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Echte Raritäten: Mitarbeiterin Antje Henkel (l.) mit einem Transistor-Elektrokardiograph NEK205 und Eva Werner mit einem Langzeitdiktiergerät "diktina" vom Messgerätewerk Zwönitz.

Foto: ERZ-Foto/Georg Ulrich Dostmann

Letzte Chance zum Bestaunen technischer Raritäten

Das Technische Museum in Niederzwönitz wird dieses Jahr komplett umgebaut. Doch vorher holen die Mitarbeiter ein paar Schätze aus dem Archiv.

Von Georg Dostmann
erschienen am 09.02.2018

Zwönitz. Im Technischen Museum Papiermühle in Niederzwönitz stehen umfangreiche Sanierungsarbeiten an. Doch bevor es richtig losgeht, werden bis zum 25. Februar vorerst letztmalig die Ausstellung "Wohnung der 1950er-Jahre", Produkte des Messgerätewerkes sowie Zwönitzer Volkskunst gezeigt. Die Exponate befinden sich in Räumen, die vom Umbau betroffen sind.

Zukünftig soll es Sonderausstellungsräume geben, in denen die Exponate neu arrangiert werden. Ob dann alle alten Objekte zurückkehren, ist allerdings noch offen. "Und während der Bauzeit können wir diese leider nicht ausstellen", erklärt Museumsmitarbeiterin Antje Henkel. "Es ist also die letzte Chance."

Die Produkte des Messgerätewerks sind dabei echte Hingucker. Der Betrieb wurde 1944 von fünf Siemens-Mitarbeitern aus Berlin ins Leben gerufen. "Während der 1980er-Jahre hatten sie bis zu 2000 Mitarbeiter und waren damit der größte Arbeitgeber in Zwönitz", erzählt die 41-Jährige. Die Firma hat unter anderem Tonbandgeräte, Fernschreiber und Medizintechnik hergestellt, darunter als erster Betrieb überhaupt die Künstliche Niere. Am Sonntag, 11. Februar, werden mit Klaus Epperlein und am 18. Februar mit Hans Geißler, jeweils in der Zeit von 12 bis 17 Uhr, zwei ehemalige Mitarbeiter im Museum zu Gast sein, um über ihre Zeit im Messgerätewerk zu berichten.

Der Umbau der Papiermühle erfolgt in insgesamt zwei Bauabschnitten bei laufendem Musemsbetrieb. Der Startschuss für den ersten Bauabschnitt fällt im zweiten Quartal dieses Jahres und wird bis Ende 2019 andauern. "Wir rechnen für den ersten Abschnitt mit Kosten in Höhe von etwa 402.000 Euro, wovon 80 Prozent Fördermittel sind", sagt Bürgermeister Wolfgang Triebert (CDU). Dabei werden die Ausstellungsräume neu gestaltet und die Konzeption überarbeitet. Zudem wird der historische Baubestand, wie das Wasserrad sowie Türen und Fenster, saniert. Des Weiteren werden die Fußböden im Ausstellungsbereich, teilweise die Holzbalken im Fachwerk und Dachstuhl sowie die historischen Wandbeschichtungen überholt. Von Feuchtigkeitsschäden befallene Bauteile werden ausgetauscht, die Haustechnik wird erneuert und das Wirtschaftsgebäude mit neuem Sitzen ausgestattet.

Der zweite Bauabschnitt startet im dritten Quartal 2018 und soll zwei Jahre später abgeschlossen sein. Die geplanten Kosten belaufen sich auf über 1,12 Millionen Euro, wovon 85 Prozent mit Fördermitteln bestritten werden sollen. Es werden der Kopfbau und die Handschöpfwerkstatt zu einem pädagogischen Zentrum rund um den Museumsbereich ausgebaut. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Umgestaltung des Museumseingangs. Das betrifft unter anderem die Garderoben sowie die Verkaufs- und Präsentationsfläche. Weiterhin werden das Treppenhaus verlegt, die Anlagentechnik und die Heizung erneuert sowie die Außenanlagen aufgewertet.

 
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