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An allen Zufahrtsstraßen zur Berg- und Klosterstadt Grünhain wurden am Samstag ab Mittag Fahrzeug- und Personenkontrollen durchgeführt.

Foto: Niko Mutschmann

Stadt kann Treffen nicht verbieten

Eine Kampfsportveranstaltung der rechten Szene hat am Samstag in und um Grünhain zu massiven Polizeikontrollen geführt. Das Thema wurde auch im Stadtrat diskutiert.

Von Beate Kindt-Matuschek
erschienen am 13.06.2018

Grünhain-Beierfeld. Fahrzeug- und Personenkontrollen an allen Zufahrtsstraßen von Grünhain haben am Samstag - und weiterführend am gesamten Wochenende - für Aufsehen und Diskussionen in der Region gesorgt. Das Polizeiaufgebot war massiv. Grund für den Einsatz war eine Kampfsportveranstaltung, organisiert von einer rechten Gruppierung aus Chemnitz, im Saal der VEM Grünhain. Die Polizei kontrollierte vorsorglich, hieß es dazu aus dem Haus der PD Chemnitz.

Der Eigentümer der Immobilie, Jürgen Zehnder, habe jedoch nicht gewusst, an wen er da eigentlich vermietet hatte. Das versicherte er gegenüber dem Staatsschutz, dem Bürgermeister und der Presse. "Ich wusste nicht, wer da dahinter steht. Es wurde privat angefragt für einen Boxkampf", so Zehnder gestern.

Am Montag im Stadtrat sah sich CDU-Stadträtin Claudia Queck genötigt, das Thema nochmal offen anzusprechen: "Können wir nichts dagegen tun? Müssen wir als Stadt das dulden?" So die Fragen, die sie in den Raum warf. Bürgermeister Joachim Rudler (CDU) - sichtlich um Sachlichkeit bemüht - erläuterte die ihm zu dieser Veranstaltung bekannten Fakten und Zusammenhänge und betonte: "Nein, verbieten können wir solche Treffen leider nicht. Herr Zehnder ist ein Privatmann, der kann seine Halle vermieten, an wen er will. Es ist nicht schön, aber das muss eine Demokratie aushalten", so die Botschaft des Stadtchefs. Eine Antwort, die Claudia Queck eher enttäuschte. Die Stadträtin hätte sich zudem Rückendeckung durch andere Räte gewünscht. Doch die blieben stumm. Rudler betonte, dass der Hallenbesitzer jetzt schriftlich auf die Anzeigepflicht von Veranstaltungen hingewiesen werde. Anzeigen hieße aber nicht, dass die Stadt eine Genehmigung erteilen müsse. Zehnder versicherte gestern: "Es blieb zwar alles ruhig und friedlich. Aber an die vermiete ich nicht mehr."

 
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