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Der untere Teil ist schabrackenförmig gestaltet und zeigt Löcher mit Drahtüberresten. Fotos (2): W. Gessner
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Ein Blick in private Fotoalben könnte helfen

Das Restaurieren der beiden kleinen Altargeländer in St. Georgen offenbart ein Rätsel. Wer weiß noch, was als Zierde in den Geländern eingehängt war?

Von Wolfgang Gessner und Beate Kindt-Matuschek
erschienen am 14.02.2018

Schwarzenberg. Wer in diesen Tagen die St.-Georgen-Kirche in Schwarzenberg besucht, kann bereits die ersten Ergebnisse der begonnenen Restaurierung entdecken. Denn neben den zwei Seitenteilen der Altarchorschranke fallen auch die beiden kleinen Geländer, die rechts und links vom Altar stehen, durch ihre neue Farbigkeit auf. Bislang waren auch sie mit schwarzer Farbe übertüncht.

In Verbindung mit den gegenwärtig laufenden Restaurierungsarbeiten an der Altarchorschranke der Kirche wurden auch die Geländer der Restaurierung unterzogen und historische Farbschichten freigelegt. "Außerdem ist dabei festgestellt worden, dass bis in die 1990er Jahre am unteren als Schabracke ausgebildeten Geländerteil Quasten oder ähnliche Teile aus Metall angehängt gewesen sein müssen", sagt Kirchner Jörg Windisch. Entsprechende Löcher und Drahtüberreste am unteren Rand der Schabracken deuten zumindest darauf hin. Leider sei aber Form und Größe der Zierden, die daran hingen, nicht mehr bekannt, da hiervon keine Zeichnungen oder Fotos vorliegen. Aus diesem Grund bittet Pfarrer Rolf Scholz die Sammler historischer Fotos, ihre Bildbestände auf das Vorhandensein von Belegen zu überprüfen, auf denen vielleicht die Geländer zu sehen sind.

Auch ein Blick in private Fotoalben könnte da helfen. Eventuell wurden ja bei Taufen, Konfirmationen oder Trauungen Fotos angefertigt, die mehr oder weniger zufällig genau diese Details zeigen. Fakt ist, dass beim Freilegen der historischen Farbbefunde Löcher und teilweise sogar Drahtüberreste und Haken unter den schwarzen Farbschichten freigelegt wurden. Wer diesbezüglich helfen kann durch Bilder oder Erinnerungen, der möge sich bitte direkt an Pfarrer Rolf Scholz oder Kirchner Jörg Windisch wenden. Hinweise und Kontakte nimmt auch das Pfarramt St. Georgen gern entgegen.

Zurzeit befinden sich die zehn Felder der großen, schmiedeeisernen Altarchorschranke in der Spezialfirma in Wilsdruff. Doch bis September, so hofft Pfarrer Scholz, sollten dann alle restaurierten Teile wieder zurück in Schwarzenberg sein. Inklusive der rechten Tür, die jedoch ein kompletter Nachbau sein wird. Denn sie ist das einzige Teil in dem 1711 von Zacharias Georgi gefertigten Gesamtkunstwerk, das bis heute spurlos verschwunden ist. Über den detaillierten Verlauf der Restaurierung informiert auch eine Tafel im Vorraum der Kirche. Sie gibt außerdem Auskunft über die Finanzierung des Projekts.

 
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