Alte Ziegelei wird Freiluft-Wohnzimmer

Mehr als 1000 Besucher sind während des Wochenendes zum Homeward-Festival auf das Gelände der alten Ziegelei in Niederwürschnitz gekommen. Ob es wieder einmal stattfindet, steht noch in den Sternen.

Niederwürschnitz.

Die Sonne scheint, leckerer Essensduft weht durch die Luft und überall lümmeln sich Menschengruppen auf gemütlichen Sofas oder stehen beisammen, während im Hintergrund Musik läuft. Ein Gefühl von Willkommen sein und Herzlichkeit ist auf dem gesamten Festivalgelände verbreitet: "Zu hören, dass sich alle wohlfühlen und dass alles so toll aussieht, ist wirklich schön", sagt Stephanie Mittelbach, welche das Homeward-Festival mitorganisiert hat, zufrieden und fügt hinzu: "Die Anwohner sind der Hammer, die Polizei hat gestern mal vorbei geschaut und war zufrieden und das Wetter ist auch geil."

Neben toller Musik, die von Punk Rock über Hip Hop bis hin zu Indie reichte und bei welcher ab dem Nachmittag bis in die Nacht hinein abgefeiert werden konnte, hatte das gemütliche Wohlfühl-Festival noch eine ganze Reihe an interessanten Workshops zu bieten. So gab es neben gemeinsamen Gebeten auch viele Fitness- und Kreativkurse wie Armbänder selbst herstellen oder einen Selbstvertrauens-Workshop von Tina Gerlach: "Es geht darum, welchen Wert ich habe, egal was andere über mich sagen. Mein eigener Wert ist mir von der Zeugung her gegeben und für mich als Christ ist der Schöpfer der Hintergrund unseres Seins", so die 36-Jährige, welche vom Homeward-Festival begeistert ist: "Es ist für alle offen und es gibt keine Bedingungen. Ich finde das ganze Konzept einfach cool, dass man eine schöne Zeit hat und nebenbei noch interessante Dinge erfährt. Man verbringt sinnvoll seine Zeit anstatt, zum Beispiel vor dem Computer zu sitzen."

Langeweile konnte an diesem Wochenende auf dem Gelände der alten Ziegelei wirklich nicht aufkommen. Egal ob im Shisha-Zelt ein bisschen entspannen oder sich in der Kunst-Welt von Gemälden junger Künstler aus der Umgebung inspirieren lassen - für jeden war etwas dabei. Sogar eine neue Frisur konnte man sich zaubern lassen. Und wer neue Klamotten brauchte, hatte die Möglichkeit beim "Kleidertausch" seine eigenen Sachen gegen andere einzutauschen. "Mir gefällt besonders die Liebe und die Ruhe der Menschen hier. Außerdem ist es viel sauberer als die meisten weltlichen Festivals, auf denen ich bisher war", erzählt die 33-jährige Petra Budejorska aus der Schweiz, die gerade ihren Freund besucht, der hier wohnt. Sie erzählt außerdem: "Es ist extrem liebevoll eingerichtet und es herrscht ein großes Vertrauen." Die Kinder könnten hier herumlaufen, das sei wirklich schön.

Obwohl sowohl die Veranstalter als auch das bunt gemischte Publikum von der Festivalpremiere begeistert sind, steht noch nicht fest, ob es so etwas wieder einmal geben wird, wie Stephanie Mittelbach erzählt: "Im Herbst machen wir erst noch einmal eine Besprechung über alles. Mal gucken was wird."

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