Sportler schlagen auf Spezialsand auf

In der Zschopauer Sandgrube kann künftig wieder Beachvolleyball gespielt werden. Davon sollen nicht nur die Aktiven aus der Dritten Liga profitieren.

Zschopau.

Passend zum Wetter der vergangenen Wochen wird morgen in Zschopau eine Sportanlage eröffnet, die bei hohen Temperaturen am besten zur Geltung kommt. Gemeint ist der Beachvolleyballplatz im Sportareal "In der Sandgrube", der dieser Sportart in der Motorradstadt zu einer größeren Popularität verhelfen soll.

Auf den beiden neuen Spielfeldern, die im Zuge der Umsetzung des Hochwasserschutzkonzeptes an der Zschopau entstanden, will der Volleyball-Club (VC) Zschopau künftig sogar Turniere ausrichten. Einen Vorgeschmack wird die Einweihung mit geladenen Gästen - darunter Spieler des Vereins - bieten. Doch auch die breite Öffentlichkeit soll von dem neuen Objekt profitieren.

"Geplant ist, dass die Anlage für jeden zugängig ist", sagt Thomas Berger vom Zschopauer Bauamt. Dass Interesse besteht, habe die Vergangenheit gezeigt, als sich noch direkt am Ufer der Zschopau ein Volleyballplatz befand. Dieser wurde nach reger Nutzung bei der Flut im Juni 2013 überschwemmt - und wie der Bolzplatz direkt nebenan durch das Unwetter verwüstet. Im Rahmen des Wiederaufbauplans, dessen Gesamtkosten von 1,4 Millionen komplett vom Freistaat gefördert werden, wurde das betroffene Gelände renaturiert und dient nun als Überflutungsfläche. Außerdem entstand durch die Maßnahme ein Hochwasserschutzdamm, der nun für den neuen Standort nahe des Sportlerheims und der Tennisanlage deutlich mehr Sicherheit bietet.

Dort, wo sich früher die Skaterbahn befand, wurden in den vergangenen Wochen etwa 510 Tonnen Sand aufgeschüttet. Bei der 40 Zentimeter dicken Schicht handelt es sich um besonderes Material. "Der Sand ist vom Deutschen Volleyball- Verband zertifiziert und verfügt daher über bestimmte Eigenschaften, was zum Beispiel Korngröße und Feinanteile betrifft", erklärt Thomas Berger. So sei gesichert, dass der VC Zschopau auf der Anlage offizielle Turniere ausrichten darf. "Es ist ausgewaschener Sand mit Rundkernen, die keinen Lehmanteil haben", geht Rafael Hausotte etwas mehr ins Detail. Das Vorstandsmitglied des Clubs hat sich intensiv mit dem Thema beschäftigt, denn der Verein erhofft sich aufgrund der neuen Beach-Anlage einen weiteren Schub für seine Entwicklung.

"Es ist unser Ziel, eigene Turniere zu etablieren. Uns ist wichtig, auch im Sommer mit unserer Sportart präsent zu sein", erklärt Hausotte. Zwar gelten die Drittliga-Herren bereits als Aushängeschild der Stadt, doch dauert ihre Saison nur von September bis April. Schon in der Vergangenheit seien die Zschopauer Bestandteil einer Beach-Serie gewesen, allerdings mussten sie ihre Turniere damals im Erdmannsdorfer Freibad ausrichten. Nun könnte daraus also ein echtes Heimspiel werden. Auch die Trainingsbedingungen während der warmen Jahreszeit verbessern sich durch die neue Anlage. Hobby-Spieler und andere Interessenten sollen laut Thomas Berger aber nicht zu kurz kommen. "Es soll eine öffentliche Anlage sein. Mal abwarten, wie es funktioniert", sagt der Bauamtsmitarbeiter in der Hoffnung auf disziplinierte Nutzer. Müll oder gar Glasscherben hätten auf so einem Platz nichts verloren.

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