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Salz-Problem im Garten - Verband will Erklärung

Vorstand einer der größten Gartensparten in Stollberg äußert sich weiterhin nicht

Von Jan Oechsner
erschienen am 24.04.2018

Stollberg. Fritz Peprny muss sich gedulden. Der 80-Jährige hat vor Kurzem angeprangert, dass in seiner Kleingartenanlage Volksgesundheit - mit 250 Mitgliedern eine der größten im Altkreis - an manchen Stellen auf den Hauptwegen der Anlage mit Salz gegen Unkraut vorgegangen wird. Er bekam recht vom Kleingartenverband Aue/Stollberg, der 154 Vereine mit 6100 Mitgliedern vertritt. So ein Vorgehen sei womöglich auch strafrechtlich relevant.

Peter Köhler versprach, sich des Falles anzunehmen. Er ist der hauptamtliche Fachberater des Kleingartenverbandes. Salze und Essig seien laut Düngemittel- und Pflanzenschutzmittelverordnung schlicht nicht zulässig, so der Experte. "Leider habe ich trotz Aufforderung noch keine Rückmeldung des Vorstandes der Volksgesundheit. Das ist ein trauriger Zustand", so Köhler. Er wolle vorerst trotzdem nicht konfrontativ mit einer Anzeige drohen, denn oberstes Ziel sei es, alle Kleingärtner freiwillig dazu zu bewegen, ökologisch zu denken. "Trotzdem werde ich den Fall morgen im Verbandsvorstand ansprechen, wie wir weiter verfahren. Ich habe erwartet, der Verein reagiert."

Unterdessen hat Köhler etwa 30 anwesende Fachberater verschiedener Kleingartensparten im Altkreis Stollberg bei einem Treffen in Niederwürschnitz nochmals auf die Rechtslage mit Pflanzenschutzmitteln aufmerksam gemacht - und auch den Vorfall in der Volksgesundheit angesprochen. Köhler: Salz sei als Unkrautvernichter nicht erlaubt. Er appellierte an alle Anwesenden, dies in den Gartensparten zu kommunizieren. "Aber offenbar gibt es gar keinen Fachberater in der Volksgesundheit", so Köhler. Auch dies wolle er zeitnah klären.

Auch Fritz Peprny, der seinen Kleingarten in der Volksgesundheit seit 1981 hat, ist bislang beim Vorstand seiner Schreberanlage abgeblitzt. "Es wird hier immer wieder mit Salz und Essig gegen Unkraut auf den Hauptwegen unserer Anlage vorgegangen. Ich habe das angeprangert und dokumentiert. Aber offenbar interessiert es keinen."

Was eine überregionale Klärung erschwert, ist diese etwas verzwickte Situation: Denn generell ist jeder Verein im Verband juristisch eigenständig. So sei der Verband der Pächter, der Verein aber Zwischenpächter, der Gartenbesitzer der Unterpächter.

 
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