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Die Baustelle für die neue Gasdruckregelstation der Stadtwerke. Die Leitung wird künftig unter der Sohle des Schwarzwassers verlaufen.

Foto: Carsten Wagner Bild 1 / 2

Ein Porsche-Bau und die Folgen

Etwa eine Million Euro investieren die Stadtwerke Schwarzenberg in eine neue Gasdruckregelstation und in das Verlegen von Trassen. Die alte Anlage auf dem Porsche-Gelände geht außer Betrieb - und macht für einen Hallenbau des Autobauers Platz.

Von Frank Nestler
erschienen am 27.06.2017

Schwarzenberg. Seit bei Porsche die Entscheidung für einen weiteren Hallenbau in Schwarzenberg gefallen ist, arbeiten auch die Stadtwerke Schwarzenberg mit Hochdruck daran. Denn für den Neubau muss die Gasdruckregelstation weichen, die historisch bedingt auf dem Gelände der Firma steht. Nach intensiver Vorbereitung seit Februar hat nun die praktische Umsetzung begonnen: am Standort der künftigen Anlage, die an der Robert-Koch-Straße, auf einer Fläche direkt am Schwarzwasser, stehen wird.

"In vielen Gesprächen mit Planern aus Ingenieurbüros ging es um günstige technische und wirtschaftliche Lösungen", sagt Stadtwerke- Geschäftsführer Sascha Wehrmann. "Wir reden hier ja von einem zentralen Knoten der Gasversorgung, von dem aus spinnenartig Leitungen ins Stadtgebiet verlaufen. Wir brauchen also nicht nur eine neue Station, sondern auch neue An- und Verbindungen. So erklärt sich auch die Gesamtinvestition in Höhe von etwa einer Million Euro." Dafür nehmen die Stadtwerke ein Darlehen auf. Eine direkte Auswirkung auf die Gaspreise für Kunden schloss der Geschäftsführer gestern auf Nachfrage aus. "Wir rechnen mit 40 Jahren Nutzungsdauer der Anlage, müssen natürlich die Abschreibung erwirtschaften." Mit der Firma Porsche wurde eine vertragliche Regelung zum Ablösen des bisherigen Duldungsrechts ausgehandelt.

Als Standort für die neue Anlage, die entgegen früheren Bauwerken laut Wehrmann "ungefähr die Größe einer Garage" haben wird, kauften die Stadtwerke die an der Holzbrücke gelegene Grünfläche neben dem früheren Arbeitsamt. "Das Projekt sieht auch eine Flussquerung vor, die Gasleitung verläuft in einem sogenannten Düker unter der Sohle des Schwarzwassers", sagt der Geschäftsführer. "Um in Deutschland so etwas genehmigt zu bekommen - ein sehr aufwendiges Verfahren -, sind intensive Vorarbeiten nötig."

Bitter für die Stadt: Die erst vor einigen Jahren sanierte Robert-Koch-Straße muss im Zuge der Leitungsverlegung noch einmal auf zirka 70 Metern aufgerissen werden. "Wir wissen, dass das Fragen auslöst. Die jetzige Investition war aber beim Herrichten der Straße noch nicht absehbar", so Sylvia Mack, Hauptamtsleiterin im Rathaus. "Im Interesse von Daseinsvorsorge, Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit von Dritten haben wir zugestimmt. Zumal nach den Arbeiten alles wieder in Ordnung gebracht wird." Die Leitungstrasse in Richtung Porsche-Werkseingang führt übers Stadtwerke-Areal an der Robert-Koch-Straße und dann entlang der B 101. "Für diese Baustelle und weitere kleine im ganzen Stadtgebiet, die im Zusammenhang mit dem Vorhaben stehen, bitten wir um Verständnis."

Trotz angespannter Marktlage im Baugewerbe konnten die Stadtwerke für die kurzfristig auszuführenden Arbeiten zwei einheimische Firmen binden, "zum Glück langjährige Partner von uns, die das ermöglichten", so Wehrmann. Bis Anfang September soll zumindest die Umbindung der Gasleitungen bereits erledigt sein. "Bis dahin wird die Versorgung von Erla aus gewährleistet."

 
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Ein Porsche-Bau und die Folgen
Aus Gaswerk wird Regelanlage
 
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