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Der Plan: Die Seitenflügel werden saniert, der Mittelbau wird durch einen Neubau ersetzt. Dort ziehen die Ringer ein.

Foto: Quelle: Heinrich & Skirl

Die neue Bahnhofsnutzung verlangt Kompromisse ab

2,9 Millionen Euro Fördermittel kann Lugau für die Sanierung und Umnutzung des Gebäudes einplanen. Entstehen soll eine Begegnungsstätte, in der auch die Ringer ein neues Domizil finden. Für die bedeutet das aber einen extremen Platzverlust.

Von Viola Gerhard
erschienen am 13.09.2017

Lugau. Diese Chance muss genutzt werden - das sieht auch der Chef der Lugauer Ringer so. "Eine 90-prozentige Förderung kann die Stadt gar nicht weglassen", sagt Jan Peprny. Gemeint ist der 2,9-Millionen-Euro-Zuschuss für das Bahnhofsprojekt mit dem Arbeitstitel "Begegnung und Bewegung". Zugleich schränkt er aber auch ein, dass der geplante Umzug der Eichenkranz-Ringer in den umgebauten Bahnhof durchaus auch Nachteile hat: Sie müssen dann mit extrem weniger Platz auskommen, als er ihnen jetzt in ihrer Trainingsstätte an der Flockenstraße zur Verfügung steht.

Dass dies Kompromisse erfordert, ist sich Peprny bewusst. Zugleich wollen er und seine Sportler aber auch das Maximum aus dem künftigen Domizil herausholen - was wiederum Flexibilität bei der Stadt notwendig macht. Bürgermeister Thomas Weikert weiß das und hatte schon vor Wochen angekündigt, mit den künftigen Nutzern und insbesondere den Ringern "die eine oder andere Gesprächsrunde" zu drehen. Das ist inzwischen auch passiert, den Ringern wurde die konkrete aktuelle Planung vorgestellt und sie haben auch den Bahnhof inspizieren können. Weikert ist für Ideen, wie man die Platzsituation noch verbessern könne, dankbar, sagt er. Man werde jeden Vorschlag hinsichtlich Brandschutz, Rettungswege und Statik prüfen. Da das Architekturbüro derzeit die konkreten Kosten durchrechnet - bisher liegen nur Schätzungen vor, die von einer 3,2-Millionen-Euro-Investition ausgehen - wisse man bald, wie viel Geld zur Umsetzung von Planungsänderungen zur Verfügung steht.

Das Angebot, Ideen einzubringen, hat Jan Peprny angenommen und sich Planung und Gebäude sehr genau angeschaut. Und so sieht er durchaus Potenziale, das Platzangebot für die Sportler zu verbessern. "Man müsste den Keller einbeziehen oder das Dachgeschoss nutzbar machen", sagt er. Dann könnte man beispielsweise die Zahl der Umkleiden erhöhen und einen Raum für die 50 Kraftsportler des Vereins schaffen. Diese Vorschläge habe er abgegeben, sie würden nun an das Architekturbüro weitergeleitet. Auch die Stadt signalisiert Entgegenkommen. So könne man sich vorstellen, dass der Bahnhof nur als Trainingsstätte genutzt wird, die Wettkämpfe aber weiter in der Schulturnhalle stattfinden. Insbesondere, wenn Derbys stattfinden, weil dann mehr Zuschauer zu erwarten sind, sagt Weikert. Peprny würde das Angebot gern annehmen, allerdings aus logistischen Gründen komplett für alle Wettkämpfe.

Eines ist für alle Seiten klar: Die Trainingsstätte an der Flockenstraße wird aufgegeben. Zu hoch sind die Kosten für Heizung, zu groß der Sanierungsrückstau. "Wir verstehen die Notwendigkeit, dass wir irgendwann rausmüssen. Da ist 40, 50 Jahre nichts gemacht worden", sagt Peprny. Aber das sei nicht die Schuld derer, die jetzt im Rathaus sitzen.

 
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