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Aus insgesamt 75 Elementen, die die Zehntklässler des vergangenen Schuljahres aus "Fundstücken" zum ThemaJägerhaus gestaltet haben, wählten die Achtklässler jetzt einen Teil aus, um aus ihnen einen Zaun zu kreieren.

Foto: Jens UhligBild 1 / 4

Schüler machen historisches Gemäuer zum Kunstobjekt

Das Alte Jägerhaus in Lugau bietet Stollberger Gymnasiasten in dieser Woche die Kulisse für ein Schulprojekt. Aus Altem Neues gestalten - so die Devise. Für das Gebäude selbst sieht es diesbezüglich allerdings schlecht aus.

Von Viola Gerhard
erschienen am 14.09.2017

Lugau. Eine Armbrust mit blutbefleckter Pfeilspitze, eine Figur als Zielscheibe, ein Hase. Aufmerksamen Passanten werden die aus Holz gestalteten "Hingucker" vor dem Alten Jägerhaus an der Lugauer Flockenstraße nicht entgehen. In Szene gesetzt haben sie Achtklässler des Stollberger Carl-von-Bach-Gymnasiums innerhalb eines Projektes im fächerverbindenden Unterricht. Kreiert wurden die Figuren allerdings bereits Ende vergangenen Schuljahres von den damaligen Zehntklässlern der Schule. Es galt, aus gefundenen Pfosten, Bohlen und Brettern, also Altem, "Neues zu denken", sagt Kunstlehrerin Viola Lippold. Dabei sollte das Thema Jägerhaus verarbeitet werden.

Das 1728 errichtete Alte Jägerhaus ist eines der ältesten Gebäude im Zentrum Lugaus und Zeugnis dafür, dass der Steegenwald einst bis an die heutige Flockenstraße reichte. Lugaus Bürgermeister Thomas Weikert sieht allerdings kaum noch Chancen, dass es erhalten werden kann. Die Stadt selbst hat keinen Bedarf an einer Nutzung, für die Wohnungsgesellschaft Lugau (WGL) als Eigentümer ist der Aufwand, das Haus zu sanieren, schlichtweg finanziell nicht machbar. Zudem macht der Grundriss des Hauses eine Nutzung als Wohnhaus fast unmöglich, hatte WGL-Geschäftsführer Heiko Rudolf schon vor Wochen festgestellt. Ein von der Unteren Denkmalbehörde angeregter wiederholter Aufruf der Stadt an potenzielle Investoren ist ins Leere gelaufen - kein Interesse, sagte Thomas Weikert gestern. Und so geht er davon aus, dass der Abriss kommen wird.

Zuvor werde das Haus aber umfangreich dokumentiert, versichert er. Heute werde ein Fachmann zudem im Gebälk des Dachgeschosses Holzproben entnehmen, um das genaue Alter feststellen zu können. Sollten die Dachbalken tatsächlich noch die ursprünglichen von 1728 sein, werde man diese als Beispiel für die damalige Bauweise im Museumsfundus aufbewahren.

In den temporären Aktionen der Gymnasiasten sieht Weikert die Gelegenheit, Entwicklungen aufzuzeigen. So haben die Schüler auch schon den Bahnhof bespielt und Installationen zum Thema Schiene entlang der Gleise in Richtung Oelsnitz geschaffen. Die haben für den Bürgermeister durchaus Potenzial - warum nicht Schienen-Kunst entlang eines Weges auf der früheren Bahnstrecke zeigen?

 
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