Puhdys-Sänger kommt, singt und hinterlässt Handabdrücke

Im gediegenen Ambiente ging am Freitagabend im Ratskeller Schwarzenberg die Post ab. Alt-Rocker Dieter "Maschine" Birr kam aber nicht nur zum Musizieren vorbei.

Schwarzenberg.

Er ist eine Institution unter den Ostrockern: Dieter "Maschine" Birr. Das hat sich am Freitagabend auch mal wieder im Schwarzenberger Ratskeller gezeigt. Kaum ein Platz im gediegenen Ambiente des Saals blieb leer. Dabei ist es gerade ein Jahr her, da gastierte der Puhdys-Sänger mit seiner "Talkshow" an selber Stelle.

Birr kam, sang, redete und siegte. Er plaudert aus dem berühmten Nähkästchen. Zum Beispiel, dass es eine Herausforderung gewesen sei, eigene Weihnachtslieder herauszubringen und Konzerte zu machen. "Keiner konnte sich Weihnachtslieder von uns vorstellen. Doch ich hatte eine Ahnung, wie es klingen kann - richtig rockig", sagte Maschine. Auch von einem Filmprojekt mit dem Weltstar Mario Adorf erzählte Birr: "Er ließ den Weltstar nicht heraushängen. Er war sehr offenherzig. Unter der Woche haben wir gedreht, am Wochenende sind wir zu den Konzerten geflogen."

Interessantes hatte Birr auch über das Rocklegenden-Projekt zu erzählen, das Puhdys, Karat und City zusammenführte. Die größten Säle und die größten Freilichtbühnen, unter anderem auch die Waldbühne Schwarzenberg, haben die Rocklegenden schon gefüllt. "Das Besondere ist, dass wir nicht nur hintereinander, sondern tatsächlich miteinander spielen", sagte Maschine und ergänzte: "Wir covern uns auch gegenseitig und gehen uns gegenseitig besuchen."

Als er am Ende des Programms, das aus Gespräch und Musik bestand, die großen Puhdys-Hits anstimmte, hielt es niemanden auf den Stühlen, der ganze Saal grölte. "Alt wie ein Baum" und auch "Hey, wir wollen die Eisbären seh'n" wurden von den Fans lauthals mitgesungen.

Unter die Besucher hatten sich dieses Mal auch Mitglieder des ersten offiziellen Dieter-Maschine-Birr-Fanclubs gemischt, der seinen Sitz in Stollberg hat. Oliver Nobis vom Fanclub hatte alles dafür in Bewegung gesetzt, dass der Auftritt in Schwarzenberg auch für Birr unvergesslich wird. Schon am späten Nachmittag traf man sich.

Dabei übergab "Maschine" an das Stollberger Tierheim Waldfrieden einen symbolischen Scheck in Höhe von 500 Euro. "Das Geld können wir gut gebrauchen", sagt die Leiterin der Einrichtung Susann Scheibner: "Wir sanieren momentan unsere Esse. Sie soll noch vor dem richtigen Wintereinbruch fertig werden. Das Gebäude ist riesig und muss geheizt werden." Zirka 40 Hunde, über 60 Katzen, Schwäne, Rehe, Kaninchen und andere Kleintiere haben im Waldfrieden ihr zwischenzeitliches Zuhause gefunden. Obwohl sich Susann Scheibner über jedes Tier freut, das vermittelt werden kann, gibt es ab Mitte Dezember einen Vermittlungsstopp. "Wir wollen so verhindern, dass Tiere unüberlegt zum Weihnachtsgeschenk werden." Mit Birr kam Scheibner schnell ins Gespräch, denn der Rocker ist ein großer Tierfreund, hat selbst Hund und Katzen zuhause.

Damit aber nicht genug: Oliver Nobis führte Birr zudem mit dem Initiator des sogenannten Fernweh-Parks zusammen, der ein öffentliches Zeichen für grenzenlose Freiheit und Völkerverständigung sein soll. Klaus Beer sammelt die Handabdrücke von namhaften Künstlern und echten Promis, um damit ein Zeichen gegen Rassismus und für eine friedvolle Welt zu setzen. "Es ist ein Symbol: das Händeheben", sagt Beer. Auch von "Maschine" nahm er die Handabdrücke. "Das ist ein Spezialton, ein Geheimrezept, mit dem wir hier arbeiten", sagt Beer und verrät: In absehbarer Zeit soll der Abdruck öffentlich gezeigt werden.

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