CDU-Kandidat kündigt Austritt aus BVA-Fraktion an

Udo Ruttloff will fraktionslos im Rat sitzen. Das erhofft sich die Bürgervereinigung Auerbach aber nicht nur von ihm.

Auerbach.

Der Vorstand der Bürgervereinigung Auerbach (BVA) wird sowohl Udo Ruttloff als auch Andreas Kroschk bitten, aus Fairness dem BVA-Bürgermeisterkandidaten Horst Kretzschmann gegenüber aus der BVA-Fraktion auszutreten. Das sagte gestern der BVA-Vorsitzende David Brunner. Hintergrund ist die Nominierung Ruttloffs als Bürgermeisterkandidat der CDU, die von Kroschk als CDU-Ortsgruppenchef unterstützt wird.

Was Udo Ruttloff betrifft, so hat der gegenüber "Freie Presse" bereits angekündigt, aus der BVA-Fraktion auszutreten und als fraktionsloses CDU-Mitglied im Rat zu verbleiben. Die gleiche Situation hatte es bereits vor der Bürgermeisterwahl 2011 gegeben. Damals hatte Horst Kretzschmann die Gemeinderatsfraktion des Bundes Freier Wähler (BFW) verlassen und war als Einzelkandidat zur Wahl angetreten, die er auch gewann. Für den BFW war Jürgen vom Scheidt ins Rennen gegangen.

Andreas Kroschk sieht den Verbleib in der BVA-Fraktion für seine Person anders, er stehe nach wie vor zu den Zielen der Bürgervereinigung und sei von den Bürgern als BVA-Mitglied gewählt worden, sagte er. Darum wolle er bis zum Ende der Legislaturperiode 2019 auch in der Fraktion bleiben.

Zu Ruttloffs Kandidatur zur Bürgermeisterwahl sagte Brunner, dass man nichts gegen diese habe. "Generell halten wir es für gut, wenn die Auerbacher Bürger eine Wahl zwischen zwei oder mehr Kandidaten haben." Man hätte sich aber eine Kandidatur innerhalb der BVA gewünscht. Ursprünglich sei Udo Ruttloff darum vom Vorstand angefragt worden, ob er für die BVA kandidieren möchte. Das von Kroschk und Ruttloff gewählte Vorgehen, in die CDU einzutreten und dort einen eigenen Kandidaten zu stellen, "war im Übrigen nicht mit dem Vorstand abgestimmt und hätte auch nicht unsere Zustimmung und Unterstützung erfahren", erklärte Brunner.

Inzwischen hat sich noch ein weiterer Bewerber um das Amt des Auerbacher Bürgermeisters angekündigt: Pierre Walther. Er will als Einzelkandidat antreten und die dafür notwendigen 40 Unterstützungsunterschriften aufbringen, sagte Walther gegenüber "Freie Presse". Der Auerbacher war bereits 2008 für die Linke zur Bürgermeisterwahl angetreten, unterlag aber dem damaligen Amtsinhaber Andreas Drechsel. Er saß auch mehrere Jahre für die Linke im Gemeinderat, schied Mitte 2012 aber wieder aus, weil er eine Anstellung im Bauhof erhielt.

Die Bürgermeisterwahl von Auerbach findet am 4. März statt. Wahlvorschläge können bis 5. Februar um 18 Uhr im Rathaus Burkhardtsdorf eingereicht werden. Dort sind auch etwaige Unterstützungsunterschriften zu leisten.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
 Artikel versenden
Die mit * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...