Oelsnitz lädt ein zur zweiten Industrie- und Handwerksnacht

Fünf Unternehmen und das Bergbaumuseum öffnen bei laufendem Betrieb die Werktore und gewähren Bürgern Einblicke in den Arbeitsalltag. Was erwartet die Besucher?

Oelsnitz.

Die ehemalige Bergbaustadt Oelsnitz verfügt über eine facettenreiche Wirtschaft. Mittelständische Unternehmen sind dort ebenso ansässig wie internationale Konzerne; es gibt typische Zulieferer und Weltmarktführer. Entsprechend vielfältig sind die beruflichen Möglichkeiten. Diese Vielfalt den eigenen Bürgern und Interessierten näher zu bringen, ist die Idee der Oelsnitzer Industrie- und Handwerksnacht, die am 9. März zum zweiten Mal über die Bühne gehen wird. Bürgermeister Bernd Birkigt sieht in der Veranstaltung eine Kontaktmöglichkeit zu Mitarbeitern und Betriebsleitung der Unternehmen mit Einblicken in betriebsinterne Abläufe. "Es soll somit wiederum unser Beitrag zur regionalen Bindung von Arbeitskräften und damit zur Fachkräftesicherung sein", sagt Birkigt. In diesem Jahr hat sich der Kreis der Firmen, die ihre Pforten öffnen werden, auf sechs verdoppelt. "Freie Presse" stellt sie vor.

Elektrotechnik Oelsnitz (Eto): Das bunt gemischte 150-köpfige Team sorgt dafür, dass Strom in die Städte verteilt werden kann, dass auf Bahnhöfen und in Straßen Licht brennt, dass regenerative Energien in den Steckdosen ankommen und Waschmaschinen wieder laufen. Während der Industrienacht wird auch die historische Ausstellung des Unternehmens zu sehen sein. www.eto-gmbh.de

Autohaus Thomas Rudolph: Seit über 40 Jahren gibt es das Autohaus Rudolph. Aktuell arbeiten dort rund 60 Mitarbeiter. Für Praktika, Ausbildung oder als Partner im Fachabitur bietet das Autohaus vielseitige Möglichkeiten im Bereich Kfz-Mechatronik, im kaufmännischen oder in vielen weiteren Bereichen rund um Fahrzeuge. www.vw-rudolph.com

Bahner und Schäfer: Ist die Hollywoodschaukelfeder kaputt, oder die Feder vom Mülleimer? Der "Federbahner" hat bestimmt eine! Unter diesem Namen war das Unternehmen schon vor der Wende in Lugau und Umgebung bekannt. Inzwischen ist die Bahner und Schäfer GmbH ins Hoffeld nach Oelsnitz gezogen und produziert technische Federn bis Drahtdurchmesser 12,0 Millimeter für Kunden europaweit. www.bs-federn.de

Micas AG: Das Unternehmen stellt innovative Sensor- und Elektronikprodukte für die Gebäudetechnik her. Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf sensorischen Produkten für die Bereiche Wasser und Licht, das sind hochfunktionelle Wassersteuerungen für die Sanitär-, Küchen-und Heizungsindustrie sowie Bewegungsmelder und Steuerungsgeräte für lichttechnische Applikationen. Auch Vernetzung der Produkte gehört zum Firmenportfolio. Micas legt wert auf familienfreundliche Arbeit: Es gibt eine betriebseigene Kindertagesstätte mit Hort, eine Kantine sowie flexible Arbeitszeiten. www.micas.de

Sodecia: Das Werk in Oelsnitz ist eines von über 40 der Sodecia-Gruppe, die auf fünf Kontinenten vertreten ist. Als Hersteller von Feinschneidteilen und Komponenten für Doppelkupplungs- sowie Schaltgetrieben beliefert das Unternehmen Automobilhersteller wie beispielsweise VW, Mercedes, Porsche und BMW. Auf einer Produktionsfläche von 13.900 Quadratmetern arbeiten rund 700 Mitarbeiter. Sie führen Prozesse wie Feinschneiden, Biegen, Kunststoffspritzen und verschiedene Schweißtechniken in der technisch anspruchsvollen Einzelkomponentenfertigung aus. www.sodecia.com

Bergbaumuseum: Als eines der größten Museen seiner Art beherbergt es einzigartige Zeugnisse des sächsischen Steinkohlenbergbaus. Neben der Bedeutung und Gewinnung der "Schwarzen Diamanten" erfährt der Besucher vieles über die Arbeit und das Leben der Bergarbeiter. Schwerpunkt während der Industrienacht ist die 4. Landesausstellung Sachsen zur Industriekultur im Jahre 2020. Das Museum wird als Außenstelle ein Teil der Landesausstellung sein. www.bergbaumuseum-oelsnitz.de

Die 2. Oelsnitzer Industrie- und Handwerksnacht findet am 9. März statt. Start ist um 16.30 Uhr am Bergbaumuseum. Jeder Teilnehmer erlebt drei Unternehmen. Die Busse kehren um zirka 20.45 Uhr ans Bergbaumuseum zurück, wo noch Zeit für Gespräche bleibt. Aus Sicherheitsgründen müssen sich Besucher vorab zwingend namentlich anmelden. Die Betriebsbesuche sind für die Besucher kostenfrei. Anmeldungen sind bis zum 6. März möglich unter http://oelsnitz.events/anmeldung

 

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