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Steffen Schmidt, Horst Schwotzer und Uwe Przybylski (v.l.), Chef des Fördervereins "Freude am Radfahren", sind am Samstag mit allerlei Putzzeug auf ihre Räder gestiegen.

Foto: Ralf WendlandBild 1 / 3

Winterdreck weg - alle packen mit an

Das Wetter hat optimal mitgespielt zum diesjährigen Frühjahrsputz. Am Samstag waren etliche große und kleine Erzgebirger auf den Beinen, um Wander- und Radwege oder ihre Wohngebiete sauber zu machen. Doch eine Gefahr sehen alle.

Von Katja Lippmann-Wagner und Ralf Wendland
erschienen am 16.04.2018

Schwarzenberg/Aue/Markersbach. Nahezu überall sind am Samstag die Besen geschwungen worden. Etliche private Grundstückseigentümer nutzten den trockenen, sonnigen Tag, um rund um ihre Grundstücke den Winterdreck zu beseitigen: Da will altes Laub entfernt werden, Reste von Streugut müssen von den Gehwegen und Straßenrändern gefegt werden, und es wurden Blumen gepflanzt.

In fast jedem Ort hatte man zum Frühjahrsputz aufgerufen. So auch in Schwarzenberg. Die Stadtverwaltung hatte dazu eigens in Absprache mit der Landkreisentsorgung nicht nur eine kostenfreie Annahme von Kehrgut vereinbart, sondern auch in den Ortsteilen zusätzlich Container aufstellen lassen. Dieses Angebot wurde rege genutzt.

Der Frühjahrsputz im Schwarzenberger Stadtteil Sonnenleithe - mitinitiiert durch das Bürgerbüro - hat sich voll und ganz gelohnt. Die etwa 20 engagierten Helfer füllten am Ende mehr als zwanzig blaue Müllsäcke mit dem Winterdreck. Zudem fanden die Helfer auch so einiges an Sperrmüll, der schon wieder illegal entsorgt worden war. Das ist ein leidiges Problem, das allen Freiwilligen sauer aufstößt. Und die meisten sehen die Gefahr, dass aufgrund gestiegener Entsorgungsgebühren dieses Müllproblem in den nächsten Monaten weiter wächst.

Diana Tilp vom Bürgerbüro zeigte sich über die große Zahl der Helfer erfreut: "Der Frühjahrsputz ist auch eine Imagefrage. Jeder soll sich hier wohlfühlen, und der Stadtteil soll sauber und einladend wirken." Außerdem komme man dabei gut miteinander ins Gespräch, und sie erfahre, was den Bewohnern so auf der Seele brennt. "Aber nicht nur wir waren im Einsatz", betont sie. Auch die Bewohner von der sozialtherapeutischen Wohnstätte sowie die Mädchen und Jungen der beiden Schulen hätten sich bereits in der Woche zuvor intensiv am Putz beteiligt.

Mit großen Müllsäcken und noch viel größerem Enthusiasmus sind am Samstagmittag gut 30 vorwiegend junge Mitglieder des Erzgebirgszweigvereins Markersbach zur Müllwanderung ums Unterbecken aufgebrochen. Eine Aktion, die der Nachwuchs der EZV schon seit vielen Jahren im Frühjahr startet. "Insgesamt 13 Säcke voller Müll, alte Rohre, einen verrosteten Grill und einen alten Ofen haben wir gefunden", heißt es am Ende von Anette Sandmann, der Vorsitzenden des Markersbacher Zweigvereins: "Dort wo Parkplätze und Bänke sind, findet man leider wieder mehr Müll." Zwei Stunden waren die emsigen Sammler unterwegs. Nach der Arbeit schloss sich der vergnügliche Teil der Aktion an: Am Fritzsch-Rundblockhaus wurde gegrillt und Kuchen gegessen.

Zum Frühjahrsputz entlang des Mulderadwegs zwischen Aue und Bockau hatten sich am Samstag eine Handvoll Helfer sowie Mitglieder des Fördervereins "Freude am Radfahren" getroffen. Der Förderverein hat die Aktion, die in Bockau gestartet wurde, angeschoben. Ausstaffiert mit Müllbeuteln, Eimern und Handschuhen haben sich die Rad-Fans ans Werk gemacht. Neben der klassischen Art der Müllbeseitigung - im Sinne von Bücken und Aufheben sowie Kehren - haben die Frühjahrsputzer per Drahtesel auch alle Infotafeln und Wegweiser entlang des Radweges gereinigt. Im Gepäck hatte Andrea Teubner, die Schatzmeisterin im Förderverein, dafür sogar Glasspray und Putzlappen.

Geschafft habe man viel, aber bei Weitem nicht alles, lautete das Fazit nach den ersten Stunden. Ein weiterer Frühjahrsputz-Termin steht für den 21. April schon fest. In der Zeit von 9.30 bis 12 Uhr will man ein weiteres Mal gemeinsam zupacken. Treffpunkt ist das Radwegekreuz Blauenthal. Geplant ist, Bänke sowie den überdachten Rastplatz zu säubern und zu streichen. Das Material dafür wird zur Verfügung gestellt.

 
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