Radweg: Geplanter Brückenabriss stößt auf Kritik

Um ein Bauwerk in Gelobtland dreht sich derzeit die Debatte für das Projekt entlang der B 174.

Marienberg/Reitzenhain.

Frühestens 2017 könnte mit dem Bau des Radweges entlang der B 174 auf der alten Bahntrasse von Marienberg nach Reitzenhain begonnen werden. Wie die Streckenführung aussieht, ist noch unklar. Zumal es zwischen den Planern und der Stadt noch Diskussionsbedarf gibt. Während das Architekturbüro Fugmann und Fugmann den Abriss der Bahnbrücke in Gelobtland befürwortet, gibt es in der Stadt Stimmen, die fordern, das Bauwerk zu erhalten.

Im Technischen Ausschuss hatte Verkehrsingenieur Marc Raithel erste Pläne für den Radweg vorgestellt. Aus Kostengründen und weil die Stadt sonst weitere Grundstücke erwerben müsste, sprach sich Raithel für den Abriss der Gelobtländer Brücke aus. Stattdessen sollen die Radfahrer an Ort und Stelle anhalten, um über die Straße zu kommen.

Doch insbesondere Oberbürgermeister André Heinrich (parteilos), Olaf Martin (FWG) und Ronald Müller (Die Linke) sprachen sich für den Erhalt der Brücke aus. Zum einen sorge das recht niedrige Bauwerk dafür, dass keine Lkw durch den Ort fahren, zum anderen würden Teile des alten Bahndamms, die für den Rückbau vorgesehen sind, als Lärmschutz für die Anwohner dienen, da sich in unmittelbarer Nähe das Sport- und Freizeitzentrum befindet. Heinrich: "Vielleicht sollten wir vielmehr überlegen, die Brücke instandzusetzen." In diesem Fall, so Raithel, müssten jedoch vor Ort Rampen aufgeschüttet werden, um die Radfahrer auf die Höhe der Brücke zu bringen. Wie viel dies zusätzlich kostet, konnte der Ingenieur nicht beziffern.

Nach den jetzigen Plänen wird der geplante Radweg 17,1 Kilometer lang sein. 2,50 Meter breit soll die Asphaltdecke sein, die dann auch zum Beispiel von Inline-Skatern genutzt werden kann. Mit drei Brücken-Abrissen planten die Ingenieure bisher - neben der Gelobtländer Brücke sollen auch die Bogenbrücke Alte Görkauer Straße sowie die Brücke am Anfang der Bahntrasse abgetragen werden. Nach der derzeitigen Vorzugsvariante des Radweges würde zwei mal die B 174 gequert - ein mal durch eine Brücke, einmal durch eine Unterführung.

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