Rathaustür zugemauert

Unbekannte haben in der Nacht zu gestern das Portal am Rathaus Beierfeld mit Gasbetonsteinen zugebaut. Zudem wurde das Symbol einer "Identitären Bewegung" aufgesprüht.

Grünhain-Beierfeld.

Nur ein Kopfschütteln hat Bürgermeister Joachim Rudler (CDU) für diese nächtliche Aktion übrig: Als er gestern zum ersten Mal nach seinem Urlaub wieder das Rathaus betreten hat, war die Tür am Haupteingang zugemauert. Mit weißen Gasbetonsteinen und Bauschaum, etwa zwei Meter hoch und 1,50 Meter breit. "Zum Glück geh' ich ja immer zur Hintertür rein", so der Stadtchef, dem seine Mitarbeiter von der Mauer am Portal berichteten.

Das gesprühte Symbol steht für eine "Identitäre Bewegung", die mehrere rechtsextreme beziehungsweise völkische Gruppierung vereint. Ihr Ziel ist nach eigenen Angaben die Aufrechterhaltung einer nationalen und/oder europäischen Identität, die nach ihrer Auffassung von einer Islamisierung bedroht ist. Diese Gruppe ist 2012 in Deutschland entstanden und hat die Farben Schwarz-Gelb zu den Erkennungsfarben erklärt.

"Wir haben die Polizei verständigt und das Ganze gemeldet. Damit wird sich wohl nun der Staatsschutz befassen. Von einer Anzeige wegen Sachbeschädigung habe ich abgesehen", sagt Rudler. Zudem hat der Bürgermeister sich die kleine Mauer genauer angesehen und meint: "Die war bereits vorgefertigt, wurde im Ganzen nur fix hingestellt und am Boden fixiert. Saubere Arbeit."

Jetzt lässt Rudler durch seinen Bauhof prüfen, wo die Gasbetonsteine innerhalb der Kommune verbaut werden können. "Da finden wir schon was. Das ist geschenktes Baumaterial. Hilft uns!"

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