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Polarlicht über Drebach. Die Leuchterscheinungen entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwinds auf Sauerstoff- und Stickstoffatome in der oberen Erdatmosphäre treffen und diese ionisieren.

Foto: Gerhard Lehmann Bild 1 / 2

Planetarium zeigt im Frühjahr Polarlichter über Drebach

Ein Kinderprogramm war im Vorjahr der Renner. 2018 wollen Jens Kandler und sein Team spektakuläre Leuchterscheinungen unter der Kuppel präsentieren.

Von Mike Baldauf
erschienen am 13.02.2018

Drebach. "Ein Sternbild für Flappi" war 2017 der Kassenschlager im Drebacher Planetarium. Mit dem Programm für Kinder ab fünf Jahren, das im vergangenen Jahr zwischen Oktober und November sechs Mal gezeigt wurde und 405 Gäste anlockte, will Leiter Jens Kandler auch in den Winterferien für gefüllte Besucherreihen sorgen. Zweimal - am 15. und 20. Februar - wird die Geschichte mit der Fledermaus, die sich über den Himmel Gedanken macht, zu sehen sein.

Das Programm hat der Förderverein der Volkssternwarte im vergangenen Jahr erworben. Für die über 5000 Euro teure Anschaffung erhielt der Verein Fördermittel für den ländlichen Raum (Leader). Jens Kandler ist froh, dass das Programm nicht floppte: "Das ist wichtig, wenn so große Summen im Spiel sind."

Mit einem neuen Kinderprogramm, das in der Berliner Archenhold-Sternwarte produziert wurde, hofft er, an diesen Erfolg anknüpfen zu können. In dem 30-minütigen Weltraumabenteuer hat eine Sternschnuppe namens Stubs ihre Heimat, den Kometen Rasefix, verloren, als dieser eng um die Sonne kreiste. Seitdem sucht Stubs eine neue Heimat. "Meine fünf und acht Jahre alten Söhne haben die Geschichte schon gesehen und für gut befunden", freut sich Kandler. "Stups, die kleine Sternschnuppe" soll im Mai Premiere feiern. Gruppen können das Programm auch schon früher buchen und sehen. "Wir haben es Anfang Januar an unsere Technik angepasst, sodass es jetzt läuft."

Noch in der Entstehungsphase ist dagegen ein Planetariumsvortrag über Polarlichter, der auch Erwachsene ansprechen soll. Im vergangenen Jahr durfte das Drebacher Planetarium zweimal zum Testen einen Streifen aus dem Haus Carl Zeiss zeigen, der sich diesem Thema widmete. Das Besucherinteresse war groß, berichtet Jens Kandler.

Nun will er ein eigenes Programm mit Polarlichtern aus allen Teilen der Welt zusammenstellen. Sogar Aufnahmen des Himmelsphänomens über Drebach möchte Jens Kandler im Frühjahr an die Planetariumskuppel projizieren. Die Bilder hat Gerhard Lehmann vom Förderverein 2003 an der Volkssternwarte mit seiner Kamera aufgenommen.

In jener Nacht des 20. November waren über ganz Mitteleuropa helle Polarlichter zu sehen. Das Polarlichtoval um den magnetischen Nordpol der Erde reichte zeitweise über die Alpen hinaus. Selbst in Antalya war die Aurora sichtbar, ist im Internetforum des Vereins Arbeitskreis Meteore zu lesen. Als Ursache des eindrucksvollen Schauspiels werden zwei Plasma-Magnetfeldbögen auf der Sonne genannt, die einen auf die Erde gerichteten Masseauswurf (CME) hervorbrachten. Ausschlaggebend für die Leuchterscheinungen über Mitteleuropa war letztlich eine extrem starke Ausrichtung des interplanetaren Magnetfelds nach Süden.

Seltene Himmelsereignisse, die sich voraussagen lassen, sind dieses Jahr rar. Für den 27. Juli dürfen sich Sternfreunde auf eine totale Mondfinsternis freuen. Volkssternwarte und Planetarium laden an diesem Abend zur Astro-Nacht. "Dann kommt auch der Mars der Erde ganz nahe", sagt Jens Kandler, der auf einen wolkenfreien Himmel hofft.

www.milchstrasse1.de

 
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Planetarium zeigt im Frühjahr Polarlichter über Drebach
17.000 Besucher im Vorjahr
 
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