Seifersdorfer mischt als Entscheider mit

Dem Koordinierungskreis - so nennt sich das Entscheidungsgremium in der Leader-Region "Tor zum Erzgebirge" - gehören 20 Personen an. Wolfgang Winkler gehört dazu.

Seifersdorf.

Ob ein Vorhaben gefördert wird, entscheidet das Landratsamt. Welche Projekte dort eingereicht werden, liegt in den Händen der Bürgermeister des Leader-Gebietes, Privatpersonen und Vereinsvertretern. Insgesamt gehören 20 Mitglieder zu diesem Koordinierungskreis. Wolfgang Winkler aus Seifersdorf ist einer von ihnen.

Der 67-Jährige ist der stellvertretende Vorsitzende des örtlichen Dorfvereins und dort "der Schreibtisch", sagt er - bei ihm laufen die organisatorischen Fäden zusammen. Wegen seines Engagements im Verein und der Tatsache, dass dieser Erfahrungen mit dem Leader-Vorgänger-Programm Ile hat, sei der damalige Jahnsdorfer Bürgermeister Carsten Michaelis auf ihn zugekommen, ob er sich bei Leader einbringen möchte. Er ging also zur ersten Veranstaltung - und erklärte sich zur Mitarbeit bereit. Bereut hat er es bis heute nicht, wenngleich das Ehrenamt natürlich seine Zeit erfordert. Es mache Spaß, "Leute um sich herum zu haben, die kompetent und zielführend Projekte verfolgen", sagt er. Jedes eingereichte Vorhaben werde im Koordinierungskreis ordentlich beraten und abgewägt, sein Eindruck sei, dass sich auch alle auch gut mit den Projekten befassen.

Regionalmanager Christian Scheller bereitet die Sitzungen des Koordinierungskreises sehr gut vor, erklärt Winkler. Scheller erläutere die eingereichten Projekte auf sogenannten Bewertungsbögen, sodass die Koordinierungskreismitglieder ein gute Vorstellung von ihnen haben. Jedes Projekt bekomme dann nach vorgegebenen Kriterien von ihnen Punkte, sodass eine Rankingliste entsteht. Sind mehr Projekte eingereicht worden, als das jeweilige Budget hergibt, fallen die letzten raus. "Aber das ist erst einmal passiert", sagt Winkler und animiert potenzielle Antragssteller, ihr Projekt einzureichen.

Werden eigene Vorhaben beraten, muss der jeweilige Einreicher den Raum zur Beratung verlassen. Oft betreffe dies Bürgermeister, aber auch Vereinsvertreter oder Privatpersonen können befangen sein. Wolfgang Winkler könnte dies auch passieren, denn gemeinsam mit den Bogenschützen und dem Reit- und Fahrverein sucht der Dorfverein nach einer Lösung, auf dem Festplatz in Seifersdorf eine überdachte Fläche zu schaffen. Nach ersten Beratungen mit Scheller und Jahnsdorfs Bürgermeister Albrecht Spindler ist Winkler optimistisch, dass dieses Projekt einmal Thema im Koordinierungskreis sein wird.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...