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Detlef Süß (hinten rechts) vom Kinderparadies Süß in Aue veranstaltet zum Stadtfest Magic, ein Kartenspiel. Mitorganisator ist Mirko Rudolph (vorn).

Foto: Georg Ulrich Dostmann

Kartenspieler laden zum Mitmachen ein

Es sollte nur ein Spiel für zwischendurch werden. So konzipierte Richard Garfield das Kartenspiel "Magic". Heute fesselt es bereits Millionen Fans. Zum Auer Stadtfest gibt sogar ein Schau-Spielen.

Von Georg Dostmann
erschienen am 14.07.2017

Aue. Spielend in eine Fantasiewelt eintauchen? Dabei denkt mittlerweile jeder an Computerspiele. Dass das heutzutage auch noch anders möglich ist, wird zum Auer Altstadtfest am Freitag ab 18 Uhr und am Samstag und Sonntag, jeweils ab 11 Uhr, in einem derzeit leerstehenden Laden am Altmarkt demonstriert. Die Gruppe namens "Wizards of the Toast" veranstaltet zu den genannten Zeiten ein öffentliches Schau-Spielen des Kartenspiels "Magic: The Gathering".

"Aktuell besitzt unsere Gruppe etwa 50 Mitglieder. Mit der Aktion wollen wir vor allem auch neue Mitglieder gewinnen", erklärt Mitorganisator Mike Rudolph. Zusammen mit anderen Kartenspielern gründete er 2009 "Wizards of the Toast". Seitdem treffen sich die Kartenspieler jeden Freitag in Lichtenstein, um die richtigen Karten zu zücken. Seit diesem Jahr können sie jeden Freitag auch in Aue ihrer Leidenschaft frönen. Dazu mieteten sie sich extra eine freie Wohnung über dem Geschäft des Kinderparadies' Süß am Altmarkt in Aue an. "Wir haben sie zu einem Spielraum umgebaut, der Platz für bis zu 25 Personen bietet", sagt Mike Rudolph.

Bereits in den Jahren 1992/93 wurde "Magic: The Gathering" für Spieler ab 13 Jahren von dem US-Amerikaner Richard Garfield erfunden. Das Kartenspiel eignet sich für alle Altersgruppen, ist allerdings auch sehr komplex, sodass durchaus ein Strategiedenken wie beim Schach gefragt ist. 2013 gab es nach Herstellerangaben über zwölf Millionen Spieler und Fans weltweit. "Jeder Spieler beginnt mit einer gewissen Anzahl an Karten und 20 Lebenspunkten. Das Ziel des Spiels ist es, die Lebenspunkte des Gegners auf Null zu reduzieren", erklärt Mirko Rudolph. Dies lässt sich durch eine strategisch clevere Kombination von verschiedenen Kartentypen erreichen. Aktuell existieren über 14.000 verschiedene Karten für das Spiel. Seltene und alte Karten kosten dabei teilweise um die 4000 Euro und mehr. "Weltweit gibt es etwa eine Handvoll Spieler, die alle Karten besitzen", schätzt der 42-Jährige aus Bad Schlema.

Am diesem Wochenende wird die Gruppe erstmalig mit einem neuen Set von 184 Karten spielen. Beim öffentlichen Schau-Spielen dürfen Interessierte das Kartenspiel allerdings auch selbst ausprobieren und erhalten dazu ein kostenloses Starter-Set.

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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