Jubiläum mit Organisten der ersten Stunde

Die Bergstadt feierte mit 20 Jahre Jehmlich-Orgel - Weitere Konzerte folgen

SCHNEEBERG.

Es war noch im vorigen Jahrhundert, als 1998 die große Zeit der Schneeberger Orgelmusik mit einem Werk von Johann Sebastian Bach begann. 20 Jahre nach der Weihe der Jehmlich-Orgel enthielt das 1. Konzert der Jubiläumsspielzeit erneut Werke von Bach. Der Abend in der St.-Wolfgang-Kirche begann mit einem Renner des Repertoires, das auch Friedrich Kircheis eine Woche vorher im Konzert mit Ludwig Güttler gespielt hatte: Präludium und Fuge a-Moll BWV 543.

István Ella, der das erste Konzert 1998 spielte, verlieh auch diesmal diesem Werk die entsprechende wuchtige Würde, und ebenso der Toccata und Fuge F-Dur BWV 540. Was schon beim Eröffnungskonzert bestaunt werden konnte, die durchdringende Basskraft unter anderem der 32-Fuß-Zungenpfeifen, brachte er auch diesmal mit flinken Pedal-Soli zur Geltung.

Kantor Alexander Ploß erinnerte vor dem Konzert daran, dass der Ungar den damaligen Orgelförderverein um dessen Vorsitzenden Karl Henselin unterstützt hatte, dem früheren Bürgermeister der Bergstadt. Der Orgelförderverein war 1994 gegründet worden. Inzwischen ist der unermüdliche István Ella Träger des Ritterkreuzes der Ungarischen Republik.

Im Mittelpunkt des Jubiläumsabends stand in einer Orgelfassung das Orchestervorspiel zum großen Oratorium "Die Legende von der heiligen Elisabeth" von Franz Liszt. Das überirdisch schwebende Elisabeth-Thema wurde in der Art von Wagners "Lohengrin" in feierlichem Erlösungston zum Monument überhöht und verlosch zuletzt. Ideal für die Akustik in St. Wolfgang mit ihrer langen Nachhallzeit. Auch im ersten Konzert 1998 war ein Werk von Liszt erklungen.

Vom ungarischen Komponisten Frigyes Hidas (1928-2007) waren zum Abschluss des Jubiläumskonzertes aus einer Sonate das Wiegenlied und die Toccata zu hören. Das liedhaft schlichte Wiegenlied mit seinen traumverlorenen Umspielungen war eine Entdeckung.

Mit einer Zugabe endete das Konzert. Weitere Konzerte zum Jubiläum folgen.

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