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Bei ihrem jährlichen Arbeitseinsatz brachten die Mitglieder des Off-Road-Clubs und freiwillige Helfer die Trainingsstrecke in Hilmersdorf auf Vordermann. Pacy Richter und sein Vater Nico, Streckenwart Ulli Schreiter sowie Harald Rosch und Jürgen Schmeller (v. l.) räumten Steine von der Piste, ebneten die Fahrspuren und erneuerten die Markierungen. Auch die öffentliche Zufahrt zum Gelände wurde wieder mit Frostschutz ausgebessert.

Foto: Matthias DegenBild 1 / 2

Schubkarre statt Crossmaschine

Motorsportler haben sich zum Frühjahrsputz auf dem Vereinsgelände in Hilmersdorf getroffen. Auch sonst wird gute Arbeit geleistet.

Von Holk Dohle
erschienen am 16.05.2018

Hilmersdorf. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen, lautete das Motto beim Off-Road-Club Hilmersdorf. Statt Kurventechnik und Sprungtraining standen Wege-, Zaun- und Streckenbau auf dem Programm. Die Crossmaschinen blieben in der Garage, dafür kamen Schubkarren zum Einsatz. Die Motorsportler trafen sich zum Frühjahrsputz auf dem 2,5 Hektar großen Gelände zwischen Lauta und Marienberg. "An dem Areal führt der Wanderweg zur Drei-Brüder-Höhe vorbei. Nicht nur deshalb legen wir großen Wert darauf, dass hier alles ordentlich ist", sagt Vereinschef Christoph Seifert.

Doch die an den Marienberger Truppenübungsplatz grenzende Heimstätte der Motocross- und Enduro-Fahrer sieht nicht nur gut aus, an und auf der etwa 900 Meter langen Strecke wird ebenfalls gute Arbeit geleistet. "Vor allem im Nachwuchsbereich", sagt Seifert. Knapp die Hälfte der rund 60 Mitglieder des im Kreis- und Landessportbund sowie im ADAC integrierten Vereins ist unter 18 Jahre alt.

Seit 2012 liege der Schwerpunkt beim ORC auf der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Das hätten zunächst nicht alle im 1996 gegründeten Verein gut gefunden. "Doch der Nachwuchs ist unsere Zukunft", betont der 40-Jährige, der selbst als Knirps erstmals motorisiert durchs Gelände gehoppelt war und es in seiner Sportkarriere bis in die Enduro-Weltmeisterschaft geschafft hat.

Das Engagement der Erzgebirger sprach sich bis nach Dresden herum. Im April 2016 wurde der Verein vom ADAC zum Talentestützpunkt Süd ernannt. Zudem bekamen die Hilmersdorfer zwei Kindermotorräder gestellt, auf denen sich Interessierte ausprobieren können. Neben dem regelmäßigen Fahrtraining auf der Vereinsstrecke sowie dem Kraft-, Konditions- und Koordinationstraining im Winter in der Halle in Hohndorf stehen zweimal im Jahr mehrtägige Trainingscamps auf dem Programm. "Im März waren wir zur Saisonvorbereitung mit 30 Kindern in Jüterbog", berichtet Seifert.

"Unser Ziel ist es, Talente zu fördern und zu fordern und die Besten an den Leistungssport heranzuführen", kennzeichnet der Deutsche Enduro-Meister von 2003 das Anliegen der insgesamt sechs lizenzierten Offroad-Trainer. Leider würden es immer weniger Fahrer, die den festen Willen besitzen, das auch durchzuziehen, bedauert Seifert, der 2010 seine aktive Laufbahn beendet hat und im Bauamt der Gemeindeverwaltung Großolbersdorf arbeitet.

Dass Müßiggang nicht das Ding des Vereinschefs ist, bekamen Anfang des Jahres auch einige Mitglieder zu spüren, die nicht bereit gewesen seien, die vorgeschriebenen zehn Arbeitsstunden im Jahr zu leisten beziehungsweise 50 Euro als Ausgleich dafür zu zahlen. "Wir haben uns von ihnen getrennt. Der Vorstand stand hinter der Entscheidung", berichtet Seifert. Denn eine Mitgliedschaft berechtige nicht nur zur Nutzung der Strecke, sondern verpflichte auch dazu, als Helfer mit anzupacken. Etwa beim Absichern eines Streckenabschnittes bei "Rund um Zschopau" oder bei der Ausrichtung eines eigenen Wettbewerbs wie dem ADAC-Enduro-Jugend-Cup. "Da hatten wir im vergangenen Jahr mit dem WM-Finale und zwei Nachwuchsrennen bei uns auf der Strecke jede Menge zu tun", erinnert sich der zweifache Familienvater.

Dieses Jahr werde es etwas ruhiger, da der Jugendcup erstmals nicht Station in Hilmersdorf machen könne. Nachdem es in den vergangenen beiden Jahren dank der guten Zusammenarbeit mit Behörden, Landwirtschaftsbetrieben und privaten Grundstücksbesitzern möglich war, eine acht Kilometer lange Runde für den Nachwuchswettbewerb abzustecken, können die Felder in dieser Saison nicht genutzt werden. "Der Mais wird erst Ende Oktober geerntet. Danach kann man kein Rennen mehr für Kinder machen", sagt Seifert mit Blick auf einen möglichen frühen Wintereinbruch.

Langweilig wird es am Fuße der Drei-Brüder-Höhe aber keineswegs. In der Sommersaison ist dreimal in der Woche Training auf der Strecke. Statt Schubkarren sind dann Crossmaschinen im Einsatz.

Trainingszeiten auf der Strecke des ORC Hilmersdorf: Dienstag und Mittwoch 15.30 bis 19 Uhr (Erwachsene), Samstag 10 bis 12 Uhr (Kinder) und 14 bis 17 Uhr (Erwachsene). www.offroad-hilmersdorf.de

 
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