Marode Parkanlage soll ab 2020 aufblühen

Landkreis, Stadt Zschopau und Denkmalbehörde haben sich auf eine Gestaltungsvariante für den Seminargarten verständigt. Doch es gibt auch noch Unsicherheiten.

Zschopau.

Die Würfel für die Gestaltung des Seminargartens am Zschopauer Gymnasium sind gefallen. Zumindest haben sich die Beteiligten auf einen Sanierungsvorschlag für die historische Parkanlage verständigt. Schon Ende vergangenen Jahres zeichnete sich mit der sogenannten Blühhang-Variante eine Lösung ab, die sowohl aus Sicht des Denkmalschutzes als auch finanziell machbar erschien. Diese Option wurde inzwischen näher untersucht. Die Ergebnisse bekam der Technische Ausschuss des Kreistages auf den Tisch. Sowohl die Landesdenkmalbehörde als auch die Stadt Zschopau haben Zustimmung signalisiert, erklärt Landkreis-Beigeordneter Andreas Stark. Das Einverständnis von Zschopau steht jedoch unter dem Vorbehalt der Bereitstellung von Fördermitteln aus dem Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" sowie der Zustimmung des Stadtrates.

Die Blühhang-Variante sieht die Beibehaltung des terrassenförmigen Aufbaues vor, wobei nur die obere und untere von insgesamt fünf Natursteinmauern instand gesetzt werden sollen. Der dazwischen liegende Teil soll laut Planung mit Sträuchern bepflanzt werden, die zu verschiedenen Zeiten blühen.

Die Kosten für das Projekt belaufen sich nach derzeitigen Schätzungen auf 1,53 Millionen Euro. Dazu steuert der Erzgebirgskreis Eigenmittel in Höhe von etwa 307.000 Euro bei, die im Doppelhaushalt 2019/2020 verankert werden sollen. 245.000 Euro trägt die Stadt Zschopau. Die Gelder sind laut Verwaltung im Haushaltsplan berücksichtigt.

Den unteren Teil des Seminargartens will die Kommune vom Landkreis erwerben und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Das Projekt steht auch im Zusammenhang mit dem Umbau des alten Stadtcafés zu einer Jugendherberge. Mit der Sanierung und Öffnung der Parkanlage und dem Umbau des Verkehrsknotens vor dem historischen Gebäude will die Verwaltung einen attraktiven Stadteingang schaffen.

Ein Großteil der Arbeiten im Seminargarten könnte nach Auffassung von Andreas Stark 2020 umgesetzt werden. Vorausgesetzt, dass "im planerischen Vorlauf alles gut klappt und die Fördermittel bewilligt werden", fügt er hinzu.

Seit Jahren bemüht sich die Stadt, dem Park zu neuem Glanz zu verhelfen. Die Anlage ist vor 147 Jahren mit der Eröffnung des Königlich-Sächsischen Lehrerseminars entstanden. Oberlehrer Oskar Moritz Seidel, der Naturwissenschaften lehrte, hatte den Pflanzengarten angelegt. Dessen Sammel- und Arbeitseifer machte ihn zu einem bedeutenden Lehr- und Erziehungsmittel.

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