Räucherndes Moped aus Seiffen dampft jetzt auch in Blau

Die erste Räucherschwalbe aus der Werkstatt von Gerd Hofmann hat so eingeschlagen, dass er ein weiteres Modell auflegt. Und zwar in einer ganz besonderen Farbe.

Seiffen.

480-mal hat Gerd Hofmann in seinem Einmannbetrieb in Seiffen eine sahara-braune Räucherschwalbe produziert. Der Vorrat an Einzelteilen sollte eigentlich drei bis vier Jahre vorhalten. "Gereicht haben sie nur anderthalb Wochen. Dann waren alle auf Vorbestellung weg", so Gerd Hofmann, der Inhaber der kleinsten Zweiradschmiede in Sachsen. Damit hätte er nie gerechnet. In die Bundesrepublik, nach Österreich, in die Schweiz und in die Niederlande hat er die Räucherschwalbe verschickt.

Mittlerweile sind mehr als 700 Bestellungen für das neue Gefährt eingegangen. Die erste Auflage in Sahara-braun wird allerdings exklusiv bleiben. Das steht für den Seiffener fest. Die Farbe der zweiten Serie haben die Kunden bestimmt. Im Internet, in Telefongesprächen mit dem Spielzeugmacher und in E-Mails haben sie ihm ihre Geschichten erzählt, warum es gerade als nächstes die atlantik-blaue Schwalbe geben soll. Die Produktion hat bereits begonnen. Die ersten "Simmen" sind bereits fertig. Eine Limitierung wird es diesmal nicht geben. Der Seiffener möchte seine Kunden nicht verprellen.

Dem aufmerksamen Schwalbekenner werden einige Unterschiede zwischen der ersten und der zweiten Auflage auffallen. Das sahara-braune Exemplar entsprach dem Modell KR 51-2. Dieses Kraftrad hatte seinen Auspuff auf der rechten Seite und ein rundes Schlusslicht. Bei der zweiten Auflage befindet sich der Auspuff links, und die Schwalbe verfügt über ein viereckiges Rücklicht, was dem Modell KR 51-1 entspricht. Die Farbe lässt Gerd Hofmann wieder vom Spezialisten Prosol aus Seiffen mischen. Ihre Zusammensetzung hat er von Farbtabellen aus dem Internet.

Zu kaufen gibt es die Schwalbe nur in der Werkstatt und im Online-Shop des Seiffeners. Ideen hat der 47-Jährige noch jede Menge. So wünschen sich seine Kunden schon lange ein Räuchermodell zum legendären Suhler Moped Simson S 51. Auch den Sperber, den Spatz und die Awo könnte er sich rauchend und aus Holz gefertigt vorstellen.

Gerd Hofmann begann mit seinem Kunstgewerbe 1994 im Nebenerwerb. Seit 2003 ist er damit selbstständig am Markt. Etwa 130 Artikel hat er im Sortiment. Momentan bestimmt aber die Räucherschwalbe das Geschehen in dem Einmannbetrieb. Sie gilt als der Verkaufsschlager des Unternehmens.

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