Kleine Kunstwerke auf zerbrechlichen Schalen

Noch ist längst nicht Ostern, doch in der Kleinen Galerie der Stadtwerke in Olbernhau deutet schon alles darauf hin.

Olbernhau.

Rund 150 kunstvoll gestaltete Eier sind derzeit in der Kleinen Galerie der Stadtwerke Olbernhau zu sehen. Geschaffen hat sie seit Ende der 1970er-Jahre die Zöblitzerin Maria Buschmann - und es handelt sich nur um einen Teil ihres Schaffens. "Inspiriert haben mich die bekannten sorbischen Ostereier. Mit meinen beiden damals kleinen Kindern habe ich in der vorösterlichen Zeit die ersten Versuche gestartet", blickt Maria Buschmann zurück und verweist auf einige wenige Exemplare, die von ihrem Nachwuchs gefertigt worden sind.

Anfangs wurden die vorher ausgeblasenen Eier mit ruhiger Hand, Farbe und Pinsel oder auch nur mit Buntstiften bemalt. "Später habe ich dann eine Kratztechnik angewandt", so Maria Buschmann. Dabei verzichtete sie aber, wie bei anderen Verfahren üblich, auf Wachs. "Ich habe die Eier einfach gefärbt und dann mit einem Skalpell die oberste Farbschicht entfernt", erläutert die Zöblitzerin. Einige der in der jetzigen Ausstellung zu sehenden Exemplare sind in dieser Technik graviert. Die überwiegende Mehrzahl wurde allerdings mit Farbe bearbeitet. "Ich bemale die Eier nicht im herkömmlichen Sinne, sondern tupfe die Farbe darauf", erklärt Maria Buschmann. Eingesetzt werden Tempera- oder Acrylfarben. Diese werden mit Holzstäbchen verschiedener Stärke auf die Eierschale getupft. Die anfänglich auch an den Motiven der sorbischen Eier orientierte Gestaltung ist mittlerweile einer eigenen Linie gewichen.

Etwa 30 der kunstvollen Eier hat Maria Buschmann bisher jährlich gefertigt. "Die meisten davon habe ich an Familienmitglieder, Freunde oder Bekannte verschenkt. In diesem Jahr sind aber erst drei neu gestaltete Eier entstanden. Das sind weihnachtlich verzierte Exemplare - extra für diese Ausstellung", so die Hobbykünstlerin.

Weit vor ihrem Interesse für das Verzieren von Eiern entdeckte Maria Buschmann die Fotografie für sich. In früher Jugend erforschte sie mit einfachen Kameramodellen die Natur, verwendete später eine Exa und nutzt aktuell zwei Digitalkameras.

Etwa 60 großformatige Fotos mit Arbeiten der Zöblitzerin runden daher die Ausstellung ab. "Ostern liegt zwischen Winter und Frühjahr. Daher habe ich Fotos ausgesucht, die die Vielseitigkeit der Natur zum Winterende und im Frühling zeigen", erklärt Maria Buschmann.

Die Osterausstellung von Maria Buschmann mit bunt verzierten Ostereiern und Auszügen aus der Fotoausstellung "Entdeckungen im Garten Eden" ist bis zum 13. April in der Kleinen Galerie der Stadtwerke Olbernhau GmbH, Am Alten Gaswerk 1, zu sehen. Geöffnet ist von Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag von 13 bis 18 Uhr.

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