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Tom Helbig, Fred Uhlig und Manfred Stülpner (v. l.) im Wald am Jüdenhain. Dort hat Herwart enorm gewütet.

Foto: Jan Görner

Schäden nach Stürmen müssen zügig beseitigt werden

Besitzer von Privat- und Körperschaftswäldern sind von Herwart und Friederike nicht verschont worden. Der Staatsbetrieb Sachsenforst bietet seine Hilfe an. Und die wird auch angenommen.

Von Jan Görner
erschienen am 14.02.2018

Lauta. Manfred Stülpner fühlt sich am wohlsten in der freien Natur. Das war schon immer so. Ende der 1960er-Jahre hat der Lautaer selbst auf einer Wiese am Jüdenhain 1000 Fichten angepflanzt. Daraus entwickelte sich ein prächtiger Wald. Als der Orkan Herwart am 29. Oktober durch das Erzgebirge fegte, riss er auch viele seiner Fichten um oder brach die Stämme ab. Etwa 60 Festmeter Schadholz hat der Sturm auf dem rund einen halben Hektar umfassenden Areal hinterlassen. Der Wald ist streckenweise nicht einmal mehr begehbar. Überall liegen Fichten kreuz und quer. Die riesigen Wurzelteller der umgeworfenen Bäume sind bis zu drei Meter hoch. Einige Bäume sind nur angeschoben. Das heißt, sie sind teilweise entwurzelt, lehnen an anderen Bäumen und drohen gänzlich umzufallen. Die Schäden selbst beseitigen kann Manfred Stülpner nicht.

"Hier kann man nicht einfach mal mit der Kettensäge durchgehen", sagt der 74-Jährige. Unterstützung hat er in Fred Uhlig gefunden. Dieser leitet im Forstbezirk Marienberg des Staatsbetriebes Sachsenforst das Privat- und Körperschaftswaldrevier Marienberg. Die beiden Männer verschafften sich ge- meinsam einen Überblick über die Schäden und suchten nach möglichen Lösungen. Manfred Stülpner hat insofern noch Glück im Unglück.

"Uns stehen entsprechende Technik und natürlich auch das notwendige Wissen zur Aufarbeitung der Schäden zur Verfügung", so Fred Uhlig. Darauf könnte Manfred Stülpner auf eigenen Kosten zurückgreifen, wenn er will. Dass das Schad- holz schnellstmöglich aus dem Wald heraus muss, weiß der Lautaer genau. Schließlich sind die entwurzelten Bäume buchstäblich ein gefundenes Fressen für den Borkenkäfer.

Der 74-Jährige ist nicht der einzige private Waldeigentümer. "Im gesamten Forstbezirk Marienberg gibt es über 5000 Privat- und Körperschaftswaldbesitzer", sagt der verantwortliche Referent im Forstbezirk, Tom Helbig. Genaue Erhebungen über die außerhalb des Landeswaldes verursachten Sturmschäden gibt es noch nicht. Diesbezüglich ist er auf Meldungen angewiesen. Auch aus diesem Grund plant er eine umfassende Informationsveranstaltung für den 24. Februar. "Wir wollen unter anderem über Themen wie Gefahrenabwehr, Verkehrssicherheit, Arbeitsschutz und über mögliche Folgeschäden sprechen", erklärt Tom Helbig.

Die sächsischen Privat- und Körperschaftswälder sind im Staatsbetrieb Sachsenforst eingebunden. Verantwortung tragen aber die Besitzer. Im Forstbezirk Marienberg gibt es mit Marienberg, Rauenstein, Neuhausen und Freiberg vier Privat- und Körperschaftswaldreviere. Eine Kernaufgabe des Staatsbetriebes ist es, die Besitzer der Privat- und Körperschaftswälder zu beraten. Auf Wunsch erfolgen auch die Planung und Umsetzung verschiedener Maßnahmen durch die Fachleute des Sachsenforsts. Dabei wird die Hilfe der Profis rege in Anspruch genommen, so Tom Helbig. "Die Waldbesitzer, mit denen wir schon lange zusammenarbeiten, wissen das auch zu schätzen", sagt er.

Die Informationsveranstaltung findet am 24. Februar ab 9 Uhr im Gasthof Heinzebank statt.

 
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