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Das ehemalige Glaswerk Pech und Kunte am Verlängerten Dörfelweg in Olbernhau soll abgerissen werden.

Foto: Jan Görner

Stadt will Glaswerk-Baracke in Grünfläche umwandeln

Die ehemalige Fabrik am Stadtrand soll abgerissen werden. 90 Prozent der Kosten finanziert Olbernhau mit Hilfe von Fördermitteln - und kann damit zwei Probleme auf einmal lösen.

Von Sven Wagner
erschienen am 11.01.2018

Olbernhau. Die Stadt Olbernhau will das ehemalige Glaswerk Pech und Kunte am Verlängerten Dörfelweg abreißen. Die Industriebrache am Stadtrand soll in diesem Jahr dem Erdboden gleichgemacht und anschließend in eine Grünfläche umgewandelt werden. Nach Informationen von Olbernhaus Bauamtsleiter Stefan Procksch war Ende Dezember 2017 ein entsprechender Förderbescheid für das Vorhaben eingegangen, sodass es in diesem Jahr losgehen kann. Die Gesamtkosten für den Abriss von knapp 294.000 Euro werden demnach zu 90 Prozent gefördert.

Eigentlich sollte das Gebäude schon vor längerer Zeit weichen. Das Vorhaben musste jedoch aufgeschoben werden. Olbernhau hatte sich bereits 2015 bei einem EU-Förderprogramm um finanzielle Unterstützung für den Abriss der Glaswerk-Baracke beworben. Dem Antrag der Stadt war jedoch nicht stattgegeben worden - unter anderem, weil das Gebäude Eigentum der Glas Pech und Kunte GmbH in der Dörfelstraße ist und nicht der Kommune gehört. Der Plan der Verwaltung, die Fördermittel für den Abriss an das Unternehmen weiterzugeben, ging nicht auf.

Laut Bauamtsleiter Procksch sei die Verwaltung im Zuge der Absage jedoch darauf hingewiesen worden, ihr Vorhaben mit Hilfe eines Förderprogramms zur Brachflächenrevitalisierung zu versuchen. Das habe die Stadt dann auch getan und einen Vorteil gehabt: Procksch zufolge musste der Förderantrag nicht noch einmal komplett neu eingereicht werden. Die Unterlagen lagen der Sächsischen Aufbaubank, die beide Fälle bearbeitet und schließlich grünes Licht gegeben hat, bereits vor.

Voraussetzung für die jetzt zugesagte Förderung ist jedoch weiterhin, dass Olbernhau die Industriebrache vorher von dem Unternehmen Glas Pech und Kunte kauft. Laut Procksch haben sich die Stadt und die Eigentümer auf einen symbolischen Preis von einem Euro geeinigt. Der entsprechende Beschluss über den Kauf ist in einer vorhergehenden Stadtratssitzung gefasst worden. Steffen Günther vom Olbernhauer Liegenschaftsamt bestätigt, dass der Vertrag steht. Es gehe jetzt nur noch darum, einen Termin zur Unterzeichnung zu finden. Das soll Günther zufolge in den kommenden Tagen geschehen.

Der Abriss der Industriebrache bedeute "ein Problem weniger für das Unternehmen und einen Schandfleck weniger für die Stadt", so beschreibt Olbernhaus Bauamtsleiter Procksch die Situation. Zur kommenden Stadtratssitzung sollen sich die Räte mit der Ausschreibung zu den Planungsleistungen für den Abriss befassen - danach werde es an die Arbeit gehen. "Der Abriss erfolgt auf jeden Fall in diesem Jahr", erklärt Procksch.

Ob das gesamte Projekt - also auch die anschließender Begrünung der Brachfläche - bis Ende dieses Jahres komplett über die Bühne gehen wird, steht laut Procksch aber noch nicht fest: "Die Baustelle liegt in einem engen Tal, das macht die Arbeiten nicht einfach." Die Lage sei auch der Grund dafür, dass kein Neubau auf der Fläche vorgesehen ist.

 
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