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Jasmin Uhlig (links) und Gaby Puschbeck beim Aufhängen von Blättern an den Demenzbaum. Damit soll das Fortschreiten der Krankheit anschaulich gezeigt werden.

Foto: ERZ-Foto/Georg Ulrich Dostmann

Schüler erklären Umgang mit Demenz

Die Krankheit ist für Angehörige eine große Herausforderung. Im BSZ Schneeberg wurden viele Tipps gegeben. Auch die Biografie ist wichtig.

Von Georg Dostmann
erschienen am 12.01.2018

Schneeberg. Wie kommuniziere ich mit Demenzkranken? Wie wirkt sich ihre Erkrankung auf ihr Ess- und Trinkverhalten aus? Und wie sollten sie beschäftigt und gepflegt werden? All diese Fragen wurden gestern Besuchern innerhalb einer Informationsveranstaltung zum Thema "Leben mit Demenz" im Beruflichen Schulzentrum in Schneeberg beantwortet. Diese wurde in Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt Erzgebirge und angehenden Altenpflegern im dritten Lehrjahr durchgeführt.

Kerstin Klöppel, Projektmitarbeiterin bei der Awo, erklärt: "Die Schüler möchten damit ihr Wissen an Lehrer, Mitschüler sowie Angehörige von Demenzerkrankten weitergeben." Insgesamt gab es acht verschiedene Stände, die von jeweils zwei Schülern betreut wurden und die sich mit unterschiedlichen Themen befassten. "Unser Ziel ist es, die Gäste für das Thema zu sensibilisieren und ihnen aufzuzeigen, wie man sich gegenüber Demenzkranken verhält", so die 34-Jährige. Innerhalb des Unterrichts hatten die Auszubildenden Flyer erstellt, die jeder mit nach Hause nehmen konnte.

Gaby Puschbeck und Jasmin Uhlig hatten sich dabei mit dem Thema "Kommunikation mit Demenzerkrankten" beschäftigt. "Ohne Kommunikation wäre ein harmonischer Tagesablauf für die Betroffenen nicht mehr möglich. Das Ziel sollte es immer sein, eine gute Beziehung aufrecht zu erhalten", erklärt Jasmin Uhlig. Dies sei beispielsweise mit einer Biografiearbeit möglich. Die 22-Jährige sagt: "Altenpfleger sollten über die Vergangenheit ihrer Patienten Bescheid wissen, um auf bestimmte Verhaltensweisen entsprechend reagieren zu können."

Gaby Puschbeck gab den insgesamt rund 80 Besuchern wertvolle Tipps zum Umgang mit Dementen auf den Weg. Sie sagte, dass man keinesfalls die Betroffenen mit Fehlern und Defiziten konfrontieren dürfe. Das Wichtigste sei ein ruhiger und taktvoller Umgang, Vertrauen und Verständnis.

Außerdem sollten Demenzerkrankte nicht wie Kinder behandelt werden. "Ein weiterer wichtiger Punkt ist es, dass die Gefühle des Kranken erkannt und respektiert werden. Dies ist zum Beispiel durch den Einsatz von Lob und Bestätigung möglich. Des Weiteren sollten Wünsche bezüglich Nähe und Distanz anerkannt werden", sagt die 51-Jährige.

Um den Gästen die vier verschiedenen Phasen der Demenz zu erklären, haben sich die beiden etwas ganz Besonderes einfallen lassen - einen Demenzbaum. Jasmin Uhlig erzählt: "Dieser symbolisiert das Gedächtnis eines Erkrankten. Dabei stellen die Blätter dar, wie immer mehr Gedanken und Fähigkeiten im Laufe der Zeit verloren gehen, indem sie auf den Boden fallen."

Künftig sind weitere Infoveranstaltungen geplant, zum Beispiel zum Tag der offenen Tür im BSZ sowie auf dem Marktplatz in Schneeberg.

 
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