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Der Aufbautaler zeigt das Huthaus, dessen Bau mit seinem Verkauf unterstützt werden soll. Die Medaille ist aus Aluminium und hat eine Erstauflage von 400 Stück.
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Projekt Huthaus: Das Abenteuer im Kuttengrund geht weiter

Zwischen Aue und Lößnitz existiert ein altes Stollensystem. Fast ein Kilometer ist heute wieder begehbar. Dafür haben die Männer von der IG Historischer Erzbergbau gesorgt. Für ihr neuestes Vorhaben sind sie auf Hilfe angewiesen.

Von Mario Ulbrich
erschienen am 14.02.2018

Lößnitz. Der Zeitsprung findet etwa 350 Meter östlich des Kuttenbachs statt. Im Wald zwischen Aue und Lößnitz muss man dafür dem Kuttenweg hügelan zum Begräbnisberg folgen. Nach knapp zehn Minuten erreicht man einen Platz, der einer historischen Bergbausiedlung gleicht. Ummauerte Mundlöcher, hölzerne Kauen, ein Brauchwasserteich. Es ist die Kuttenzeche, das Domizil der Interessengemeinschaft Historischer Erzbergbau Lößnitz.

Vom ausgehenden Mittelalter bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde hier Bergbau betrieben. Besucher können 750 Meter der alten Gänge heute wieder erkunden. Die längste Untertagewanderung dauert eine reichliche Stunde. An einer Stelle geht es dabei auf Leitern 33 Meter steil nach oben - ein Abenteuer!

"Seit 27 Jahren arbeiten wir hier", sagt der Vereinsvorsitzende Jens Hahn (55) aus Zwönitz. "Denke ich an die Anfänge von 1991 zurück, kommt mir diese Zeitspanne fast unwirklich vor." Was der Verein, der heute 26 Mitglieder aus dem Erzgebirge, aus Bayern, Dresden und sogar Bremen zählt, geschaffen hat, ist jedoch handfest. Ein Erlebnisbergwerk zum Anfassen. Bloß eines fehlt noch: ein zünftiges Huthaus.

Zurzeit sitzen die Vereinsmitglieder in einer Mannschaftskaue, kaum größer als eine Baubude. Ein Dutzend Leute passen rein. "Kommen mehr, lassen wir die Tür auf", sagt Bernd Martin (73). Der Auer gehört zu den ältesten Mitgliedern. Bernd Ostandt (53) aus Oberpfannenstiel ergänzt: "Wir bekommen viele Anfragen von Betrieben oder Vereinen, die auf der Kuttenzeche eine Feier ausrichten wollen. Aus Platzgründen müssen wir häufig absagen." Mit dem Huthaus soll dies künftig anders werden.

Die Pläne dafür liegen seit acht Jahren in der Schublade. Auch eine Baugenehmigung existiert. Was fehlt, ist Geld. Etwa 200.000 Euro werden benötigt, um das alte Huthaus, das vor 127 Jahren abgerissen worden ist, weitgehend originalgetreu wieder aufzubauen. "Wir gehen jetzt Klinken putzen, um Firmen als Sponsoren zu gewinnen", sagt Vereinschef Hahn. Zudem hat der Verein einen Aufbautaler herausgebracht, eine große Münze, auf deren Vorderseite das Gebäude zu sehen ist. Die Taler sind aus Aluminium und kosten fünf Euro pro Stück. Würden alle 400 verkauft, bringt das gerade mal ein Hundertstel der benötigten Summe. "Mit dem Taler wollen wir vor allem Werbung für unser Vorhaben machen", sagt Jens Hahn. "Wir planen auch eine hochwertige Auflage aus Silber, die für Numismatiker interessant ist. Aber das ist noch nicht ganz spruchreif."

Steht das Huthaus eines Tages, soll es auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Im Obergeschoss ist eine Dauerausstellung zum Bergbau im Kuttengrund vorgesehen.

Im Kuttengrund gibt es heute Abend eine Sturmlaternenwanderung. Treffpunkt ist 18 Uhr an der Einmündung zum Auer Bärengrund (S 222 nach Oberpfannenstiel). Die Tour führt zum Kuttenhaus. Führungen bietet der Verein jeden Donnerstag (14 bis 18 Uhr) und Samstag (8 bis 13 Uhr) an. Voranmeldungen unter: 03771-319112 oder 037754-59097.

 
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