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Manfred Plobner (links) kennt einige Anekdoten des Autors Peter Harbauer aus eigenem Erleben.

Foto: Cristina Zehrfeld

Persönliche Erlebnisse und ein Stück Geschichte

Peter Harbauer ist zum zweiten Mal in der Stadtbibliothek Oelsnitz zu Gast gewesen. Vorgestellt hat er sein Buch "Eine Rose für Nadeschda" - und dafür viel Zustimmung geerntet.

Von Cristina Zehrfeld
erschienen am 13.10.2017

Stollberg. Es sind sehr persönliche Erlebnisse, die Peter Harbauer zu Papier bringt. In seinem ersten, 2011 erschienenen Buch "Unterwegs mit Doris" hatte er zunächst viele Storys aus seiner Zeit als Lehrer an der Polytechnischen Oberschule in Beutha aufgearbeitet. In der neuen Publikation "Eine Rose für Nadeschda" ist ein bunter Mix an Erinnerungen aus DDR- und Nachwendezeiten enthalten. 15 in sich abgeschlossene Geschichten werden erzählt. Held der durchweg autobiografischen Texte ist der fiktive Michael Kern, ein Geschichtslehrer wie der 79-jährige Autor selbst.

Nach Abitur und Wehrdienst hatte Peter Harbauer Pädagogik studiert. Zwischen 1962 und 1965 war er als Lehrer in Beutha tätig, danach unterrichtete er an Berufsschulen in Aue und Schneeberg. Ab 1995 war er Referent im Oberschulamt Chemnitz und zwischen 1990 und 1994 SPD-Landtagsabgeordneter.

Die Verfremdungen in seinen Texten sind minimal, sodass in allen Geschichten sehr deutlich die Person des Autors, seine Sicht auf die Vergangenheit und seine subjektiven Empfindungen zu erkennen ist. Der Titel verweist auf einen Geschichte, in der Harbauer die historischen Fakten zu der von ihm bewunderten Nadeschda Sergejewna Allilujewa, der zweiten Frau Stalins, wiedergibt. Verbunden wird das literarisch mit der eigenen Recherche in einem Archiv. Ähnlich verschachtelt kommen auch Erinnerungen aus Lehrerzeiten daher. So werden bei einem Klassentreffen Anekdoten von einem Ernteeinsatz erzählt, an den sich Schüler und Lehrer erinnern.

Da nur acht Zuhörer zur Lesung in die Bibliothek gekommen waren, las Peter Harbauer nur eine halbe Stunde aus dem neuen Buch und stellte anschließend noch seine lokal verwurzeltes Erstpublikation vor. Die Zuhörer zeigten sich angetan. "Die Texte sind wichtig für die jüngere Generation. Viele können sich ja gar nicht mehr vorstellen, wie das in der DDR war", meinte Manfred Plobner aus Oelsnitz, der den Autor aus der gemeinsamen Zeit im Landtag kennt. "Ich bin selbst auch schon oft angesprochen worden. Die Leute sagen häufig: Das musst du aufschreiben. Aber ich habe es noch nicht gemacht." Ein 37-jähriger Zuhörer aus Stollberg bekannte: "Mit der DDR einfach abschließen, das geht nicht. Die Geschichte bleibt ja."

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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