen durch die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands, entfaltete sich die Masseninitiative der Werktätigen.

Die dabei gezeigte neue Einstellung zur Arbeit und die hervorragende kollektive Zusammenarbeit zwischen Arbeitern und Ingenieuren fand ihren Ausdruck in freiwilligen Sondereinsätzen aus dem ganzen Lande, wobei rund 89.000 Arbeitsstunden geleistet wurden. Ein freiwilliger Sondereinsatz von 3000 Volkspolizisten gab den Auftakt zu diesen Aktionen. Vorbildliche Leistungen vollbrachte auch die FDJ, die durch ihren Enthusiasmus die älteren Kollegen mitriß. Eine Auszeichnung von über 300 Aktivisten, 2 verdienten Aktivisten und 1 Helden der Arbeit, die 200 umfangreichen freiwilligen Normerhöhungen und die Anwendung neuer Arbeitsmethoden, insbesondere beim Winterbau, waren das stolze Ergebnis, das die Baustelle der Talsperre Sosa zum ersten Volksbau der Deutschen Demokratischen Republik erhob. In Verbindung damit erfolgte der Bau von insgesamt 40 km Rohrleitung, einer Trinkwasseraufbereitung, 4 Hochbehältern mit insgesamt 18.500 cbm Inhalt, eines Pumpwerkes sowie von 10 km Überleitungen aus dem Tale des Sosabaches und der großen Bockau.

Im Juni 1950 erfolgte die Grundsteinlegung durch den stellvertretenden Ministerpräsidenten Walter Ulbricht. Am 19. Dezember 1951 wurde nach der Erfüllung des Aktivistenplanes, der sich die vorfristige Fertigstellung zum Geburtstage des großen Stalin zum Ziel gesetzt hatte, der Staubetrieb aufgenommen und durch den Ministerpräsidenten Otto Grotewohl das Bauwerk eingeweiht."

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
14Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 1
    1
    Hankman
    16.06.2018

    @Freigeist14: Genauso war es. Die Volkskammer zog damals fluchtartig um - wenn ich mich recht entsinne, in das frühere ZK-Gebäude, das im Übrigen viel stärker mit Asbest belastet war als der Palast. (Ein Fun-Fact am Rande, der natürlich heute weitgehend verdrängt wurde.) In den 90er-Jahren gab es im Palast der Republik eine jahrelange, gründliche Asbest-Sanierung. Denn ohne diese wäre der Abriss zu riskant gewesen. Aber nach der Sanierung war das Gebäude weitgehend "clean" - man hätte es also stehen lassen und einer neuen Nutzung zuführen können. Das war jedoch politisch nicht erwünscht. Daran muss ich immer denken, wenn an die unselige Sprengung der Leipziger Universitätskirche 1968 erinnert wird.

  • 3
    1
    Freigeist14
    14.06.2018

    acals@ ob Ihnen meine Polemik gefällt oder nicht ,kostet mich ein Lächeln. Asbest ist schädlich,wenn er mechanisch behandelt wird. Von Bauarbeiten im Palast im Sommer `90 ist mir bisher nichts bekannt. Die Flucht aus dem Plenum war politisch motiviert .Daran gibt es keinen Zweifel. Nach dem Platzen der SPD/Allianz f.DTL.-Koalition gab es moralisch eh´kaum ein Halten noch. Dieses unwürdige Verhalten heute schönzureden fällt eher unter relativierendes Gedöns der Kohl-Jünger.

  • 2
    5
    acals
    14.06.2018

    Herr Freigeist - Sie geben sich ja wirklich allergroesste Muehe als Populist wahrgenommen zu werden.
    Ich kann das nicht (wirklich) nachvollziehen.
    Bezeichnen Sie Verweise auf der hier diskutierten Tafel als propagandistisches Gedoens was dem Zeitgeist
    geschuldet war (ich gebe Ihnen ja Recht) - dann wollen Sie doch mit Ihren Anmerkungen zum Asbest nicht gleich wieder propagandistisch auftreten.
    Oder doch? Der Eindruck vertieft sich, dass die Geister die Sie riefen ihnen erheblich zusetzen.

    Sie haetten sich also 08/1990 vor die Volkskammer gestellt und gesagt: Meine Damen und Herren, ich versichere Ihnen und gebe Ihnen
    mein Ehrenwort das es sich bei der Asbestthematik um reinen Populismus handelt und das fuer Ihr Leib und Leben keine Gefahr ausgeht.
    Ich kann so sprechen weil .... (und hier bitte ein Grund angeben der ueber Pleonasmen erhaben ist).

    Es haette auch damals eine hervorragende Alternative gegeben: Ihre Kollegen der SED/SED-PDS/PDS haetten doch einfach weiter in diese Volkskammer
    gehen koennen. Haette man Zugang verweigert stand die Moeglichkeit offen sich den Schluessel einzuklagen - da dieser Ort der angestammte
    Regierungssitz ist. Wenn es u.U. keine Chance auf Schluesselherausgabe gegeben haette - so haette doch alleine dieser Versuch
    gezeigt aus welchem Holz welche Person geschnitzt ist - und das Ihre Kollegen tatsaechlich keine Gefahr gesehen haben.
    Aber ueber einen solchen Versuch liegen mir keine Daten vor. Ihnen?

    Was mich aber betroffen macht: Eine chemische Verbindung ist gut - eine andere kann boese sein? Oder eine chemische Verbindung ist mal gut, mal boese?
    Also: Fuer mich ist das populistisches Gedoens in Reinkultur!

  • 5
    1
    Hankman
    13.06.2018

    @Deluxe: Ich stimme Ihnen in vielen Punkten zu. Was die Sprengung der Leipziger Universitätskirche 1968 betrifft, bin ich mir aber nicht sicher. Musste die wirklich nur als Symbol weg? Ich glaube nicht. Es ging auch darum, Baufreiheit zu schaffen für den neuen Uni-Komplex. Die Kirche war einfach auch dem damaligen blinden "Fortschrittsglauben" im Weg. Man hatte damals einfach noch keine Ehrfurcht vor solchen historischen Gebäuden (die kam später zurück, noch in der DDR). Ich bin in den 80ern an der Uni ein- und ausgegangen. Wenn man wirklich hätte alles weghaben wollen: Wieso dann die schönen Epitaphe aus der Unikirche in den Schaufenstern am Seminargebäude? Wieso die Glocke im tristen Uni-Innenhof? Die Sprengung war ein Frevel, keine Frage. Aber die Motive waren vielschichtig.

    Die Nachwelt nahm Rache, indem Teile des Uni-Komplexes später abgerissen und andere bis zur Unkenntlichkeit modernisiert wurden. Es ist gut so, wie es dort heute aussieht. Aber natürlich erfolgte auch diese Umgestaltung teils aus ideologischen Gründen. Man wollte die "sozialistische Universität" unkenntlich machen. Das ist wohl einfach so, man tilgt die Zeugnisse einer Geschichte, die einem missfällt. Heute wie damals.

    Ach so, und im Übrigen: Auch heute werden Kirchen gesprengt oder abgerissen. Vor allem im Westen, wo es einfach zu viele gibt für die sinkende Zahl an Kirchengliedern. Manchmal fallen sie auch der Braunkohle zum Opfer - wie Anfang des Jahres der schöne Immerather Dom. Dabei ging es nicht um Ideologie, sondern ums Geldverdienen mit der Kohle. Aber darüber regt sich kaum einer auf. Was für eine Doppelmoral ...

  • 8
    2
    Freigeist14
    13.06.2018

    Die Asbest"verseuchung" des Palasts der Republik war ein willkommener Anlass,sich diesem Gebäude zu entledigen. Guten Asbest findet man nach wie vor im Westberliner IC-Center.Dort gab es auch keine unwürdige ,überstürzte Flucht ,wie im August 1990 die Abgeordneten der DDR-Volkskammer.

  • 4
    2
    acals
    13.06.2018

    @Deluxe: ich verstehe Ihren Punkt. Letzlich fiel der Abrissbeschluss des PdR unter Regie/Mehrheit einer rot-gruenen Bundesregierung. Das macht es mir zumindest etwas schwerer zuzustimmen das es -derWesten- war der -demOsten- eines drueberziehen wollte. Ich kann auch die gutachterliche Stellungnahme zum Asbest nicht einschaetzen und moechte gerne unterstellen das (auch) diese Regierung Vor- gegen Nachteile abgewogen hat.

  • 7
    3
    Deluxe
    13.06.2018

    @acals:
    Das Berliner Stadtschloß war zum Zeitpunkt seiner (zweifellos fragwürdigen) Sprengung eine Kriegsruine, die quasi nur noch aus ein paar Außenwänden bestand.
    Der Palast der Republik war ein völlig intaktes, voll funktionierendes Gebäude, das man durch die vorgeschobene Asbest"sanierung" erst zur Ruine gemacht hat, um es dann dem politischen Willen gemäß abreißen zu können.
    Das nenne ich durchaus Bilderstürmerei. Denn es war eine solche - der Westen wollte ein Symbol der DDR loswerden.

    Denn wäre es wirklich um Asbest gegangen, hätte man dutzende andere Gebäude genauso abreißen müssen. Das ICC in Westberlin zum Beispiel und viele andere öffentliche Bauten im Westen auch. Bei keinem dieser Gebäude war aber die Asbestbelastung jemals ein Vorwand zum Abriß.

    Genau nach dem selben Prinzip hat die DDR 1968 die Universitätskirche in Leipzig beseitigen lassen. Das Symbol sollte weg - nicht mehr und nicht weniger. Ein intaktes, obendrein historisch wertvolles Gebäude wurde aus rein politischen Gründen vernichtet.

    Nun bekommen wir in Berlin die Kopie der Stadtschloß-Fassade mit völlig ahistorischem Innenleben. Wozu? Mein Weg ist das nicht.

    Ich wäre auch gegen den Wiederaufbau der Frauenkirche in Dresden gewesen, wenn an deren Stelle ein intaktes neueres Gebäude gestanden hätte. Gute, gesunde Bausubstanz abreißen um etwas wieder aufzubauen, das im Endeffekt niemand braucht ist nie der richtige Weg. Das aber ist beim PdR passiert - aus politischen Gründen.

    Und aus den selben Gründen möchte Herr Hebenstreit die Bronzetafel an der Talsperre Sosa loswerden. Hoffentlich siegt die Vernunft der Verantwortlichen über diesen von ihm erhofften Kulturfrevel.

  • 5
    0
    acals
    13.06.2018

    Herr Freigeist: Das unterschreib auch ich Ihnen.

  • 11
    2
    Freigeist14
    13.06.2018

    Das erste FDJ-Jugendobjekt war tatsächlich 5 Jahre nach Kriegsende eine enorme Leistung. Das propagandistische Gedöns herum muss man dem Zeitgeist schulden. Die Tafel sollte als Denkmal erhalten bleiben-denn sie steht im Kontext mit der Talsperre.Gedenken heißt nicht huldigen oder beschönigen. Schlimm,wenn Menschen heute mit Schaum vor Mund nichts aus der Geschichte lernen und Bilderstürmerei betreiben wollen.

  • 5
    0
    acals
    13.06.2018

    @Deluxe: Ich gebe nahezu komplett Recht. Sie geben an, dass es Bilderstuermerei ist wenn " ... Universitaetskirchen ..." gesprengt werden. Andererseits, dem Palast der Republik ging ein Gebaeude voraus, dessen finale Sprengung auch international Proteste ausloeste. Es ist nicht einfach zu entscheiden ob das original gestuermte Gebaeude wieder aufgebaut oder das auf dessem Boden errichtete erhalten bleiben soll. Ich tendiere hier zum Aufbau des Schlosses, da ja alternativ das hoechste Gebaeude Deutschlands (fertig in 1969) weitraeumig von seinen Erbauern kuendet.

    @Interessierte: Weiter unten hat jemand geschrieben

    " ... was sich hinter "Stalin" etc versteckt ist fuer Nachwachsende und Interessierte schnell, umfassend und korrekt herausfindbar ..."

    Google wird zum Faktenchecken auch Ihnen helfen wenn Sie z.B. "Stalinsche Saeuberungen" eingeben.

  • 1
    4
    Interessierte
    13.06.2018

    Dieser Herr Hebenstreit - schreibt sicherlich auch hier im Forum mit , zu dem Stalin als größter Mörder kamen hier schon öfters mal derartige Äußerungen ...

  • 7
    2
    Deluxe
    13.06.2018

    Dieser Herr Hebenstreit war zur Wende 38 Jahre alt. Hat er da noch in der DDR gelebt oder ist er schon vorher gen Westen verduftet? Das wäre durchaus interessant für eine Bewertung dessen, was er von sich gibt.

    Ja, er ist ein Bilderstürmer. Einer von der Sorte die glauben, Geschichte lasse sich durch Vernichtung von Zeitzeugnissen und Dokumenten verbessern. Sollte er in der DDR Probleme gehabt haben, was ich beinahe vermute: Diese Probleme verschwinden nicht, indem er persönliche Rache an einer Bronzetafel nimmt! Einschmelzen - welch eine Idee! Diktatoren aller Art ließen auch unliebsame Kunst einschmelzen, Bücher verbrennen, Bilder als entartete Kunst entwerten oder Universitätskirchen sprengen. Herr Hebenstreit, merken Sie etwas? Sie wollen das selbe tun, was Sie den Demagogen vorwerfen.

    Aber Stalin bleibt wer er war, auch wenn man diese Platte einschmilzt.

    Wie man es Schulklassen erklären soll?
    Ganz einfach - als historisches Zeitdokument, das in dieser Eigenschaft unbedingt erhaltenswert ist. Es wurden schon viel zu viele Zeugnisse dieser Epoche vernichtet - oft genug aus politischen Motiven, eben aus Bilderstürmerei. Der Palast der Republik ist ein trauriges Beispiel - aber es gibt noch vieles mehr vom Straßennamen bis zum Denkmal.

    Laßt diese Tafel in Ruhe dort, wo sie ist und nehmt sie als das, was sie ist. Ein Zeitdokument, ein Zeugnis ihrer Epoche.

  • 7
    1
    Hankman
    13.06.2018

    Stalin war ein Massenmörder und übler Diktator, keine Frage. Aber dass er mehr Russen umgebracht habe, als im Zweiten Weltkrieg an der Front gefallen sind, ist natürlich völliger Quatsch. Ich weiß nicht, wo der Herr diese These aufgeschnappt hat. Die Idee mit einer Plakette oder zusätzlichen Tafel, die das metallene Relikt einordnet und aus heutiger Sicht die Geschichte der Talsperre erklärt, fände ich aber nicht schlecht.

  • 3
    1
    acals
    13.06.2018

    Es ist natuerlich nicht korrekt zu sagen, dass Stalin mehr Russen umgebracht hat als im WK2 an der Front gefallen sind. Stalin brauchte dazu ein Werkzeug, und auf dieses hat er selber verwiesen (Tod von Lenin, Machtuebernahme Stalin):

    " Genossen! Wir Kommunisten sind Menschen von besonderem Schlag. Wir sind aus besonderem Material geformt. Wir sind diejenigen, die die Armee des großen proletarischen Strategen bilden, die Armee des Genossen Lenin. Es gibt nichts Höheres als die Ehre, dieser Armee anzugehören. "
    ("Prawda" Nr. 23, 30.Januar 1924.)

    In der Tafelsache selber: Die Tafel sollte unbedingt erhalten werden. Ich wuerde nicht mal Zusatzkommentare angeben, den Namen Stalins sollte man aber "blutrot" einfaerben. Was sich dann hinter "Stalin" etc versteckt ist fuer Nachwachsende und Interessierte schnell, umfassend und korrekt herausfindbar, da hat die LTV Recht.



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...