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Mit Kisten aus- und Büchern einräumen ist Rebekka Günther derzeit ausgelastet. Die neue Gelenauer Pfarrerin richtet Wohnung und Arbeitszimmer ein.

Foto: Dirk Trautmann

Neue Pfarrerin in Gelenau stammt aus Geyersdorf

Rebekka Günther tritt in der evangelisch-lutherischen Kirche ihre erste Pfarrstelle an. Am kommenden Sonntag wird sie in ihr Amt eingeführt.

Von Dirk Trautmann
erschienen am 13.09.2017

Gelenau. Es sind oft die kleinen Zeichen, die Normalität zeigen. Das kann auch schon mal nur eine Lampe sein. "Jetzt brennt wieder Licht im Pfarrhaus" - mit diesen Worten hätten viele Gelenauer ihr Gefühl der Freude und Dankbarkeit ausgedrückt, erzählt Rebekka Günther. Sie ist es, die für "Licht im Pfarrhaus" sorgt, denn die junge Frau ist die neue Pfarrerin der Evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Gelenau.

Derzeit richtet sich die 28-Jährige im Pfarrhaus ein. Im spärlich möblierten Arbeitszimmer laden Klappstühle nicht wirklich zur Arbeit ein, ein Schreibtisch fehlt, der Bücherschrank muss gefüllt werden, an den Fenstern hängen noch keine Gardinen. In der Wohnung steht das Bett, weitere Möbel sind bestellt. Rebekka Günther stammt aus Geyersdorf, hat Theologie in Leipzig und in Münster/Westfalen studiert, in Wittenberg Seminare besucht und tritt nun ihre erste Pfarrstelle an.

"Ich bin hier mit sehr viel Wohlwollen aufgenommen worden und freue mich auf die Bekanntschaften mit den Menschen aus der Gemeinde", sagt die Erzgebirgerin. Nach zwei Jahren Vakanz ist die Pfarrstelle in der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde nun wieder besetzt. Wünsche, wo sie eingesetzt wird, durfte Rebekka Günther äußern, die Nachricht kam dann per E-Mail. "Ich konnte es erst gar nicht glauben, und habe mich riesig gefreut", erinnert sie sich an diesen Moment. Sprachlich wird sich Rebekka Günther bestens zurecht finden, neben einem gewählten Hochdeutsch beherrscht sie auch immer noch das Erzgebirgische.

Nun ist sie bald offiziell Pfarrerin zur Anstellung, der Gottesdienst anlässlich ihrer Ordination findet am kommenden Sonntag statt. Bis dahin wird sie sich in der Gemeinde vorstellen und kann sich einstellen auf Konfirmandenunterricht, auf Frauendienst und Seniorenkreis. Dazu wird sie vielleicht von Zeit zu Zeit ihre Zither mitnehmen, das Spielen auf diesem Instrument hat Rebekka Günther acht Jahre lang gelernt. "Derzeit lerne ich noch Gitarre", erzählt die neue Pfarrerin.

Auch wenn Rebekka Günther nicht, wie sonst üblich, von der Kirchgemeinde ausgewählt wurde und nach ihrem gerade abgeschlossenen Studium für die kommenden drei Jahre eine sogenannte Pfarrerin im Entsendungsdienst ist, freut sich Kirchenvorstand Eva-Maria Beck, dass die Stelle endlich wieder besetzt ist: "Die zweijährige Vakanz, während der uns größtenteils Pfarrer in Rente und Vertretungen geholfen haben, war für uns nicht einfach. Und so sind wir sehr froh, eine neue Pfarrerin erhalten zu haben. Das ist wirklich ein großes Glück."

Sicher habe sich der eine oder andere gefragt, wie denn der oder die Neue sein sollte. Deshalb erhofft sich Eva-Maria Beck in erster Linie eine gute Zusammenarbeit. Schließlich stelle die Besetzung für die junge Frau wie für die Gemeinde selbst Neuland dar. (mit mb)

 
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