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Mit Hemd, Supermarktschürze und Jackett: Alexander Krauß kassiert Gert Bernhardt ab.

Foto: Jan Görner

Abgeordneter als Supermarkt-Kassierer

Alexander Krauß hat sich gestern als Verkäufer versucht. Den Kunden fiel der prominente Mitarbeiter erst gar nicht auf.

Von Georg Müller
erschienen am 07.02.2018

Olbernhau. Katharina Porstmann ist aufgeregt. "Ach was, das war ein Bundestagsabgeordneter", fragt sie. "Ich dachte, er wär ein Azubi." In ihrem Einkaufswagen liegen Brot, Tomaten und Äpfel. Abkassiert wurde die 62-Jährige von Alexander Krauß (CDU), der gestern im Olbernhauer Edeka-Lebensmittelmarkt für einen guten Zweck ein Minipraktikum absolvierte. Katharina Porstmann lobt: "Er war sehr nett."

Während zu Beginn der halben Stunde Andrang herrscht, ebbt er mit der Zeit deutlich ab. So wird der Kassensturz vorgezogen. Waren im Wert von 584 Euro hat Alexander Krauß über den piepsenden Scanner gezogen. Da der Lebensmittelhändler großzügig aufrundet, sind es am Ende 800 Euro, die an den Verein Schwimmteam Erzgebirge gehen. Dessen Vorsitzender Alexander Steiner freut sich. Mehr als 700 Mitglieder hat der Verein, darunter rund 500 Jugendliche. Beim Schwimmtraining in den Bädern entstehen Kosten. Der Verein kann die Spende daher gut gebrauchen.

Alexander Krauß gerät an diesem Tag jedenfalls nur kurz ins Schwimmen: "Der Beruf ist anspruchsvoll. Man muss sich viele Nummern merken." Ist an Äpfeln kein Strichcode, wird an der Kasse die zugehörige Nummer eingetippt. Krauß hatte damit seine Mühe. "Er könnte bei uns anfangen", gibt sich Verkäuferin Yvonne Schlieder gnädig. "Ich bin ja gerade nicht auf Jobsuche. Aber mir gefällt, dass man mit vielen Menschen Kontakt hat", sagt Krauß.

Genau dieses Ziel verfolgt Edeka-Sprecher Phillipp Hennerkes. Die Frage, ob es sich bei der Aktion um einen PR-Gag handelt, verneint er. Und Lobbyismus? "Eher politische Aufklärung." Die Kette wolle auf die Politik positiv einwirken. So seien für den Einzelhandel etwa Steuern und Baurecht wichtige Themen.

Kunde Gert Bernhardt kann damit gut leben: "Es ist gut, wenn die Politiker mal an der Basis sind." Knapp eine halbe Stunde an der Kasse sei allerdings viel zu kurz. "Zwei, drei Tage wären besser."

 
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