Seiffen rangiert veraltete Technik aus

Die Gemeinde rüstet sich für die digitale Zukunft und investiert knapp 25.000 Euro. Ein Kauf ist jedoch nicht vorgesehen.

Seiffen.

Die Gemeinde Seiffen schafft neue Computertechnik an und setzt dabei auf Leasing, also auf einen speziellen Mietvertrag. Das hat der Gemeinderat am Montagabend beschlossen. Die Verwaltung sieht in dem Finanzierungsmodell Vorteile gegenüber einem Kauf.

Bürgermeister Martin Wittig (CDU) warb während des Treffens für die Investition. Die jetzige Technik sei in die Jahre gekommen. Sie werde bereits seit 2013 genutzt. Mit ihrer Hilfe lassen sich im Netzwerk diverse Informationen austauschen, darunter zum Beispiel Daten der Buchhaltung. Kurzum: Sie trägt dazu bei, dass die Verwaltung ihre tägliche Arbeit erledigen kann.

Für die Gemeinde stellte sich zunächst die Frage, ob einzelne Komponenten wie Festplatte oder Arbeitsspeicher ersetzt werden sollten. Jedoch muss alles aufeinander abgestimmt sein. Gelingt dies an einer Stelle nicht, drohen Ausfälle. Hinzu komme, dass die Technik aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung und des zunehmenden Aufgabenumfangs in Zukunft deutlich leistungsfähiger werden müsse, sagte Kämmerer Michael Labuske. Daher entschied sich die Gemeinde für einen Komplettaustausch. Er schließt eine neue Firewall ein - also ein eigenes technisches Schutzsystem, das zwischengeschaltet wird. Es verhindert, dass sich Unbefugte per Internet Zugang zu Daten verschaffen. Nicht Teil der Investition sind die jeweiligen Computer der Verwaltungsmitarbeiter.

Auf rund 415 Euro belaufen sich die monatlichen Kosten. Die Wartung sei inbegriffen, benannte Michael Labuske einen Vorteil. Fünf Jahre lang kann die Gemeinde die Servertechnik nutzen. Hochgerechnet ergibt sich eine Summe von knapp 25.000 Euro. Bei einem Kauf wären rund 22.000 Euro an Kosten angefallen. Zwar hätte die Gemeinde die Technik in diesem Falle schon bald selbst besessen, wegen der stetigen Alterung lohne sich das über längere Sicht aber kaum, hieß es während des Gemeinderates. "Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht", betonte Wittig.

Ein Unternehmen aus Chemnitz soll nun den Zuschlag erhalten. Im August spätestens im September werde die Umrüstung vonstatten gehen, so Labuske. Dies soll über ein Wochenende geschehen, sodass es im Hinblick auf die Verwaltungsarbeit zu keinen maßgeblichen Einschränkungen kommt.

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