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Klaus-EkkehardKöhler - Stadtrat

Foto: Jan Görner

Die Folgen des Schulbrands von 1922

Die Kosten für den Umbau der Lauterbacher Grundschule steigen auf 1,4 Millionen Euro. Für Staunen im Stadtrat sorgen die Gründe.

Von Patrick Herrl
erschienen am 07.02.2018

Lauterbach. Eine der derzeit größten Baumaßnahmen Marienbergs wird teurer. Um fast 100.000 Euro auf nunmehr 1,4 Millionen Euro steigen die Kosten für die Sanierung der Grundschule im Ortsteil Lauterbach.

Den Mehraufwand und den daher verschobenen Wiedereröffnungstermin hatte Oberbürgermeister André Heinrich (parteilos) schon zum Neujahrsempfang erwähnt. Davon, dass die neuen Klassenzimmer erst kurz vor der Sommerpause - statt wie ursprünglich geplant im Frühjahr - von Kindern und Lehrern bezogen werden können. Und trotzdem hat es nun zur Sitzung des Stadtrats am Montagabend reichlich Gesprächsbedarf gegeben. Denn der Hauptgrund für die einstimmig beschlossene überplanmäßige Auszahlung in Höhe von 92.000 Euro liegt fast 100 Jahre zurück.

Im Zuge der aktuellen Bautätigkeit wurden die Dachbalken freigelegt. Es ergab sich ein erschreckendes Schadensbild, so André Heinrich. 90 Prozent der Balkenköpfe mussten aufwendig saniert werden, was letztlich die Mehrkosten verursacht. Und: Die Holzfäule arbeite schon viele Jahrzehnte und sei auf den Dachstuhlbrand um 1922 zurückzuführen.

1922? Stadtrat Klaus-Ekkehard Köhler (Bündnis 90/Die Grünen) hakte nach, fragte, ob es sich bei der Jahreszahl um einen Schreibfehler handelt. Schließlich sei es verwunderlich, dass morsche Balken so lange halten. Die Antwort von Michael Gottschalk, Sachgebietsleiter Hochbau und Gebäudeverwaltung, sorgte für Staunen. Nein, das ist kein Fehler, bekräftigte er. Ein Holzgutachter habe vor Ort die Balken untersucht und festgestellt, dass sie tatsächlich schon in den 1930er-Jahren weggefault sind.

Oberbürgermeister Heinrich konnte in der Sitzung dennoch eine gute Nachricht für die Bergstadt mitteilen. Die Mehrkosten sind durch höhere Fördergelder gedeckt. Und der Stadtchef legt sich nach der Anfrage von Stadtrat Wolfgang Jasper (FDP) fest. Zum neuen Schuljahr können die Mädchen und Jungen aus Lauta, Lauterbach, Niederlauterstein und Rittersberg, die seit Sommer vergangenen Jahres übergangsweise in der alten Schule in Gebirge unterrichtet werden, ihre neuen Klassenzimmer beziehen.

 
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