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Die Kita Pfiffikus als Tatort. Die Kinder sind alle sehr traurig wegen des Diebstahls ihres Snoopy.

Foto: Jens UhligBild 1 / 3

Langfinger klaut Kita-Kindern ihr Maskottchen

Snoopy heißt er. Der berühmte Hund ist allseits bekannt. Und deshalb ist das Knuddelding auch das Lieblings-Plüschtier aller Kinder in der Oelsnitzer Kita Pfiffikus. Jetzt wurde es gestohlen und die Steppkes sind traurig. Doch offiziell soll es den Vorfall nicht geben.

Von jan Oechsner
erschienen am 13.02.2018

Oelsnitz. Die Person hat eine Art Anorak an, trägt dazu dunkle Hosen und helle Schuhe. Der Kopf ist von einer Kapuze verdeckt. Die Person verlässt ein Gebäude und scheint es dann sehr eilig zu haben, denn sie rennt über die Straße. Unterm rechten Arm hält sie ein Plüschtier fest.

Diese zwei Bilder sind von einer Kamera des Betriebskindergartens Pfiffikus der Micas AG aufgenommen. Und sie zeigen, warum die Kita-Kinder derzeit allesamt sehr traurig sind. Denn die Person hat ihr Maskottchen gestohlen - die Diebesbeute ist ihr Snoopy, das Plüsch-Maskottchen der etwa 20 Knirpse der Kindertagesstätte Pfiffikus.

So klein das Diebesgut auch zu sein scheint, so herzzerreißend gemein ist dennoch die Tat.

Deshalb hat Kita-Leiterin Claudia Molnár auch sofort reagiert und bei Facebook den Snoopy-Fall in bestimmten Gruppen publik gemacht - mit einem Foto von dem Plüschtier und zwei grobkörnigen Kamerabildern derjenigen Person, die mit Snoopy unterm Arm gerade das Weite sucht. "Allerdings weiß ich, dass die Person die Seilbahn runter ist und dann zur Kammerrat-Beck-Straße Richtung Rathaus, da wurde sie gesehen." Und dann schreibt sie: "Die Kinder würden sich so freuen, wenn ihr Freund wieder zurück findet."

Doch mittlerweile sind einige der besagten Facebook-Einträge gelöscht. Und auch sonst hielt man sich gestern seitens Kita-Leitung sehr zugeknöpft: Man werde Anzeige erstatten - mehr wolle man nach Rücksprache mit der Geschäftsleitung nicht sagen, so eine auffällig knappe Mail an "Freie Presse". Auffällig deshalb, weil Unternehmen und Kindertagesstätte sonst auch nicht öffentlichkeitsscheu sind - ob zur Teilnahme der Industrienacht oder der Positiv-Darstellung des Betriebskindergartens. Bei Snoopy aber herrscht offenkundig Nachrichtensperre. Und die Polizeidirektion Chemnitz hat gestern den Eingang einer Anzeige zumindest noch nicht bestätigt.

Der Snoopy-Fall ist nur einer von etlichen Vergehen, die zeigen, wie herzlos Menschen gegenüber Kindern sein können. Ende 2017 hat das Amtsgericht in Hohenstein-Ernstthal einen 33-jährigen Mann verurteilt, der kurz vor Weihnachten 2016 in einen Kindergarten in Meerane eingebrochen ist und selbst gebastelte Geschenke gestohlen hatte. Außerdem ließ der Mann Bargeld und einen Beamer mitgehen. Er brauchte halt Geld für Drogen, so seine Begründung. In der "Mäuseburg", einem Plauener Kindergarten, haben sich Halbstarke vor zwei Jahren über ein Spielhaus hergemacht. Sie traten die Tür ein, nahmen die Kuscheldecken aus dem Schuppen und verbrannten diese als Lagerfeuer. Und vor Jahren war eine Kita in Thalheim dran: ein Kasten leckere Limonade sowie ein zweistelliger Geldbetrag aus der Sparbüchse der Einrichtung waren weg.

Wann Snoopy in die Kita Pfiffikus zurückkommt, weiß derzeit niemand. Zumindest aber ist Samy da, der die Kinder trösten soll. Das Tierchen wurde kurzerhand gespendet. Es hat blaues Fell und schwarze Punkte, eine freche Zunge und eine schwarze Punktnase zum Schnüffeln. Genau so eine wie Snoopy.

 
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